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  1. Forum von petra-kaiser.de
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Kinofilm Paradis: Liebe

  • Heike
  • 8. Februar 2013 um 23:57
  • Heike
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    • 8. Februar 2013 um 23:57
    • #1

    Ich weiß wieder nicht ob ich hier mit der Filmvorstellung an der richtigen Stelle bin

    Paradies: Liebe ist ein Film von Ulrich Seidl.
    Er ist aufgemacht wie ein Dokumentarfilm,so empfinde ich es jedenfalls. Eine rundliche Mitfünzigerin aus Österreich, scheinbar alleinerziehende Mutter eines Teenes im besten pubertären Kampfalter, reist alleine in eine Anlage nach Kenia und trifft dort auf weitere rundliche ähnlich alte Landsfrauen. Ziel des Urlaubes scheint zu sein: MÄNNER.
    Und Ziel der Männer vor Ort scheint zu sein, eine von den weißen Frauen, die männergeil sind, abzubekommen und auszunehmen wir eine Weihnachtsgans.
    Durch die Aufmachung wie ein Dokumentarfilm wird man von den Handlungsabläufen wenig abgelenkt.Ziemlich krass kommt rüber, wie die Frauen mit den natürlich viel jüngeren Männern umgehen und diese letztlich genauso ausnehmen wie die Männer dann finanziell die Frauen.
    Der erste Versuch der Hauptperson scheitert. Sie fliegt vom Schäferstündchen, bevor es ernst wird. der zweite Typ macht es scheinbar besser und mit Hilfe eines Joints und Palmwein landet man dann auch im Bett, wobei die Dame zuvor ziemlich genau bestimmt, was sie will und was nicht. Ich gebe zu, manchmal hats mich fast geschüttelt...Als wäre der Mann eine Marionette.
    Aber der schlägt zurück, und schon nach kurzer Zeit erleidet seine Familie eine nicht endene Unglückreihe, die natürlich der finanziellen Unterstützung der "Liebsten"bedarf.
    Ich will nicht zu viel erzähle.
    Der Film ist keine Liebesgeschichte sondern zeigt, wie Tourismus nicht sein sollte.
    Und ich meine schon, dass es sich lohnt ihn anzusehen.
    Bei manchen Szenen habe ich mich echt fremdgeschämt. Aber genau solche oder ähnliche Szenen erleben wir wohl auch alle auf unseren Reisen

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • RAABENWEIB
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    • 9. Februar 2013 um 09:42
    • #2

    Ich fasse diesen Film in einen Satz zusammen:

    "Menschen, die die Armut anderer ausnutzen und Armut, die alles tut, um an Geld zu kommen."

  • Heike
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    • 9. Februar 2013 um 10:32
    • #3

    Treffender hättest Du das nicht ausdrücken können!

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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  • Online
    Petra
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    • 9. Februar 2013 um 10:47
    • #4

    Danke Heike für die Vorstellung des Films. Ja, so läuft es in in einigen Ländern ab, Frauen oder Männer suchen Liebe und bekommen das, was sie hier in der westlichen Welt nicht "so" einfach bekommen.
    Viele Grüße
    Petra

    Meine Reiseberichte im Web - meine Reisen um die Welt -
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  • Maxi
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    • 9. Februar 2013 um 13:52
    • #5

    Wir konnten an manchen Stellen echt lachen, weil die sich so dämlich aufführen und an anderen hätte man fast weinen können, wie erbarmungswürdig man um "Liebe" bettelt .
    Alles in allem hat er mir nicht sehr gefallen.
    für mich war der Schauplatz das wichtigste, weil ich genau in dem Hotel vor Jahren war.

    Darum weis ich auch ganz genau was echt war und was nicht dort war.
    Der Strand mit den Männern war nicht unserer. Pool - ohne die Trillerpfeife und Animation - Hotel, Meerkatzen, Bar o.k., Liegen in der Wiese auch noch aber unten im Sand ware nichts und schon gar nicht eine Schnur und dahinter die Boys.

    http://www.holidaycheck.at/hotel-Reiseinf…-hid_25279.html

    Ich muss aber auch noch dazu sagen, als wir dort waren gehörte es dem African Safari Club und es war das Beste 5* Hotel. Inzwischen gehört es jemand anderem, ist total umgebaut worden und so weis ich nicht wie es nun dort ist.
    wir waren damals sehr zufrieden dort - auch ohne Beachboys.
    Natürlich kamen aber auch Strandverkäufer mit ihren Sachen und Masai mit Schmuck zum Verkaufen und wenn man ins Wasser ging haben sie uns auch angesprochen wie eben überall.

  • Heike
    Mittlerer Forendino
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    • 9. Februar 2013 um 22:51
    • #6

    Maxi, ich denke dass auch viele überspitzt, also satirisch dargestellt ist, wie z.B. die Situation, wo die Touristen auf den Liegen am Strand liegen, und hinter einem Zaun dann die ganzen kenianischen Männer auf der Laufer -
    Es soll dann ja auch nicht Euer Hotel wiedergeben werden, sonder die Situation insgesamt.
    Und insoweit hat mir der Film schon gefallen, weil er es gut wiedergibt und einen Denkanstoß gibt

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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  • Jupp
    Schlauer Fuchs
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    • 10. Februar 2013 um 00:52
    • #7

    Wir haben den Film auch direkt nach dePremiere gesehen.
    Ich habe ihn anders empfunden.
    Die Protagonistin wünscht sich Liebe.... zuerst wird dargestellt, dass sie diese Liebe von der Tochter nicht bekommt.
    Sie fährt nach Kenia, da "es dort mit den Männern klappen soll".
    Sie bekommt Sex aber keine Liebe, probiert es bei weiteren Männern in Kenia und kommt zu dem gleichen Mißerfolg.
    Zusammenfassung: Gegen Geld wird man keine Liebe bekommen....

    Das ist eine Zusammenfassung aus meiner Sicht in seeehr knappen Worten.

    Unabhängig von diesem Film, der sehr gut dargestellt wurde und manchmal schon fast quälend war, kann man diese Situation auch auf Thailand übersetzen. Die Geschlechter sind dort nur ausgetauscht.
    Prostitution und alle Abarten davon sind immer mit Ausbeutung, Gewalt (subtil oder offen) und Betrug gepaart.
    Lieber vermeiden!!

  • Heike
    Mittlerer Forendino
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    • 10. Februar 2013 um 14:18
    • #8

    Jupp, auch Deine Zusammenfassung ist treffend. Natürlich war sie auf der Suche nach Liebe- aber ohne die Armutssituation, die die dortigen Männer bewegen sich an jede weiße Frau heranzumachen, die will - also Sonjas Zusammenfassung - wäre sie nicht genau dorthin gefahren. Und natürlich ist es in Thailand oder auf anderen asiatischen Ländern genauso, dort dann Männer, die Frauen suchen

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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  • Jupp
    Schlauer Fuchs
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    • 10. Februar 2013 um 15:16
    • #9

    Stimmt völlig!

  • Maxi
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    • 10. Februar 2013 um 16:41
    • #10

    Das war ja nur 1 Teil von einer Triologie.
    Hat jemand schon einen anderen Teil auch gesehen?
    Glaube und Hoffnung heißen die 2 anderen.

    Hoffnung startet erst im Mai seh ich gerade und Glaube handelt um eine Frau die sich Jesus verschrieben hat und mit Wander Muttergottes von Haus zu Haus zieht.

    Aber bei Hoffnung geht es um die Tochter von der Teresa die nach Kenia gefahren ist.
    Was die in der Zwischenzeit gemacht hat:
    Der dritte Film der Paradies-Trilogie, erzählt von Melanie, der 13jährigen Tochter Teresas. Während ihre Mutter nach Kenia fährt, verbringt die Teenagerin mit anderen Jugendlichen ihre Ferien in einem streng geführten Diätcamp am Wechselgebirge. Zwischen Sporterziehung und Ernährungsberatung, Polsterschlachten und ersten Zigaretten verliebt sie sich in einen um 40 Jahre älteren Arzt, dem Leiter des Camps. Sie liebt ihn mit der Ausschließlichkeit der ersten Liebe und will ihn in aller Unschuld verführen. Doch der Doktor kämpft gegen die Schuld dieser Liebe an, wissend um ihre Unmöglichkeit. Doch Melanie hat sich ihr Paradies anders vorgestellt.

    Einmal editiert, zuletzt von Maxi (10. Februar 2013 um 16:48)

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