🚗 Führerschein-Umtausch: Wer muss wann? (Deutschland, kurz & klar)

  • Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen gestaffelt in den neuen EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Spätester Termin für alle ist der 19. Januar 2033.
    Der Umtausch erfolgt ohne Prüfung.

    Offizielle Informationen der Bundesregierung:
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuel…mtausch-1842574


    📄 Papierführerscheine (grau/rosa)

    Hier zählt das Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers:

    • 👤 Vor 1953 geboren: Umtausch bis 19. Januar 2033 (Sonderregel, unabhängig vom Ausstellungsjahr)
    • 👤 1953–1958: Frist abgelaufen
    • 👤 1959–1964: Frist abgelaufen
    • 👤 1965–1970: Frist abgelaufen
    • 👤 1971 oder später: Frist abgelaufen

    💳 Kartenführerscheine (Scheckkarte)

    Hier zählt das Ausstellungsjahr:

    • 🗓️ 1999–2001: bis 19. Januar 2026
    • 🗓️ 2002–2004: bis 19. Januar 2027
    • 🗓️ 2005–2007: bis 19. Januar 2028
    • 🗓️ 2008: bis 19. Januar 2029
    • 🗓️ 2009: bis 19. Januar 2030
    • 🗓️ 2010: bis 19. Januar 2031
    • 🗓️ 2011: bis 19. Januar 2032
    • 🗓️ 2012–18.01.2013: bis 19. Januar 2033

    🆕 Führerscheine ab dem 19. Januar 2013

    • 📅 Führerscheine, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, sind nur noch 15 Jahre gültig.
    • 🔄 Danach müssen sie erneuert werden (neues Dokument).
    • ♻️ Die Fahrerlaubnis bleibt weiterhin unbefristet.

    ℹ️ Hinweis

    • Der neue Führerschein ist 15 Jahre gültig.
    • Beim Umtausch oder bei der Erneuerung erfolgt keine theoretische Prüfung.
    • Es erfolgt keine praktische Prüfung.
    • Es erfolgt keine Gesundheitsprüfung.
    • Wer die Frist verpasst, riskiert ein Verwarnungsgeld, aber kein Fahrverbot.
  • Unsere haben wir gestern abgeholt, einen Termin für den Antrag haben wir im September bekommen mit der Aussage, es dauere ca. 4 Wochen.
    Nachdem sie Mitte November noch nicht fertig waren, habe ich die Stelle informiert, dass wir verreisen und erst Mitte Januar abholen können.

    --> Diese Info war auch wichtig, da die nicht abgeholten Führerscheine nach einer Frist (wie lange weiß ich nicht) wieder nach Berlin geschickt werden. Reisebedingte Abwesenheitszeit würde ich also sicherheitshalber angeben!

  • Ich bin 81 Jahre alt und habe bereits den neuen Führerschein, obwohl ich ja bis 2033 Zeit zum Umtausche gehabt hätte. Das habe ich leider erst auf der KFZ-Zulassungsstelle in Starnberg erfahren. Aber wahrscheinlich hat es auch in der SZ gestanden und ich habe es übersehen.

    Was mich geärgert hat: Man konnte einen Termin n u r online buchen und das Anmeldedeformular nur online laden und dann ausdrucken. In meiner Frauenkreisgruppe sind viele Teilnehmer über 80. Gewiss haben sie noch Zeit, aber was machen sie, wenn immer mehr Dinge n u r online gehen. Ich bezweifle, dass die alle PC-kundig sind. Ich bin der Meinung, in vielen Bereichen wird zu wenig an die alten Leute gedacht!! Aber die wollen ja auch noch am Leben teilhaben.

  • Anne2012 danke für deinen Bericht, der trifft es wirklich gut.

    Ich bin 74 und zum Glück recht internetaffin, aber ich sehe genau das gleiche Problem wie du: Viele in unserem Alter – und erst recht über 80 – haben weder Computer noch Drucker oder fühlen sich einfach unsicher damit. Wenn dann Termine und Formulare nur online verfügbar sind, wird es für viele schlicht unmöglich, solche Dinge selbst zu erledigen.

    Gerade in meinem Umfeld merke ich, wie groß die Verunsicherung ist. Die Leute wollen ja am Leben teilhaben und ihre Angelegenheiten selbst regeln. Aber wenn immer mehr Behördenwege ausschließlich digital funktionieren, bleibt ein Teil der älteren Generation zwangsläufig außen vor.

    Deshalb finde ich es gut, dass du das so deutlich ansprichst. Vielleicht führt es ja irgendwann dazu, dass digitale Angebote ergänzen – und nicht ersetzen.

    Viele Grüße
    Petra

  • Ich hab auch schon im letzten Jahr meinen Führerschein erneuert bevor es alle machen und mußte ca 2 Monate auf einen Termin warten. Das war ok, Personalausweis und Reisepass haben längere Wartezeiten.

    Ich finds super, daß man seine Termine dafür online buchen kann. Früher hat man auf der Zulassungsstelle mindestens einen halben Tag verdaddelt, keine Termine, dafür eine Nummer ziehen... nein danke, ich bin froh daß dies vorbei ist. Das gilt auch für die endlose Zeitverschwendung in der telefonischen Warteschleife.

    Wer am Leben teilhaben möchte muß sich auch gewissen Dingen anpassen und darf nicht darauf hoffen, daß es ihm von außen zugetragen wird oder immer wieder Außnahmen geschaffen werden. Internet ist schon seit 20 Jahren kein Neuland mehr , hätte man damals auch Mutti Merkel mal ins Ohr flüstern sollen. :ffffluestern

    Für die jetzt 80jährigen kommt dieser Rat natürlich zu spät. Aber sie sollten sich auch fragen, warum sie gerade hier seit 20 Jahren den zwingenden Fortschritt ignoriert haben. Ich hatte auch keinen Bock auf Internet, das meiste ist für mich Zeitverschwendung aber auch ich mußte mich der Entwicklung fügen und habe mir 2006 den ersten Computer gekauft. Es war mühsam, ich hatte auch kaum Leute, die ich fragen konnte. Aber durch stetiges Lernen am Abend hab ich mich da irgendwie reingewuselt.

    Erst seit einem Jahr mache ich online banking. Bin auch hier in meiner Generation wohl eher Spätzünder, finds auch eher noch suspekt was die Sicherheit angeht, zumal ich dafür auch das Smartphone brauche. Noch ein Gerät, auf das man in vielen Alltagsdingen nicht mehr verzichten kann. Dazu kostet es natürlich auch ein paar Taler. Aber ich merke daß ich mich diesen Dingen widmen muß, sonst bin ich irgendwann aufgeschmissen.

    Es ist natürlich für die heute 80jährigen zu spät für solche Einsichten, vor 20 Jahren wäre da noch vieles einfacher gewesen. Das sehe ich auch bei meiner Mutter. Natürlich tut es mir leid, wenn alte Herrschaften so nach und nach abgehängt werden. Aber man muß sich halt irgendwann dem Fortschritt beugen, so war es schon immer im Leben.

  • In Hannover gibt es mindestens 2 Orte , für jeden , zur Unterstützung .

    Die digitale Teilhabe ist Programm und kostenlos wird Beraten und informiert im

    "digital. KIOSK" , Röslerstrasse 2 Hannover

    und

    "PIKSL Labor Hannover" Engelbostler Damm 11.


    PIKSL Labore gibt es auch in anderen Städten.

    & zB ."Digitale Lotsen" werden in München ausgebildet und bieten Beratung etc. an .

  • kiki, ich verstehe deinen Standpunkt, und natürlich bringt die Digitalisierung viele Vorteile. Wer kann, sollte sich damit beschäftigen. Aber bei den heute 80‑Jährigen von „Ignorieren“ oder „Versäumnissen“ zu sprechen, halte ich für schwierig.

    Diese Generation ist in einer völlig anderen Welt groß geworden. Viele hatten weder beruflich noch privat Berührungspunkte mit Computern, und als das Internet kam, waren sie längst im Ruhestand. Da ist es nicht realistisch zu erwarten, dass alle noch einmal komplett neue Technologien lernen – zumal nicht jeder körperlich, geistig oder finanziell die gleichen Voraussetzungen hat.

    Ich sehe das ganz konkret in meinem Umfeld:
    Meine Schwiegermutter ist 94. Sie würde vieles gerne selbst erledigen, aber sie fühlt sich schlicht zu alt, um noch mit Smartphone, Apps oder Online‑Formularen anzufangen. Und meine Schwester ist über 70 und macht bis heute kein Online‑Banking – nicht aus Trotz, sondern aus Unsicherheit. Dadurch hat sie im Alltag tatsächlich Nachteile, aber die Angst vor Fehlern oder Betrug ist bei vielen Älteren sehr real.

    Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass Behörden weiterhin analoge Wege anbieten. Digitalisierung darf nicht bedeuten, dass Menschen ab einem gewissen Alter plötzlich außen vor sind. Teilhabe heißt, dass alle mitgenommen werden – auch diejenigen, die nicht digital unterwegs sein können.

    Die heute 80‑Plus‑Generation hat unser Land jahrzehntelang getragen. Da sollte man ihnen nicht vorwerfen, sie hätten „den Fortschritt ignoriert“, sondern ihnen Wege offenhalten, die sie auch nutzen können.

    Ich finde das Thema insgesamt sehr spannend, weil man hier die großen Unterschiede zwischen den Generationen deutlich sieht. Die Babyboomer sind mit ganz anderen Voraussetzungen groß geworden als die Generation X oder die nachfolgenden Jahrgänge, die schon viel früher mit Computern, Internet und später Smartphones in Berührung kamen.

    Für viele Ältere ist das alles nicht „nur ein bisschen unbequem“, sondern eine komplett neue Welt, die sie erst im hohen Alter kennenlernen müssten. Und das ist für manche schlicht zu viel – aus gesundheitlichen Gründen, aus Unsicherheit oder weil ihnen schlicht die Übung fehlt.

    Gerade deshalb ist es wichtig, dass digitale Angebote nicht die einzigen Wege werden. Teilhabe bedeutet, dass alle Generationen mitgenommen werden – auch die, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind.

  • Das,was Du schreibst, trifft auch meine Meinung, Petra. Vor 20 Jahren konnte man sich noch nicht vorstellen was heute alles durch Internet möglich ist. Den Vorwurf man hätte ja...finde ich da falsch. Meine Schwiegermutter, die tolle Sache nähen konnte, schaffte es noch nicht einmal ihren Anrufbeantworter abzuhören. Und ich kenne Menschen die auch heute noch kein handy haben. Den Hinweis auf die Hilfsangebote finde ich toll.

    Ich hatte gerade mal nachgesehen wo wir umtauschen können und wollte einen Termin buchen. Wir haben beide Kartenführerscheine vor 2013 und müssen daher dieses Jahr noch nicht. Aber man muss ja nicht alles auf den letzten Drücker machen. Es wurde aber gebeten, dass jeder der nicht muss, erst einen Termin ab März bucht. Ok, das machen wir dann so

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • Ich lese immer wieder, dass ihr nur Termine mit Anmeldung bekommt. Wir sind zum Straßenverkehrsamt gefahren , haben eine Nummer gezogen und nach einer Stunde waren wir wieder mit dem Internationalen Führerschein draußen, wobei das Warten auf Ausstellung am längsten gedauert hat. Termine hätte man auch buchen können, aber nicht für denselben oder folgende Tage.

    Es scheint so, dass es in Großstädten schwieriger ist.

    Auch für eine Neuaufstellung eines Passes kann man einfach zur Samtgemeinde fahren. Ein Familienmitglied muss das demnächst wieder machen. Ich muss mich nur noch vorher erkundigen, wie das mit dem Passbild funktioniert.

  • In Großstädten ist es nicht schwieriger, man muß es halt auf digitalem Weg erledigen und die Wartezeiten sind länger weil der Andrang größer ist. Ist man erst einmal im Amt, geht es recht flott.

    Für den internationbalen Führerschein geht es ohne Termin, weil der noch "analog" mit Passbild vor Ort ausgestellt wird.

  • Für uns ist das Straßenverkehrsamt in Stadthagen zuständig. Man kann einen Termin vereinbaren, muss es aber nicht:

    Zitat

    Es besteht jetzt für alle Kunden der Zulassungs- und Führerscheinstelle die Möglichkeit, online Termine zu vereinbaren!

    Zur Buchung eines Termins wählen Sie bitte über die Schaltfläche "Online-Terminvereinbarung" ihren Wunschstandort aus (Führerscheinstelle nur in Stadthagen).

    Eine telefonische Terminvereinbarung wird nicht angewandt!

    Es ist jedoch auch weiter möglich, ohne zuvor vereinbarten Termin mit Ihrem jeweiligen Anliegen vorzusprechen.

    Quelle: https://www.serviceportal-schaumburg.de/buergerservice…00000704-0.html

    Das heißt,man kann von heute auf morgen den neuen Führerschein beantragen, wie lange die Ausstellung dauert, das weiß ich nicht. Das spielt aber ja keine große Rolle, denn man hat ja die Berechtigung zum Fahren.

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