Corona-Lottchen - 82 cm - meine 2. Strickpuppe

  • Nachdem mir das Stricken von Corona-Max so viel Spaß bereitet hatte, wagte ich mich an das nächste Projekt: Corona-Lottchen, denn schließlich braucht Corona-Max ja eine Gefährtin. ;-)


    Die Farben und Wolle habe ich natürlich so ausgesucht, dass sie auch zu Corona-Max passen. Ich hatte noch einiges übrig und das Knäuel in der Farbe rosa habe ich mir dazugekauft. Ich habe dafür einfach ein Knäuel Strumpfwolle genommen, die gab es gerade in dem Supermarkt, in dem ich immer einkaufe. Hier auf dem Lande muss man meist nehmen, was man bekommt, wenn man nicht fahren will. ;-)


    Wie immer habe ich mit den Füßen angefangen. Corona-Lottchen sollte etwas dünner werden als Corona-Max. Daher konnte ich die Maschenzahl schnell ermitteln. Die Füße wurden mit einer Keilferse gestrickt. Das hatte ich noch nie gemacht, aber es ist einfacher als mit Käppchen., im Netz habe ich dazu Anleitungen gefunden.


    Die Maschen zu Anfang habe ich wieder auf einem Hilfsfaden aufgenommen, denn als die Füßlinge fertig waren, musste ich die Maschen ja wieder aufnehmen, um dann die Beine in beige weiterzustricken.


    Nach 4 Runden habe ich eine Bordüre in weiß eingearbeitet, diese habe ich mir an Hand einer Zeichnung auf 12 Reihen ausgerechnet. Ich habe dazu mindestens 4 Anläufe benötigt, ehe es dann passte.


    Bei der Länge der Beine habe ich mich nach Corona-Max gerichtet, schließlich sollen beide Puppen ja miteinander harmonieren. ;-) Für die letzten 18 Runden habe ich dann Wolle in verschiedenen Farbtönen genommen.


    Meist habe ich abwechselnd an beiden Beinen gearbeitet, dann musste ich mir nicht so viel merken oder aufschreiben und lief nicht Gefahr, dass sie unterschiedlich gestrickt wurden.




  • Die Beine waren fertig, ich habe sie nach und nach beim Stricken ausgestopft und nun fügte ich für den Zwickel in der Mitte wieder 6-8 Maschen ein und strickte den Körper in den Farben grün, blau, rosa und gelb. Bis auf die rosa Farbe waren es die Farben aus Maxens Jacke und Hose.


    Als ich zu den Armausschnitten kam, teilte ich die Arbeit und strickte Vorderteil und Rücken getrennt und zwar in beige. Die Abnahme für die Arme und die Schultern darf man nicht vergessen. Corona- Lottchen sollte nicht so dicke Arme bekommen wie Corona-Max, aber an den Schultern brauchte ich später doch ordentlich Stopfwolle, damit die Stabilität auch da ist. Den Rest der Maschen legt ich zunächst still, ich brachte sie ja für den Hals und den Kopf.


    Als nächstes stricke ich die Arme und fing wieder mit 6 Maschen für die Kugel an und nahm alle 2 Reihen auf jeder Seite 1-3 Maschen zu. Bei der Länge richtete ich mich nach den Armausschnitten, denn das muss später beim Zusammennähen passen. Hatte man diese Länge erreicht, dann geht es in Runden weiter. Da die Oberarme bekanntlich immer etwas dicker sind als die Unterarme habe ich 3 x je eine Masche am Anfang und Ende einer Reihe abgenommen. Bei mir war das in der 5,. 25. und 30. Reihe.


    Für das Handgelenk strickte ich dann jede 3. und 4. Masche zusammen. Dann habe ich noch 20 Runden weitergestrickt und dann jede 3. und 4. Masche wieder zusammenstricken und in der letzten Runde jede 2. und 3. Masche zusammenstricken. Hat man sehr viele Maschen dann kann man die Abnahme auch in 3 oder 4 Runden machen, also erst jede 4.und 5. Maschen, dann jede 3. und 4. Masche und ein oder zweimal alle 2 Maschen. Das kann man ausprobieren, wie es am besten passt.




  • Der Zwickel zwischen den Beinen muss geschlossen werden, alle Fäden vernäht werden, die Arme sollten sorgfältig ausgestopft werden. Dann können die Arme eingenäht werden. Ich gebe zu für das Einnähen der Arme habe ich mehrere Anläufe gebraucht, ehe ich zufrieden war. Es soll ja schließlich alles passen.


    Die Beine hatte ich ja schon nach und nach ausgestopft, nun stand ich vor der Frage, wie stopfe ich den Körper aus, mit Rundungen oder ohne, mit Taille oder lieber wohlgenährt?


    Ihr werdet es gleich sehen. :D


  • Nun musste der Kopf angestrickt werden. Es waren ca 14 Maschen von jeder der beiden Teile vorhanden. Ich nahm diese auf 4 Nadeln und strickte in Runden. In der 5. Runde nahm ich nach jeder gestrickten Masche einen Umschlag auf die Nadel. In der nächsten Runde wurde dieser Umschlag verschränkt abgetrickt.


    In der 3. Runde habe ich dann noch einmal nach jeder 3. Masche einen Umschlag auf die Nadel genommen und dann in der folgenden Reihe verschränkt abgestrickt. Somit habe ich nun einen guten Kopfumfang, den ich über 45 Runden strickte. Danach wurde wieder abgenommen, zunächst jede 3. und 4. Masche zusammenstricken, nach 4 Runden jede 2. 3. Masche. Die restlichen Maschen zunächst wieder still legen.


    Corona-Lottchen bekam nun ihre Nase, die etwas kleiner ausfiel als die von Corona-Max und außerdem habe ich sie auch noch etwas schief aufgenäht (aus Versehen, aber ich wollte nicht schon wieder alles aufmachen)


    Wie meinte Friedrich: es ist NUR eine PUPPE!


  • Das Gesicht aufzusticken war super schwierig und ja es hat mich eine ganze Nacht gekostet.


    Nachdem ich am nächsten Morgen dieses Bild gemacht habe, habe ich mich entschieden, die Augen neu zu machen. Aber vorher stellte ich fest, dass Corona-Lottchen einen viel zu dicken Kopf hatte, das ging gar nicht.<=s~


    Da sie aber noch viele Haare bekam habe ich ihr eifach Falten in den Kopf genäht und somit eine unsichtbare Straffung vorgenommen. :lol

    Die Hosenträger habe ich gehäkelt und angenäht, alles gut ausgestopft und alle Fäden vernäht.


  • Die Augen wurden also noch einmal neu gemacht, bis sie mir dann gefielen, ein paar Sommersprossen und noch ein schickes Halsband in rosé. Corona-Lottchen bekam feuerrote Haare, ich habe noch genügend Filzwolle überig.


    Damit der Kopf nicht immer nach vorne oder hinten fiel, stabilisierte ich ihn mittels einer Stange, die mir Friedrich aus seinem Fundus gab.


    Prima, nun bin ich rundherum zufrieden.


    Als nächstes braucht sie natürlich noch ein Kleidchen, das ist dann das nächste Projekt. ;)



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