Stimmt das? Mythen der Arbeit

  • Eben las ich folgenden Artikel bei Spiegel onlibe und frage mich, ist das so? Das wäre nämlich eigentlich gar nicht so schlecht, wenn ich das mal mit anderen Berufen vergleiche.


    In der Krankenpflege verdient man wenig - stimmt's?


    Fachkräfte in der Krankenpflege verdienen wenig, ist oft zu hören. Tatsächlich verdienen sie mehr als der Durchschnitt aller Beschäftigten, rechnet Arbeitsmarktforscher Joachim Möller vor.


    In einer alternden Gesellschaft wie der unseren werden Pflegekräfte immer wichtiger. Und schon heute fehlen hier Fachkräfte. Zwei Faktoren werden dabei meistens als maßgebliche Ursachen benannt: Die harten Arbeitsbedingungen, die tatsächlich häufig von Stress und Überlastung geprägt sind, und eine nicht ausreichende Bezahlung. Aber wie hoch ist diese eigentlich?


    Quelle und weiterlesen!


    Viele Grüße
    Petra

  • Vertraue nur der Statistik, die du selber gefälscht hast oder nach deinen Wünschen auslegst.

    In dem Artikel steht: "Tatsächlich verdienen sie mehr als der Durchschnitt aller Beschäftigten"

    Kann schon sein, aber bei den Beschäftigten ist auch die grosse Anzahl mit Mindestlohn dabei. Dann rutscht das alles nach unten.

    Zu den harten Arbeitsbedingungen gehört auch Schichtdienst dazu. Wer möchte oder kann bis 67 Schichtdienst machen?

    Mich ärgert das immer, wenn irgendwelche Lobbyisten Meinung machen.


    Dieser Herr Möller ist Direktor des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg und gehört zur Bundesagentur für Arbeit. Da weiß man ja, in welche Richtung es geht.



    X(

  • Leider kann ich diesen Spiegel-Artikel nicht lesen, da ich einen Add-Blocker benutze und diesen auch nicht ausser Kraft setzen will. Aber was ich in den wenigen Sekunden sehe, bis dieser Add-Blocker aktiv wird, reicht mir schon um "einen dicken Hals" zu bekommen.

    Wie Erhard schreibt, stimmen einfach die Vergleiche nicht. Ich kann doch nicht die Arbeit am Menschen, mit oft sehr verantwortungsvollen Aufgaben, vergleichen mit irgendeiner ((Aus)Hilfstätigkeit am Bau oder im Supermarkt, oder als Putzfrau.

    (Wobei sogar meine Putzfrau 15 Euro/Stunde bekommt).


    Natürlich müssen Krankenpfleger oder Altenhelfer u.a. von unseren Beiträgen bezahlt werden. Aber ich sehe nicht ein, dass gerade hier am untersten Ende gespart wird, damit am oberen Ende die Bosse noch mehr Bonusse und Gehaltserhöhungen bekommen.


    Aber leider ist das inzwischen überall in unserer Gesellschaft so, oben wir bezahlt, unten wird gespart. Ich frage mich nur, weshalb (und wie lange) sich diese unterbezahlten Menschen sich das noch bieten lassen. Nach meiner Meinung wäre schon längst eine Volks-Demonstration angesagt.

    Leider interessiert sich unsere Jugend für diese Themen nicht, zumindest nicht, solange sie nicht selbst betroffen sind (die Sozialhilfe deckt ja manches zu).



    So, jetzt habe ich mir wiedermal diesen ganzen Frust vom Herzen geschrieben.


    Beate

  • Manche Ansätze in dem Artikel sind ja ok wie zum Beispiel hier, denn es gibt wohl gravierende Unterschiede zwischen Altenpflegeberufe und Krankenpflegeberufe:


    Zitat

    Die Forderung, gerade die Pflegekräfte in der Altenpflege besser zu bezahlen als bisher, ist dennoch richtig - und dringender als in der Krankenpflege. Eine bessere Bezahlung kann auch helfen, die Personalengpässe in der Pflege zu reduzieren. Höhere Verdienste könnten die Tätigkeiten attraktiver machen und eine höhere Wertschätzung dieser ebenso anstrengenden wie gesellschaftlich wichtigen Berufe ausdrücken.


    Ich glaube auch nicht, dass es darum ging den Verdienst einer Krankenschwester mit dem Verdienst eines Hilfsarbeiters zu vergleichen, sondern es wurde herausgestellt, dass ein Verdienst von über 3.000 Euro inklusive aller Zulagen und Nachtzuschläge kein "Hungerlohn" ist. So habe ich den Artikel verstanden. Dass es noch genügend gibt, die wesentlich mehr verdienen, das ist eine andere Sache.


    Aber mal ehrlich, ich fände ein Bruttoverdienst von 3.239 € nicht so schlecht, bei 2 Arbeitenden wären das über 6.000 Euro monatlich. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umhöre, verdient das keiner.


    Ehrhard, Du hast natürlich Recht, was Statistiken betreffen, das habe ich aber einfach nicht so in die Waagschale gelegt.


    Viele Grüße
    Petra

  • So, Schicht ist vorüber, da werd ich jetzt mal kurz was dazu schreiben. ;)

    Was den Bruttoverdienst angeht, kommt das wohl hin, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen.

    Hier wird der Verdi-Tariflohn zitiert, das gilt nur noch für den öffentlichen Dienst. In Häusern die einen eigenen Hausvetrag mit den Mitarbeitern abschließen, ist es weniger. Dazu gehören kirchliche Einrichtungen, sowie alle Privaten, wie z.B. Asklepios oder Helios und wie sie noch so heißen. Durch die Privatisierung des Gesundheitssektors sind bei ALLEN Mitarbeitern, die dort beschäftigt sind, die Löhne gefallen.

    Der genannte Betrag betrifft auch nur die Funktionspflege, sprich Intensivstation oder operative Anästhesiepflege (da kommt das Geld durch die Bereitschaftsdienste) Eine Pflegekraft auf einer ganz normalen Station ist 2 Gehaltsgruppen tiefer eingestuft.


    Hier wird auch ein Durchschnittslohn angegeben, wo alle Zulagen schon drin enthalten sind. Durch den Schicht und Wochenenddienst kann man das auch gar nicht anders berechnen.


    Mal so zur Aufschlüsselung:

    Sonntag bekomme ich 4,78€ pro Stunde extra.

    Samstag sind es 0,64€ pro Stunde

    Nachtarbeit wird mit 2,87€ pro Stunde extra vergütet


    Wer meint, daß das ausreichend ist, kann sich gerne auf den Job bewerben, es werden ja überall Leute gesucht.

    Feiertage werden mit 135% vergütet, wenn man keinen Freizeitausgleich nimmt. Steuerfrei sind nur der 1. Mai und der 1. Weihnachtstag.

    Wenn man in letzter Zeit mal die Forderungen der Pflegenden verfolgt hat, ging es eigentlich weniger um das Gehalt, sondern um die Arbeitbedingungen. Die sind nun wirklich schlecht und die Patienten müssen das ausbaden. Das es durch den geringen Personalschlüssel auch gefährlich wird, ist wohl selbsterklärend. Genau diese Zustände sind eigentlich das, was es zu kritisieren gibt, aber da sind die Politiker taub auf beiden Ohren. :mmad

    Meine Freundin leitet ein Altenheim, dort verdient eine examinierte Vollzeitkraft 2600€ brutto inkl. aller Zulagen. Die "Ungelernten" werden knapp über dem Mindestlohn abgespeist. Schichtdienst müssen die aber trotzdem machen. :wwweinen

  • Da hast du recht, Angelika.

    Männe ist ja Flugzeugbauer. Über meine "Zulagen" lacht der nur. Der schleppt noch ein paar Kröten mehr nach Hause ohne Nachtschicht und ohne Akkordarbeit, wie meinereiner sie mittlerweile am Menschen verrichten muß.

    Fakt ist, daß im Gesundheitssystem eigentlich genug Geld vorhanden ist, es wird nur falsch verteilt. Alle Firmen, die irgendwas mit Medizin und deren Produkten zu tun haben, sind gut bepackte DAX Konzerne, die eigentlich auch gute Dividende ausschütten. Auf wessen Buckel wird das ausgetragen?

    Es muß sich auch etwas im Abrechnungswesen ändern. Der große Einbruch kam, als nicht mehr nach Liegetagen abgerechnet wurde, sondern statt dessen die Fallpauschalen eingeführt wurden. Ganz grob gesagt, bekommt das Haus nur noch einen festen Betrag für eine bestimmte Behandlung und muß dann zusehen, wie es mit diesem Betrag wirtschaftet.

    Überhaupt hat die "Gewinnmaxinmierung" nicht das Gesundheitswesen entlastet (auch nicht die Beitragszahler) sondern hat dazu geführt, daß kleine "unrentable" Krankenhäuser schließen mußten. Im Klartext heißt das häufig, daß in vielen Landstrichen nicht mal mehr eine Entbindungs/Wöchnerinnenstation existiert. Wo sollen die Leute denn nun hin? Einfache Versorgung, eine kleine Ambulanz für das nötigste... alles nicht mehr da.

  • Das sieht dann ja schon anders aus. In der Reisebranche wird aber noch schlechter bezahlt. Wer im Reisebüroarbeitet kommt selten auf über 2.300 brutto, es sei denn man ist Leiter/in oder selbständig.


    Angelika, gibt es denn noch so viele gut bezahlte Stellen in der Industrie? Vielleich in den Großstädten, hier auf dem Lande kann man froh sein, wenn man eine Stelle hat, egal was. Gute bezahlt wird hier nichts. Die großen Firmen gibt es nicht mehr. Es gab hier mal Kabelmetall, Faurecia, Bosch, Coca Cola und wie sie alle heißen. Die sind alle weg. Über Zeitarbeit bekommt man auch hier noch Arbeit, aber die zahlen Hungerlöhne. Das hat ja Beate auch gerade erst erfahren.


    Im Landkreis Schaumburg wurden Ende des Jahres 3 Kliniken geschlossen, in Bückeburg, Rinteln und Stadthagen. Dafür hat man ein neues Krankenhaus rund 5 km von uns entfernt auf der grünen Wiese gebaut mit 400 Betten und erwartet jährlich 20.000 Menschen, die stationär betreut werden sollen. Ob ich da jemals hingehen werde, ich weiß es noch nicht.

  • Wenn du medizinische Hilfe brauchst, wirst du dort wohl Einchecken müssen. ;)

    Sei froh, daß die Klinik dann nur 5km von deinem Wohort entfernt ist.

    Generell sieht es auf dem Land eher schlecht aus mit Beschäftigung, da auch vieles dichtgemacht wird. In der Stadt sind die Möglichkeiten besser. Als ich mein Examen bestanden hatte, war Krankenpflege kein gut bezahlter Beruf. Über die Jahre hinweg gab es dann gehaltstechnisch einen „ Aufstieg“ da viele andere Berufe herabgestuft wurden. Vor allem die Leiharbeit hat bei vielen Arbeitnehmern zu einem Gehaltsknick geführt. Die Pflege blieb davon lange unangetastet, zumindest im öffentlichen Dienst. Erst mit der Privatisierung wurde dann auch das Gehaltsgefüge nach unten angepasst. Es ist tatsächlich so, daß es kaum Nachwuchs in dieser Sparte gibt, da die wenigsten zu diesen Bedingungen arbeiten möchten. Man darf es den jungen Menschen nicht übel nehmen. Es gibt bessere Alternativen.

  • Altenpflegehelfer 11,25 Brutto, 26 Urlaubstage bei 40 Std. Woche
    Über Zeitarbeit 10,35 Brutto 24 Urlaubstage
    Job im Casino 9,00 Euro Brutto , 24 Urlaubstage

    Bei Reiff Medien wird 12 Euro Brutto bei 37,5 Std und 28 Urlaubstagen bezahlt, alles ohne Schichtzulagen, die auch unterschiedlich ausfallen.

    Reich wird da niemand und alleine eine Familie unterhalten ist auch fast nicht drin

  • Da wird es dann m.M.n. sittenwiedrig. Wie soll man in der heutigen Zeit damit über die Runden kommen?

    An eine Familie ist da überhaupt nicht dran zu denken. In Ballungsgebieten die Miete zahlen? Wie soll das gehen...

    Sowas geht mit gelernten Pflegekräften zum Glück nicht, da der Markt leergefegt ist. Man kann sich die Stellen bundesweit fast aussuchen. Glück haben die Arbeitgeber, die Tariflohn zahlen und Gegenden, wo nebenbei auch die Lebenshaltungskosten einigermaßen bezahlbar sind. Das Problem an der Sache ist nur, daß die Krankenhäuser bei Personalnotstand keine Betten sperren, sondern weiter munter drauflos wirtschaften, damit die Kasse stimmt. Dann kommt bei großen Häusern noch der Grundversorgungsauftrag dazu. Da kann man nicht sperren, sonst bleiben die Patienten auf der Strasse liegen.

  • Von einer großen Klinik in Hannover habe ich gehört, dass sie keine Intensivpatienten aufnehmen können, weil kein Personal da ist. (das ist jetzt nicht akut, sondern schon etwas zurück) Da wurden Abteilungen zeitweise geschlossen, was richtig Wirbel auslöste.


    kiki, solange ich nicht mit Krankenwagen abgeholt werde, kann ich mir das Krankenhaus aussuchen, wohin ich will. Daher war ich bisher immer in Minden (über 20 km) und nicht in Stadthagen (6 km) oder Bückeburg (7km) von meinem Wohnort entfernt. Nur mit Krankenwagen werde ich ins nächst gelegene gebracht und diese Erfahrung hätte ich lieber nie gemacht.


    Heute steht bei uns die öffentliche Aussage eines Prokuristen in der Zeitung, es geht im ein Maschinenbauunternehmen: Wir sehen uns leider gezwungen, die Fertigungskapazitäten zunehmend auch in lohnkostenoptimierte Länder zu verlagern.

    Prekär ist, der Betriebsrat wurde wohl nicht darüber informiert.


    Das was Beate schreibt, das sind auch meiner Erfahrungen, was ich hier so im Lande höre, was so auf dem Arbeitsmarkt bezahlt wird. Daher überlegen natürlich viele lieber überhaupt nicht zu arbeiten und ziehen Hartz IV zu leben. Wer natürlich eine "gehobene" Ausbildung hat, hat es immer einfacher, obwohl es bei uns in Obernkirchen (3 km) entfernt zur Zeit 10 offene Arztstellen gibt. Aber wer will schon auf´s Land. Hier ist der Verdienst eben nicht so gut und die Infrastruktur und und und...

  • Um von HartzIV leben zu "dürfen" müssen aber ein paar Voraussetzungen stimmen. So einfach ist das nicht. Wenn erst einmal das ersparte verbraucht oder das Wohneigentum verscherbelt werden muß, suchen sich die Leute eher noch einen Job, egal wie prekär dann die Lage ist. Sowas sind Steilvorlagen für jeden Arbeitsvermittler.

  • Das ist richtig, wer Wohneigentum sein eigen nennt und Privatvermögen hat, der ist kein Kandidat für Hartz IV. Ich dachte eher an die jüngere Generation, die sich noch kein Haus leisten konnten und auch kein Privatvermögen angescheffelt hat.

  • Das wird heutzutage bei dem derzeitigen Lohngefüge auch immer weiter aus der Lebensplanung verschwinden. Flexibilität ist gefragt und wer nur über einen Arbeitsvermittler Fuß fassen kann, hat da oft verloren. Ebenso die Beschäftigungsverhältnisse, wie Beate sie beschreibt.

    Bei uns wurde in der Jahresabrechnung bemängelt, daß die Personalkosten wieder gestiegen sind. Zum Teil liegt es auch daran, daß auf Leiharbeit zurück gegriffen wurde um "Spitzenzeiten" abzumildern. Diese Mitarbeiter sind in der Pflege allerdings teuer, das lassen sich die Vermittler fast vergolden.

    Es ist aber nun mal Tatsache, daß in vielen Dienstleistungsberufen die Personalkosten der größte Kostenfaktor sind. Sonst wären es ja keine Dienstleister. Es gibt keine Roboter, die sowas ersetzen können, ebenso kann man viele Dinge nicht einfach aussitzen oder "outsourcen".

    Der Pflegeberuf hat in der Gesellschaft im Allgemeinen einen hohen Stellenwert. Man bekommt schon sehr viel Verständnis und Zuspruch für das was man so tagtäglich abarbeiten muß. Bei vielen anderen Berufsgruppen bleibt dies auf der Strecke, obwohl die ebenso unter Druck stehen.

    Allerdings ist die Pflege schlecht organisiert, wenn es darum geht, ihre Forderungen durchzusetzen. Streik geht in vielen Bereichen nicht, im Moment ist der Fachkräftemangel in diesem Bereich der größte Pluspunkt um mal auf gewisse Zustände hinzuweisen. Ob sich da auf Dauer was ändert, bleibt abzuwarten.

    Beim jetzigen Arbeitsaufwand weiß ich nicht, wie ich die Schichtarbeit bis 67 durchhalten soll. ;(


    Nachtrag, falls es jemanden interessiert

    Als ich auf Intensiv angefangen bin, waren wir zu fünft bei 10 Patienten.

    Der heutige Personalschlüssel hält eine Mindestbesetzung von 8 Pflegekräften bei 22 Patienten für ausreichend. Das ist in den meisten Kliniken deutschlandweit Standard.

  • Es wird auch im Pflegebereich so kommen, dass es mehr und mehr ausländische Arbeitnehmer gibt, die einspringen werden. Für viele Europäer aus anderen Ländern ist es lukrativ, hier in Deutschland zu arbeiten. Da ist ja auch so ein Punkt.

  • ........Beim jetzigen Arbeitsaufwand weiß ich nicht, wie ich die Schichtarbeit bis 67 durchhalten soll. ;(


    Frag doch den schlauen Professor, der wird dir sagen, dass man dies von dir verlangen kann, weil du mehr verdienst als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Wie kann man auch nur so fragen. :KKopffass2


    Mit den ausländische Arbeitnehmern ist es so, dass wir die schon längst haben. Ohne die, ginge es schon lange nicht mehr. Zumindest hier in Bayern.



    ;)

  • Ich glaube nicht, dass man als Schichtarbeiter bis 67 durchhalten kann, das ist bei den körperlich arbeitenden Menschen auf dem Bau genauso. Das hält keiner durch. Dann muss man leider mit Abschlägen vorher gehen. Also Rentenkürzung! Dann kann man sich mit Putzstellen später die Rente wieder etwas aufbessern. ;-)

  • Erhard das ist nicht nur in Bayern so. In meiner Abteilung habe ich 8 Nationalitäten. Über den Lohn werde ich nicht reden, es ist etwas höher als der Mindestlohn und ab Ostern gibt es für die Zimmermädchen eine Gehaltserhöhung. Man sagt zwar immer die bekommen Trinkgeld, das hat sich aber mit den Jahren auch schon sehr geändert. Ich muss aber sagen das wir ein sehr soziales Arbeitsklima haben.

    Ich habe eine Schulfreundin der ihr Sohn ist bei VW, er kam im vergangenen Jahr aus China zurück und ist im IT Bereich für VW in Berlin. Wenn ich dem sein Gehalt mit dem einer Krankenschwester oder Pflegekraft oder Maurer vergleiche, überlege ich was das rechtfertigt und warum da keiner was macht.

    In der Bevölkerung hat der Bereich einen hohen Stellenwert Kiki, aber wir können nichts daran ändern das sich eure Arbeitsbedingungen verbessern.

    Euer Personalschlüssel ist schon arg grenzwertig.

    Bis 67 können viele Berufsgruppen nicht durchhalten. Mit der Rentenkürzung muss man dann aber erstmal leben können. Ich hoffe ich schaffe es bis 66 und 4 Monate und muss dann nicht mehr arbeiten gehen.

    Liebst du das Leben?<br />Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.<br />(Benjamin Franklin)