Live aus Lissabon - zwischen den Jahren 2025

  • Hallo aus Lissabon,

    seit gestern sind wir mit unserer Enkeltochter hier in der schönen Stadt am Tejo. Nur 3 volle Tage werden wir uns wieder umschauen, also kurz und knackig. Genau vor 20 Jahren waren wir schon einmal mit ihr hier. Daher kann sie sich natürlich nicht mehr an diese Reise erinnern.

    Hier ein paar erste Eindrücke von Lissabon. Der Himmel war strahlend blau bei einer sehr angenehmen Winter-Temperatur von 15 Grad. Ich werde ber noch ausfürhrlich von Anfang an berichten.

    Viele Grüße
    Petra

    Damit der Bericht zusammenhängend bleibt, schließe ich hier und richte ich einen --> Kommentar-Thread ein. :)

  • Hinreise mit leichten Hindernissen ;)

    Unsere Anreise hatte es wieder in sich. Pünktlich waren wir am Flughafen, gingen durch die Kontrollen und wunderten uns über die angezeigten Verspätungen. Am Abend zuvor gabe s Drohnenalarm, viele Flüge wurden umgeleitet und konnten nicht in Hannover landen. Somit fehlten natürlich auch die Maschinen hier vor Ort.

    Ursprünglich hatten wir über KLM eine Verbindung über Amsterdam gebucht, aber auch dieser Flug wurde gestrichen. Daher flogen wir nun erst nach Paris. Gut, dass wir nur Handgepäck mithatten, denn wir konnten erst mit viel Verspätung abfliegen. Vorher musste auch noch unser Flugzeug enteist werden.

    Angekommen in Paris erwarteten uns lange Wege und eine Busfahrt zum anderen Terminal. Auch die Anschlussmaschine nach Lissabon sollte nicht pünktlich rausgehen. Im Lissabon gab es starke Winde, am Nebengatestand noch eine Mschine, die ursprünglich schon vor 4 Stunden starten sollte.

    Wir hatten uns genügend Proviant für die Flüge mitgenommen, wurden aber positiv überrascht. Selbst auf dem kurzen Flug nach Paris gab es ein vegetarisches Brot, ebenso auf dem Weiterflug. Wir gönnten uns dazu ein Glas Rotwein.

    Mit der Metro fuhren wir in die Stadt, einmal mussten wir die Linie wechseln, aber wir waren ja schon oft da und daher war das kein Problem. Nachdem wir uns aufladbare Tickets gekauft haben, erfuhren wir, dass zur Zeit kein Zug fährt, es gab einen Vorfall.

  • Ankunft im Hotel Mundial und erster Rundgang

    Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr nach Lissbon fliegen. Nur leider hatte ich das Hotel nicht für 2024 gebucht sondern für 2025. Als ich den Fehler bemerkte, war das Hotel nicht mehr buchbar und wir bekamen auch keine Flüge. Daher sind wir im letzten Jahr auf Bologna ausgewichen.

    Die Zimmerbuchung habe ich einfach nicht gestrichen.

    Das Hotel Mundial liegt sehr zentral am Rossio, wir haben ein großes Zimmer und sind zufrieden. Als Begrüßung gab es 3 Pasteis de Nata, eine kleine Flasche Wein und eine große Flasche Wasser.

    Wir suchten uns ein Restuarnat und aßen eine leckere Pizza, denn der Hunger war doch groß. Auf dem Rückweg ins Hotel wurden wir von Marathon-Läufern überrascht, die bei Wind und Regen ihre Runden drehten. Ja stimmt, es goß nämlich in Strömen, aber immerhin war es warmer Regen und wir hatten zwei Regenschirme mit.

    Uns konnte eh nichts mehr erschüttern. Wir und viele andere Touristen auch, durften nicht auf die andere Straßenseite wechseln, die Polizisten blieben unbestechlich. So harrten wir aus.

    Das war die unglaubliche Anreise, aber immerhin sind wir angekommen. Wir nehmen eh alles mit Humor. <3

    Viele Grüße
    Petra

  • Spaziergang zum Praça do Comércio und weiter nach Belém

    Das Frühstück im Hotel ist sehr reichhaltig. Da es ein großes Hotel ist, muss man Zeiten für das Frühstück buchen. So bekommt man innerhalb von wenigen Minuten einen Tisch zugewiesen. Begehrt sind die Plätze am Fenster mit traumhafter Aussicht, denn das Restaurant liegt in der 8 Etage.

    Wir schauten auch kurz auf die Dachterrasse im 9. Stockwerk, aber es hat natürlich im Winter nur am frühen Abend geöffnet und es gibt auch einen casualen-chicen Dresscode ohne Shorts und Flipflops. (wobei wir weder das eine noch das andere mithatten.)

    Wir wollten unbedingt das Kloster Hieronymus besichtigen. Wir sind jetzt schon zum 6. Mal in Lissabon, aber bisher hatten wir das noch nicht geschafft. Es gibt Zeitfenster für die Besichtigung, ab 65 Jahren bekommt man Ermäßigung, ebenso wie auch Studenten. Online konnte ich uns Senioren zwar buchen aber nicht Jenni zu ihrem Studententarif. Um 15:30 h gab es allerdings noch über 300 freie Plätze, daher buchten wir nicht, was sich im Nachhinein als Fehlöer herausstellte.

    Das Wetter war herrlich, die Sonne schien und der strahlend blaue Himmel war einladend. So entschieden wir, zu Fuß bis zum Praça do Comércio zu laufen.

  • Es ist Sonntag und dementsprechend ist Lissabon voll. Jeder möchte das schöne Wetter genießen. Wir bleiben eine Weile auf dem großen Platz am Tejo und mischten uns unter die Besucher. Zu meiner Freude spielte und sang einer der Künstler das Lied von den Scorpions: Wind of Change und hat sich damit einen Obolus verdient. :thumbup:

  • Weiter liefen wir bis zum Cais do Sodre und nahmen von dort die Straßenbahn bis Bélem, Haltestelle vor dem Kloster Hieronymus. Da gab es dann einen Enttäuschung für uns.

    Alle Karten waren verkauft!

    Nicht zu ändern, wir erfuhren auch, dass Studenten nur bis 24 eine Ermäßigung bekommen. Hätte ich das alles vorher gewusst... hätte, hägtte, Fahrradkette.

    An Ort und stelle wollte ich nun online, die Karten bestellen, Montag ist das Kloster geschlossen, also dann für Dienstag. Ich buchte sie, bezahlte per Paypal, aber bekam keine Bestätigung. Schluss, damit wollte ich mich nicht weiter beschäftigen, das mache ich dann im Hotel. Es standen nämlich wieder über 300 Karten zur Verfügung.

    In Belém gibt es ja noch mehr zu sehen. Wir schlenderten also weiter und kamen zum Denkmal für die portugiesischen Seefahrer und Entdecker (Padrão dos Descobrimentos)

    Nun hatten wir Zeit und kauften uns Tickets für das Denkmal. Gut ist, es fährt ein Fahrstuhl fast ganz hinauf. Von oben hat man dann eine schöne Aussicht.

    Es gibt auch eine Ausstellung im unteren Teil des Gebäudes und zwar: O Milagre da Sardinha – Memórias e Mistérios de um Ícone Nacional . Sie zeigt die kulturelle, wirtschaftliche und symbolische Bedeutung der Sardine für Portugal und beleuchtet die Geschichte der Fischerei, die Rolle der Sardine in der Popkultur und ihre Präsenz in Kunst, Werbung und Volksfesten. Mit historischen Objekten, Illustrationen und interaktiven Elementen wird die Sardine als nationales Kulturgut gefeiert.

    Die Ausstellung endete allerdings am 30.12.

    Wir gingen weiter bis zum Torre de Belém. Auch diesen hatten wir bisher nicht besichtigt. Jetzt war er aber eingerüstet und gesperrt. Das Heißt, Zeit für einen Cappuccino, heißen Kakao mit Sahne für Jenni und natürlich für ein Pateis de Nata.

    Tja, hier gab es dann eine kleine Komplikation, denn irgendetwas im Kakao muss ganz einfach schlecht gewesen sein, aber davon erzähle ich mal nichts, nur so viel, Jenni ging auf einmal es sehr, sehr schlecht.

    Wir gingen und fuhren dann in Etappen zurück ins Hotel. Die Tickets für das Kloster habe ich nicht mehr bestellt. Wir sind sicher nicht das letzte mal dort und wer weiß, vielleicht geht es ihr am Dienstag wieder besser.

  • Lissabon 29.12.2025

    Für Jenni fiel das Frühstück aus, wir besorgten ihr Kamillentee, Bananen, Zwieback und Tabletten aus der Apotheke. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann doch auf den Weg, das Wetter war wieder super sonnig und trocken. Außerdem hatte ich noch eine Überraschung gebucht.

  • Unsere Schnitzeljagd durch Lissabon

    Als kleine Überraschung habe ich für uns drei eine Schnitzeljagd durch die Stadt gebucht Und genau das war sie: eine richtig schöne Überraschung, die uns allen viel Spaß gemacht hat. Die Tour führte uns zu insgesamt zehn Stationen quer durch die Stadt.. Perfekt, um Lissabon entspannt und spielerisch zu entdecken.

    Jeder hatte das Spiel als App auf dem Smartphone geladen und so ging es vom Startpunkt aus durch Gassen, über Plätze und Aussichtspunkte durch die Stadt kreuz und quer.

    Jede Station brachte ein neues Rätsel, kleine Infos zur Geschichte und immer wieder schöne Fotomotive. Für uns war es ein Abenteuer, denn wir haben Ecken entdeckt, an denen wir sonst einfach vorbeigelaufen wären.

    Ich gehe später noch auf jede der zehn Stationen einzeln ein und zeige natürlich auch die viele Bilder dazu. Für uns war es eine wunderbare Art, Lissabon aus einer anderen Perspektive zu erleben und gemeinsam Erinnerungen zu sammeln.

  • Nachdem wir nun endlich wieder ans Netz angeschlossen sind, geht es weiter mit meinem Lissabon‑Bericht. Die Schnitzeljagd begann am Rossio, dem Praça de D. Pedro IV. Dort mussten wir unser erstes Rätsel lösen und bekamen jeweils Punkte für die richtige Antwort. Leicht war es nicht immer – jeder spielte für sich, aber zusammen waren wir trotzdem ein Team.

    Das Spiel machte richtig Laune. Zu Beginn sollten wir uns einen Beruf aussuchen: Friedrich war der Architekt, ich übernahm die Rolle der Fotografin und Jenni war die Detektivin. Was wir nicht wussten: In jeder Runde gab es spezielle Fragen, die genau das Fachgebiet desjenigen betrafen, dessen Beruf man gewählt hatte. Vieles war einfach, aber manchmal war echtes Fachwissen gefragt – und das war ganz schön kniffelig.

    Ich verrate schon mal: Nur einer von uns bekam einmal keine Zusatzpunkte. }c

    Zusätzlich gab es für jede erfolgreich absolvierte Zusatzaufgabe Extra‑Punkte. Da hieß es dann für mich als Fotografin zum Beispiel: Mach ein Bild von einem roten Auto. Jenni musste tatsächlich ein Autokennzeichen mit der Zahl 67 finden, weil ein Dieb angeblich genau dieses benutzt hatte. Und Friedrich bekam die Aufgabe, ein Haus mit fünf Fenstern aufzuspüren.

    Der eigentliche Knaller war jedoch eine musikalische Aufgabe: Wir sollten gemeinsam das Lied „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen anstimmen. Das sorgte für reichlich Gelächter und neugierige Blicke der Passanten.

    Vom Rossio aus ging es dann viele Treppen hinauf. Zwischendurch brauchte ich immer mal wieder eine kleine Pause, ehe wir schließlich an der Kirche von São Roque ankamen. Auch dort erwartete uns wieder ein Rätsel. Dieses war allerdings recht einfach, denn wir waren schon öfter genau an diesem Platz gewesen.

    Übrigens. es lohnt sich, mal einen Blick ins Innere der Kirche werfen. Sie hat das große Feuer von 1755 unbeschadet überstanden

    Hier geht es zum Kommentar-Thread zum Reisebericht Live aus Lissabon 2025

  • Das nächste Ziel im Spiel trug den Titel „Hoch hinaus“. Wir wurden zum Miradouro de São Pedro de Alcântara navigiert. Dieser schöne Platz steht bei jedem unserer Besuche ganz oben auf der Da‑müssen‑wir‑wieder‑hin‑Liste. Der Ausblick über die Stadt ist einfach großartig. Jetzt zwischen den Jahren waren hier außerdem jede Menge weihnachtlich geschmückte Buden aufgebaut, was dem Ganzen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre verlieh.

    Unsere Aufgabe an diesem Ort bestand darin, die Stelle zu finden, an der das gezeigte Bild aufgenommen worden war. Und natürlich warteten auch hier wieder einige Sonderaufgaben auf uns.

    Bild 2: Hier fuhr bis zu dem schrecklichen Unglück im letzten Jahr die Standseilbahn Elevador da Glória. Seitdem ist der Betrieb bis auf Weiteres eingestellt.

    Wir machen uns wieder auf den Weg – nun liegt ein ordentliches Stück vor uns.

  • Nun erreichten wir den Praça da Alegria (Jardim Alfredo Keil). Hier war ich tatsächlich noch nie. Es ist ein kleiner, sehr hübscher Park mit exotischen Pflanzen und alten Bäumen. Auf dem Boden sind die Namen bedeutender portugiesischer Persönlichkeiten zu sehen, was dem Ort etwas Besonderes verleiht.

    Unsere Aufgabe bestand darin, verschiedene Büsten zu finden, die uns weitere Hinweise lieferten. Schritt für Schritt kamen wir der Lösung näher – und am Ende konnten wir auch hier unsere Punkte einheimsen.


  • Langsam begann es zu dämmern, aber wir wollten unbedingt noch ein weiteres Rätsel lösen. Also suchten wir uns eine Station aus, die in der Nähe lag. Bei dieser Tour gibt es nämlich keine feste Reihenfolge – man kann die zehn Punkte ganz nach Lust und Laune ansteuern.

    So erreichten wir das Memorial Dr. Sousa Martins. Rund um die Statue liegen unzählige kleine Danksagungen, denn dieser Arzt hat sich zu seiner Zeit besonders um die Behandlung der Tuberkulose verdient gemacht. Die Atmosphäre war in der einsetzenden Dunkelheit fast ein wenig mystisch. Unser Rätsel lösten wir schließlich im Schein unserer Taschenlampe – und freuten uns, dass wir auch diese Aufgabe noch erfolgreich abhaken konnten.

    Nun hieß es aber wirklich: ab ins Hotel. Jenni hatte tapfer durchgehalten, doch außer trockenem Brot und Tee hatte sie auf nichts anderes Appetit. Also bestellten wir uns etwas über den Room‑Service, denn wir wollten sie natürlich nicht alleine lassen.

    Trotz allem haben wir das Beste aus dem Tag gemacht – und ja, es hat uns gefallen. Die Schnitzeljagd war eine wunderbare Art, Lissabon einmal ganz anders zu erleben, und selbst mit kleinen Hindernissen blieb es ein schöner, gemeinsamer Tag.

  • Unsere Schnitzeljagd durch Lissabon - Tei 2

    Am nächsten Morgen ging es Jenni zum Glück schon etwas besser. Wir ließen den Tag bewusst ruhig beginnen: ein langes, gemütliches Frühstück, eine kleine Spielrunde – und erst gegen Mittag machten wir uns auf zur nächsten Etappe unserer Schnitzeljagd durch Lissabon.

    Der Weg führte uns zum Geburtsort des heiligen Antonius von Padua, dem Schutzpatron der Stadt. Für mich war dieser Ort ein besonderer Moment, denn meine Mutter war oft in Padua und hat den heiligen Antonius sehr verehrt. Erst hier verstand ich den Zusammenhang: Antonius stammt eigentlich aus Lissabon, war auf dem Weg nach Padua und verstarb unterwegs – daher trägt er heute den Namen Antonius von Padua. Und natürlich kennt man ihn auch als den Heiligen, der beim Wiederfinden verlorener Dinge helfen soll.

    Unser Rätsel an dieser Station war knifflig, aber mit ein paar Überlegungen und Ausschlüssen – ganz wie bei „Wer wird Millionär“ – hatten wir die Lösung schließlich gefunden. Danach war Zeit für einen kurzen Blick in die Kirche. Wir zündeten eine Kerze an und genossen die stille Atmosphäre.

    Vor der Kirche steht eine Statue des heiligen Antonius, und wie so oft in Lissabon gibt es auch hier eine kleine Legende. Wer eine Münze wirft und es schafft, sie auf dem Buch zu platzieren, das Antonius in den Händen hält, dessen Wunsch soll in Erfüllung gehen. Ich sah allerdings kaum eine Chance, dieses Ziel zu treffen – das Buch war einfach viel zu hoch.

  • Ganz in der Nähe lag die Kathedrale Sé, und wir nutzten die Gelegenheit, uns Tickets für das komplette Programm zu holen. Besonders beeindruckt hat uns die Schatzkammer, in der zahlreiche Exponate aus vielen Jahrhunderten ausgestellt sind. Darunter befinden sich kostbare liturgische Gewänder, kunstvoll gearbeitete Kelche und Reliquiare sowie historische Stücke, die die lange Geschichte der Kathedrale widerspiegeln. Die Sé ist schließlich die älteste Kirche Lissabons, erbaut im 12. Jahrhundert und über 800 Jahre lang Zeugin von Erdbeben, Umbauten und politischen Umbrüchen.

    Von der oberen Etage aus bot sich uns ein fantastischer Blick: Die Brücke des 25. April und die Cristo‑Rei‑Statue ragten aus einer dichten Nebeldecke hervor. Diese Mischung aus Licht, Höhe und Nebel verlieh der ganzen Szene eine fast mystische Stimmung — als würde die Stadt für einen Moment den Atem anhalten.

    Nachdem Jenni sich wirklich jedes Exponat in Ruhe angeschaut hatte, gingen wir weiter in das Innere der Kirche. Dort blieb mein Blick sofort an der wunderschönen Rosette hängen, die hoch oben in der Westfassade sitzt. Das farbige Licht, das durch die Glasflächen fiel, verlieh dem Raum eine stille, feierliche Atmosphäre.

  • Nach unserer Besichtigung legten wir erst einmal eine kleine Kaffeepause ein. Das Wetter war mild und klar, und wie so oft in Lissabon konnte man selbst im Winter wunderbar draußen sitzen. Gut gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Kirche Nossa Senhora da Conceição Velha, die mit ihrem prächtigen manuelinischen Portal sofort ins Auge fällt. Dort wartete das nächste Rätsel auf uns – ein bisschen knobeln, ein bisschen rechnen, und wir hatten es gelöst.

    Anschließend ging es wieder treppauf und treppab durch die Gassen, bis wir schließlich den Praça do Comércio erreichten, wo schon die nächste Aufgabe auf uns wartete. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Zusatzaufgaben, die richtig Spaß machten und unsere Schnitzeljagd noch abwechslungsreicher machten.

  • Unsere Schnitzeljagd durch Lissabon – Abschluss und Ende der Reise

    8 Rätsel hatten wir bereits erfolgreich gelöst, zwei standen noch aus. Irgendwo unterwegs muss uns allerdings ein kleiner Fehler passiert sein, denn eigentlich hätten wir sowohl am Praça de Luís de Camões als auch am Miradouro de Santa Luzia eine Aufgabe lösen müssen. Offenbar haben wir da etwas übersehen.

    Zuerst machten wir uns auf den Weg zum Praça de Luís de Camões. Für uns war das völliges Neuland, denn dort waren wir bisher noch nie. Der Platz liegt zwischen Chiado und Bairro Alto und wirkt wie ein lebendiger Treffpunkt, umgeben von schönen alten Gebäuden. In der Mitte steht die Statue des Dichters Luís de Camões, der in Portugal eine große kulturelle Bedeutung hat. Unser Rätsel dort lösten wir ohne Probleme.

    Danach stand die Entscheidung an: aufgeben oder weitermachen. Natürlich gaben wir nicht auf. Für die letzte Station nahmen wir bequem die Tram.

    Am Miradouro de Santa Luzia, meinem absoluten Lieblingsplatz in Lissabon, kamen wir genau zur Abendstimmung an. Normalerweise genießen wir dort den Blick über den Tejo bei einem Glas Wein, aber diesmal waren wir auf der Suche nach den Azulejos, um das letzte Rätsel zu lösen. Der Blick über den Fluss war wie immer wunderschön, und wir ließen die Atmosphäre kurz auf uns wirken, bevor wir den Rückweg antraten.

    Fürs Abendessen hatten wir die Idee, spontan im Hard Rock Café einzukehren – aber ohne Reservierung keine Chance. Immerhin bekam Jenni einen neuen Pulli, und wir fanden ein anderes Lokal, in dem wir den Tag ausklingen ließen.

    Zurück im Hotel fiel Jenni sofort ins Bett, sie war wohl doch noch nicht ganz fit. Wir packten noch unsere Koffer, denn am nächsten Tag ging es zurück nach Hause.
    Über die kleine Katastrophe auf der Rückreise habe ich ja schon im Kommentar-Thread berichtet.

    Fünf Minuten vor Mitternacht waren wir wieder zu Hause und konnten das neue Jahr begrüßen.

    Viele Grüße
    Petra

    PS: Die Foren-Postkarte haben wir in der ganzen Aufregung vergessen. Karte und Briefmarke sind jetzt mit uns in Deutschland – aber im Sommer sind wir ja wieder in Lissabon, dann hole ich das nach.

    Ende

  • Jetzt darf man doch auch hier hereinschreiben? SO vielen schöne Bilder - mir wurde richtig warm ums Herz. Ich mag Lissabon sehr und habe richtig Lust bekommen noch einmal hinzureisen - ob Jan aber die Treppen noch schafft erscheint mir gerade fraglich. Das mit den ganzen Fragen finde ich sehr spannend. Danke fürs Mitnehmen!

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

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