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  1. Forum von petra-kaiser.de
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Stimmt das? Mythen der Arbeit

  • Petra
  • 30. Januar 2018 um 16:04
  • angelika
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    • 31. Januar 2018 um 20:30
    • #21
    Zitat von Petra

    Das sieht dann ja schon anders aus. In der Reisebranche wird aber noch schlechter bezahlt. Wer im Reisebüroarbeitet kommt selten auf über 2.300 brutto, es sei denn man ist Leiter/in oder selbständig.

    Angelika, gibt es denn noch so viele gut bezahlte Stellen in der Industrie? Vielleich in den Großstädten, hier auf dem Lande kann man froh sein, wenn man eine Stelle hat, egal was. Gute bezahlt wird hier nichts. Die großen Firmen gibt es nicht mehr. Es gab hier mal Kabelmetall, Faurecia, Bosch, Coca Cola und wie sie alle heißen. Die sind alle weg. Über Zeitarbeit bekommt man auch hier noch Arbeit, aber die zahlen Hungerlöhne. Das hat ja Beate auch gerade erst erfahren.

    Petra, ja - derzeit kann sich ein Facharbeiter eine goldene Nase verdienen! Es werden händeringend Kräfte gesucht.

    Und ein Einstiegsgehalt direkt nach einem Abschluss an einer FH von 60. p.a. lockt keinen Ing. mehr, trotz

    30 Tage Urlaub, Sonderurlaubstage, 35-h-Woche, Schichtzulagen etc.


    Und ob es die Rente mit 67 und x-%-Abschlägen gibt oder mit 75 und y-%: Politisch ist es nicht erwünscht, so lange zu arbeiten.

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    Petra
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    petra.kaiser.35
    • 31. Januar 2018 um 20:51
    • #22

    Wow, das sind aber Angebote, das ist wirklich nicht zu verstehen, dass sich keiner darauf meldet.

    Hier gibt es ja die Industrie nicht so Nord-Süd-Gefälle ... Leider wollen auch Nordlichter nicht so ohne Weiteres in den Süden ziehen.

    Diese Fachleute gehören aber sicher nicht in die unteren 50% ...

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  • kiki
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    • 31. Januar 2018 um 23:00
    • #23

    Ich weiß, daß man nicht bis 67 arbeiten soll, die Rentenabschläge werden einen aber dazu zwingen. Ich kann mir keinen Abschlag leisten, muß ja schließlich Miete zahlen und was essen. ich bekomme zwar einen Obolus von der VBL, weil öffentlicher Dienst, das reißt es aber nicht raus. Wird schon knapp im Alter....

    Was den Süden angeht, da wollen die Nordlichter nicht gerne hin, weil die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind. Gilt übrigens auch für Hamburg.

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    Petra
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    petra.kaiser.35
    • 31. Januar 2018 um 23:42
    • #24

    Sei froh kiki, Du bekommst wenigstens Rente, die Selbständigen haben es da schwerer.

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  • angelika
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    • 31. Januar 2018 um 23:51
    • #25

    Das stimmt! Und mit Rürup hab ich absolut ins Klo gelangt!

  • kiki
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    • 31. Januar 2018 um 23:57
    • #26

    Wir sollten damals ja alle "riestern". Hab die Finger davon gelassen, war auch gut so!

  • Heike
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    • 7. Februar 2018 um 23:14
    • #27
    Zitat von Petra

    Das ist richtig, wer Wohneigentum sein eigen nennt und Privatvermögen hat, der ist kein Kandidat für Hartz IV. Ich dachte eher an die jüngere Generation, die sich noch kein Haus leisten konnten und auch kein Privatvermögen angescheffelt hat.

    Das ist falsch Petra, ich bekomme auch Hartz IV in meinem Wohnungseigentum - Ersparnisse darf ich allerdings nur in geringem Umfange haben (aktuell so rund 2900)

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • Heike
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    • 7. Februar 2018 um 23:21
    • #28
    Zitat von Petra

    Sei froh kiki, Du bekommst wenigstens Rente, die Selbständigen haben es da schwerer.


    Das ist ein wahres Wort - in Hamburg gab es früher keine Altersvorsorge für selbständige Rechtsanwälte. Ich konnte mir nicht leisten Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitergeber in die Rentenkasse zu zahlen - dass muss ich ja schon für die Krankenkasse. Und als wir dann ein Versorgungswerk bekommen haben war ich schon so alt, dass meine Beiträge nie das wieder herausgeholt hätten, was einzuzahlen gewesen wäre. Also keine Altersvorsorge. Rürup habe ich zum Glück dann auch nicht gemacht, denn das rechnet sich ebenfalls nicht. Aber heute empfinde ich das als denb größten Nachteil der Selbständigkeit - ich kann nicht aufhören zu arbeiten - Altersgrenzen? Das sind Probleme die mich nicht berühren--- Natürlich haben wir auch vorgesorgt, über Lebensversicherung. ALs wir diese abschlossen bekam man echt noch was für sein Geld, wenn man es anlegte. Und heute? nothing... ich kann mir dann ausrechnen, wenn ich aufhöre zu arbeiten, wann ich von der Brücke springen muss, weil das Geld alle ist...

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    • 7. Februar 2018 um 23:36
    • #29
    Zitat von Heike

    Das ist falsch Petra, ich bekomme auch Hartz IV in meinem Wohnungseigentum - Ersparnisse darf ich allerdings nur in geringem Umfange haben (aktuell so rund 2900)

    Ich dachte, wenn man ein Haus hat, das Schuldenfrei und ohne Hypothek ist, ein gewisses Vermögen darstellt und man kein Hartz IV bekommt.

    Ein Leben lang arbeiten, das kann man sich aber nur leisten, wenn man gesundheitlich auf dem Damm ist. Was passiert denn, wenn man irgendwann nicht mehr kann, dann kann man froh sein, wenn man Kinder hat, die einen unterstützen, oder eben Hartz IV.

    Eine traurige Aussicht!

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  • Heike
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    • 8. Februar 2018 um 00:08
    • #30
    Zitat von Petra

    Ich dachte, wenn man ein Haus hat, das Schuldenfrei und ohne Hypothek ist, ein gewisses Vermögen darstellt und man kein Hartz IV bekommt.

    Ein Leben lang arbeiten, das kann man sich aber nur leisten, wenn man gesundheitlich auf dem Damm ist. Was passiert denn, wenn man irgendwann nicht mehr kann, dann kann man froh sein, wenn man Kinder hat, die einen unterstützen, oder eben Hartz IV.

    Eine traurige Aussicht!

    Man bekommt tatsächlich auch Hartz vier im Eigenheim - irgendwo muss man ja wohnen und man muss das eigene Haus nicht verkaufen, sondern kann darin wohnen bleiben. Falls man aber bis zum Tod Hartz 4 braucht kann es sein, dass das Amt dann Rückgriff bei den Erben nimmt

    Ja, und es ist keine tolle Aussicht, wenn der Ernstfall eintritt und man dann nicht mehr arbeiten kann, ohne eine Altersvorsorge

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    • 8. Februar 2018 um 01:23
    • #31

    Das ist ja schon mal sehr beruhigend, dass man nicht das Haus verliert, wenn man zum Sozialfall wird. Eine Bekannte musste nämlich aus der Wohnung ausziehen, weil diese zu "groß" im qm für sie war. Das fand ich sehr deprimierend, ist aber schon etwas her.

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  • angelika
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    • 8. Februar 2018 um 01:33
    • #32

    Petra, mein Schwager ist bekennender Hartz-IVler seit über 20 Jahren, lebt in einer 3-Zi-72-qm-Wohnung + großem Kellerraum + Stellplatz für den Audi.

    Das ist das andere Extrem.

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    • 8. Februar 2018 um 10:40
    • #33

    Ja, bei der Größe einer Wohnung wird je nach Jobcenter die Angemessenheit anders ausgelegt. Ich will hier jetzt aber nicht über Hartz IV reden, denn dazu weiß ich zu wenig davon, will das auch gar nicht so wissen. Man hört halt immer mal von irgendeinem, der das bezieht.

    HIer in unserer Gegend ist das Jobcenter in Sachen Auslegung ziemlich eng gestrickt. Ein Problem ist ja auch, dass man als Hartz IVler kaum eine Wohnung bekommt, daher sehen viele Ämter von einem Umzug ab und kürzen lieber die Mietzahlung auf den Bereich, den der Hartz IVler bewohnen dürfte.

    Hier in Stadthagen saß vor einigen Tagen ein Obdachloser in einem Bushäuschen und hat dort mit seinem Hund übernachtet, bei Minusgraden. Das Bushäuschen ist natürlich kein Haus, sondern ein offener Unterstellplatz von 3 Seiten geschützt mit einer Bank. Tagsüber fahren hier die Schulbusse der Schulen ab.

    Ich bin auch am Anfang der Woche in der Dämmerung vorbei gefahren und habe nur gedacht, der arme Kerl. Am nächsten Tag gab es einen riesigen Artikel über ihn in der Zeitung. Da er einen Hund hat, darf er nicht ins Obdachlosenheim und dort übernachten.

    Ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt wollte den Hund ins Tierheim mitnehmen, was er aber entrüstet abgelehnt hat. Auf seinen "einzigen" Freund will er nicht verzichten. Lieber schläft er draußen. Eine Wohnung bekommt er nicht, wer will schon einen Obdachlosen eine Wohnung geben, der kein Geld hat, diese auch zu bezahlen.

    Dann hat er natürlich Probleme, denn wo kann er sich waschen, pflegen etc.? Jeden Morgen verlässt er mit seinem Hab und Gut die Bushaltestelle picobello und kommt am Abend wieder.

    Der Bericht hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst, so bekommt er Essen, und Hundefutter und vieles mehr. Ein hilfsbereiter Mensch hat ihm erst einmal eine Gartenlaube zur Verfügung gestellt und es gibt ein Angebot von einer Wohnung, die er heute oder morgen besichtigen kann.

    Wir hatten ja schon an einer anderen Stelle über Obdachlose gesprochen. Das ist auch so ein Fall, der mir zu Herzen geht. Klar hat er in der Vergangenheit Fehler gemacht, so dass er auf der Straße landete, aber aus dieser Spirale rauszukommen, das ist einfach schwierig.

    Da darf jeder froh sein, der ein Dach über dem Kopf hat und noch einigermaßen zurecht kommt.

    Es wird immer welche geben, denen es noch schlechter geht, als einem selbst.

    VIele Grüße
    Petra

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  • Beate-Maria
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    • 8. Februar 2018 um 10:59
    • #34

    Bei uns dürfen Hunde in den Kälteschutz! ( das ist aber nicht Usus)
    Im Heim leben auch 2 feste Hunde , die sogar von allen ab und an mitgenommen werden , daß sie auch regelmäßig rauskommen.
    Die festen Heimbewohner sind teilweise dazu nicht in der Lage.
    Es gibt normalerweise in jeder Stadt Anlaufstellen, wo sie duschen können und ihre Sachen waschen, allerdings kostet das Waschen und der Trockner teilweise eine Kleinigkeit.

    Hartz 4 ist bei uns auch strikt nach Qm2 Zahl.
    Da es kaum Wohnungen gibt, die von Preis und qm² Zahl in Frage kommen, sind immer mehr Hartz 4 ler von der Obdachlosigkeit bedroht, besonders schlimm trifft das auch AE`s mit Kindern.
    Das wird bis in einigen Jahren noch einen Supergau geben, da die Gemeinden / Städte den sozialen Wohnbau k0mplett vernachlässigen.

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    Petra
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    petra.kaiser.35
    • 8. Februar 2018 um 11:08
    • #35

    Ein weiterer Aspekt in den Großstädten ist Airbnb! Es werden immer mehr Wohnungen lieber tageweise vermietet, da man damit viel mehr Geld verdienen kann. Diese Wohnungen stehen dann oft nicht mehr zur Verfügung. (auf dem Wohnungsmarkt, man spricht ja schon von Verknappung)

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  • Heike
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    • 8. Februar 2018 um 17:08
    • #36

    Ja, das mit airbnb ist wirklich ein Problem

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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  • kiki
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    • 8. Februar 2018 um 18:46
    • #37

    In Berlin ist es wohl besonders krass. Allerdings können sich die Mitbewohner/Eigentümer im Hause auch manchmal wehren. Ständiger Besucherwechsel sorgt oft für Unruhe, daher kann die Eigentümergemeinschaft das unterbinden. Es gibt dafür auch wohl ein passendes Gesetz.

  • Silke
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    • 8. Februar 2018 um 20:06
    • #38

    Besonders krass ist es auch in Bonn Bad-Godesberg wg. des ganzen Klinik-Tourismus von der arabischen Halbinsel. Die wohlhabenden Pateinten reisen mit der ganzen Sippe an und wohnen dann halt eine zeitlang in irgendeiner angebotenen Godesberger Wohnung. Tja, und davon ist einerseits die Nachbarschaft teilweise wenig begeistert, vor allem aber schafft es andererseits eine Wohnraumverknappung/-verteuerung in Bonn.

    Das Thema ging auch schon mehrmals durch Presse und WDR-Lokalfernsehen. Ich weiss allerdings nicht, ob es eine Lösung gibt.

    VG,

    Silke

    Fernweh & Reisen - Unsere Reiseberichte

    ----------------------------------------------------

    NEU:

    Patagonien 2026: https://silke-und-max.de/Patagonien_Reisebericht.htm

  • camil44
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    • 1. November 2018 um 23:09
    • #39

    Ich finde, das ist eine gute Frage!

    LG

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