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Petra Kaisers Forum

Reisebericht Seoul - Südkorea

Im Mai 2004 eine Woche nach Seoul in Südkorea

Diese Flugtickets, nämlich 2 x nach Seoul und zurück habe ich im Februar gewonnen. Es ist nicht zu fassen, auch ich habe einmal Glück! Natürlich habe nie im Traum daran gedacht, diese Flüge verfallen zu lassen. Das wäre ja noch schöner.

In Seoul war ich schon einmal dienstlich gewesen und zwar im Winter 1972. Die Erinnerung sagte mir, dass es damals sehr, sehr kalt war und mein Hotel verbarrikadiert gewesen ist und auch noch am Abend Ausgangssperre herrschte...


Seoul in Südkorea

Seoul 2004

Im Frühjahr und Herbst ist die beste Reisezeit. Ein Visum brauchen wir nicht, besondere Impfungen auch nicht. So buchten wir die Reise für den 19. Mai hin und am 24. Mai zurück. Nur wenige Tage, aber unsere Urlaubsplanung war eigentlich abgeschlossen. Das musste genügen für mal kurz zwischendurch...

Als Hotel hatten wir uns das Sofitel Ambassador ausgesucht. Die Lage erschien uns ziemlich zentral und die Preise waren auch ok.

Außer einer kleinen Skizze von der Hotelwebside, die uns aber so gut wie nichts sagte, hatten wir noch keine Ahnung, was uns alles in Seoul erwartete. Vor allem hatten wir kein Buch mehr bekommen, um uns einzulesen. Am Flughafen in Frankfurt sollte der Reiseführer über € 30.- kosten. Das fand ich einfach zu viel und so mussten wir sehen, wie wir klar kamen.


Seoul in Südkorea

Seoul 2004

Da wir keinen Flug mehr von Hannover nach Frankfurt bekamen, fuhren wir dann gegen Mittag in einem vollbesetzten ICE nach Frankfurt. Um 19.05 hieß es Start frei und unsere Reise begann.

Die Route führte erst in nördliche Richtung, südlich an Hannover vorbei in 10.000 m Höhe Geschwindigkeit: 581 mph, Außentemperatur -59 Fahrenheit. Es ist 21.00 Uhr, wir sind über die Ostsee geflogen und kommen gleich an Riga vorbei. Wir haben gerade zu Abend gegessen. Es gab 2 Gerichte, ein westliches mit Steak und ein koreanisches. Wir haben uns für das BI-BIM-BAB entschieden. Steamed Rice, verschiedene Gemüsesorten, undefinierbares Fleisch, das ich Friedrich rübergegeben habe, eine Korean Style Soup - ganz schrecklicher Geschmack - und Kim-Chi - dazu gab es eine sehr scharfe rote Sauce, Sesamöl. Nun ja, alles war nur lau, da müssen wir uns aber noch sehr an das koreanische Esse gewöhnen. Lecker waren jedoch die Früchte zum Nachtisch.

Noch 4,5 STD. Es ist 0:30 und wir fliegen gerade an Novosibirsk vorbei. Mit 950 km/h Noch 2 Stunden - wir sind irgendwo über der Wüste Gobi. Ich nicke immer wieder zwischendurch ein. Friedrich hat den 2. Film geschaut. Gleich gibt es Frühstück Omelette mit Croissant - diesmal haben wir auf das koreanische verzichtet.

Um 04:05 landen wir. Es dauert sehr lange, ehe wir durch die Kontrollen sind, dafür aber ohne Probleme. Die Koffer sind auch da. Wir tauschen € 100,- in WON und bekommen 137.000 in Scheinen! Gleich in der Flughafenhalle besorgen wir uns einen Stadtplan und fragen nach dem KAL-Bus. Am Ausgang 4 stehen viele Schilder. Wir finden das Hotel Sofitel Ambassador bei der Linie 2. Die Tickets kosten 12.000 WON pro Person.


Seoul in Südkorea

Seoul 2004

Nach einer Weile kommt der Bus. Wir sind recht kaputt, im Bus sitzen wir bequemer als in der Maschine. Das Wetter ist diesig, wir fahren zunächst am Meer entlang. Der Verkehr geht. Je näher wir zur Stadt Seoul kommen, je größer und dichter wird der Verkehr. Nach knapp 1 1/2 STD sind wir im Hotel. Der Page spricht deutsch, er war mal im Goethe-Institut.

Als erstes stellen wir die Uhren um. Zu Hause ist es gerade 8 Uhr morgens, hier aber schon 15 Uhr. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt haben, gehen wir in die Lobby und probieren *local beer* Friedrich ein Stout und ich ein Hite. Uns geht es nicht gut, denn wir leiden unter dem Schlafentzug. Wir gehen *um den Pott* in der Hoffnung, die Zeit bis zum Abend totzuschlagen, aber keine Chance, um 17:00 sind wir zurück. Es hat alles keinen Zweck, wir fallen ins Bett...

Seoul Seoul

Um Mitternacht sind wir wach, ist ja auch kein Wunder. Ich lese etwas und mache das Licht wieder aus.

Pünktlich um 7:30 klingelt der Wecker. Wir stehen auf, endlich ausgeschlafen... und gehen zum Frühstück. Sehr lecker eine große Auswahl am Buffet, aber unheimlich teuer. Generell liegt das Preisniveau etwas über unserem.

Im nächsten Teil gehen wir in den Namsan Park und nach Myeong-dong.


Namsan Park & Myeong-dong

Wir haben diverse Broschüren am Flughafen mitgenommen. Am besten geeignet fanden wir den Korea Travel Guide. Dort wurden die einzelnen Stadtteile beschrieben und erklärt, was man alles machen kann. Als erstes wollten wir in den nahe gelegenen Namsan Park. Der ursprüngliche Name von dem Mt.  Namsan, Symbol von Seoul und den Koreanern, war Mongmyioksan, den man dann wegen seiner Lage im Süden des alten Souls in Mount Namsam (=Süden) umbenannte.

Vom Hotel laufen wir 10 - 15 Minuten zum Namsan Park und schauen uns erst das Korea House an. Das Korea House ist heute eine wichtige Touristenattraktion. Dort gibt es Unterhaltung mit traditioneller Musik und Tanz. Gebaut als Cheonghak-dong Seonbichon (Konfuzianisches Schülerdorf) während der Chosun Dynastie, genutzt als Privathaus von Bak-Paeng-nyeon und später war es dann ein staatliches Gästehaus der Regierung der neu gegründeten Republik Korea.

Namsan Park Namsan Park

Das Korea House hat ein soseul daemun (Haupteingangstor), anchae (Frauenquartier), sarangchae (Männerquartier), haengnangchae (Quartier für die Bediensteten), byeoldang ( Anbau) und einen hinteren Garten. Jedes Gebäude hat noch einen wohlklingenden poetischen Namen, wie z. B. Haerin-gwan (Haus für Freunde aus Übersee) oder Garakdan (Haus für Schönheit und Musik)

Eine große Auswahl an koreanischem Kunst-Handwerk wird hier zum Kauf angeboten und von dem exklusiven Lokal kann man traditionelle Theateraufführungen verfolgen. Wir schauen eine Weile einer Schüler-Gruppe zu, die einen Kursus in koreanischer Kampfkunst machen, bleiben dann aber nicht länger und gehen weiter.

Wir wollen zur Bamsol Hanok Village und zum Namsangol Traditional Garden. Beides muss ganz in der Nähe sein. Aber es ist nicht so einfach, den koreanischen Stadtplan zu lesen. Viele Straßen sind nicht eingezeichnet und oft finden wir auch die Straßenschilder nicht. Nach einem guten Fußmarsch kommen wir zu dem wunderschönen Park.

Seoul - Namsangol Traditional Garden 2004

Wir sitzen eine lange Weile und schauen den vielen Menschen zu, die an uns vorbeilaufen. Das Wetter ist schön, die Sonne strahlt. Es gibt kleine Bäche mit Wasserfällen, kleine Seen, viele Blumen und Bäume, nette Sitzgruppen. Viele Klassen gehen durch diesen Park. Die Kinder haben alle Uniformen an. Sie kichern viel und laufen an uns vorbei. Klar, wir sehen ja auch anders aus. Erwachsene sitzen und malen, fotografieren und dichten. Ein idyllischer Platz im sonst so hektischen Seoul.

Als wir aus dem Park herauskommen, hatten wir die die Wahl, entweder den Turm oder Stadt... Wir waren in der Nähe von der Chungmuro/Myeong-dong und so schlugen den Weg zur Myeongdong Cathedral ein. Wir müssen uns erst langsam an die Stadt gewöhnen. 12 Millionen-Städte besuchen wir nicht so häufig. Der Verkehr ist immer heftig.

Seoul Seoul

Auf einem Hügel am Ende der Myeongdong steht die katholische Kirche Myeongdong Cathedral. Die Kirche wurde im Jahre 1898 fertiggestellt und ist Koreas erste Kirche aus Ziegelsteinen im Neo-Renaissance-Stil. Der Kirchturm ist 45 m hoch. Unterhalb der Kirche befindet sich eine Marienstatue in einer Felsgrotte. in westlichen Stil gebaut. Die Ziegelsteine (20 verschiedene Formen in rot und grau) wurden in Korea gebrannt, aber die Koreaner hatten keine mit Verblendmauerwerk erfahrene Mauerer, so dass sie sich erfahrene Chinesen für diese Arbeit ins Land holten.

vor der Myeongdong Cathedral Myeongdong Cathedral

Es findet gerade ein großer Hochzeitsempfang vor der Kirche statt. *Dicke* Autos fahren vor, lassen die Hochzeitsgäste aussteigen und die Chauffeure suchen Parkgelegenheiten. Wir passen nicht so richtig zwischen die festlich gekleideten Menschen und wollen auch nicht weiter stören.

YWCA in Seoul

So gehen wir die Einkaufsstrasse weiter, denn da wir nun einmal in dem  Myeong-dong -Viertel sind, können wir auch ein wenig herumschlendern. Die Geschäfte in den Strassen sind sehr westlich Levi’s, Bean Pole, Esquire Shoe Store, Elkanto Shoe Store. Hier scheint die *Schuhstrasse* zu sein. Uns ist aufgefallen, dass es in Korea viele Strassen gibt, in denen immer nur dasgleiche angeboten wird. So sind wir schon im Motorradviertel ;-) gewesen. Da gab es einen Laden neben den anderen...

Banken sind hier ebenso vertreten wie auch viele Restaurants, natürlich auch MC Donalds. Gegen 13 Uhr wollen wir eine Kleinigkeit essen und gehen in eine Pizzeria. Es ist aber unmöglich, eine vegetarische Pizza zu bestellen, da uns keiner versteht. Da die Bilder alle verdächtig nach Fleisch aussahen, verzichten wir und suchen das Starbucks Cafe, das auf der Karte von Myeong-dong  eingetragen ist. Dort sitzen wir kurze Zeit später und trinken Hazelnut-Cappucino, essen einen Blueberry-Muffin und einen Bagel mit Creamcheese. Ich nutze die Zeit der Pausen meist auch, um mir einiges aufzuschreiben, denn wie ich festgestellt habe, vergesse ich doch ziemlich viel.


Seoul Tower

Nach dieser Pause geht es weiter zum Seoul-Tower. Nach einigem Suchen und Fragen finden wir die Strasse zur Seilbahn, denn der Tower liegt auf einem Hügel und den müssen wir erst einmal hinaufgehen. Wir hatten Glück und fanden auf Anhieb die Stelle. Es ging auch gleich eine Seilbahn hoch. Die Tickets für "Hin- und zurück" kosteten 5,800.- WON je Person. Eine schnelle Fahrt nach oben. Die Kabine war sehr voll und ich bin nicht schwindelfrei. Schon auf der kurzen Fahrt ahnten wir, was uns oben erwartete.

Eine wunderschöne Aussicht. Viele Schulklassen waren unterwegs, viele sagten hi und hello und freuten sich riesig, wenn wir zurückgrüßten. Gleich am Anfang kamen wir zu den Smoke-Signal Station (Feuerstellen). Von dort aus gab man Rauchzeichen, die von weit her gesehen werden konnten. 1993 wurde diese restauriert. Natürlich wollten wir auch auf den Tower. Er ist etwas über 246 m hoch. Die Tickets kosteten 10.000 WON für 2 Personen. In wenigen Sekunden waren wir auf dem Observationsdeck.

Seoul - Tower Seoul - Smoke-Signal Station

Von hier oben hatten wir einen irren Blick auf Seoul. Hier oben sahen wir erst die Ausmaße, die die Stadt hat. Wir gingen noch ins Revolving Restaurant und tranken dort ein Bier, während wir die drehende Aussicht genossen. Danach fuhren wir wieder mit dem Fahrstuhl nach unten, schauten noch einmal herum und nahmen dann wieder die Seilbahn zurück. Es gibt auch einen Fußweg vom Hügel runter, aber das war uns etwas zu beschwerlich, denn wir hatten ja noch viel vor.

Die Geschichte von Namsan: Im Jahre 1394 verlegte der damalige Gründer des ersten Königs der Joseon Dynasty, Lee Seong-Gye, die Hauptstadt von Gaeseong nach Seoul und er baute einen Palast ins Tal der Bugak Berge. Diese Berge standen im Süden seines Palastes. Deswegen wurden sie Namsan genannt, was einfach nur Südberg(e) heißt. Auf der Spitze des Berges wurde Guksadang gebaut, um dort für den Frieden zu beten.

Blick auf Seoul Blick auf Seoul

Während der japanischen Besatzung im 20. Jahrhundert wurde Guksadong verlegt und zwar westlich des Ingwangsam und ein japanischer "shrine" wurde an gleicher Stelle im botanischen Garten gebaut. Nach der Unabhängigkeit wurde dieser "shrine"  abgerissen.

Das Ganze Gebiet Namsan ist knapp 3 km² groß und liegt 265 hoch. Neben dem Seoul Tower, Korean House Namsan Park und Seilbahn, gibt es noch das National Theater, den Namsan Botanischen Garten. 191 verschiedene Bäume wachsen hier und über 361 verschiedene Pflanzen, ebenso ist der Ort die Heimat von 61 wild lebenden Tieren.

Mittlerweile war es 17:30 Uhr und wurde es spannend, denn wir beschlossen mit der U-Bahn zu fahren und zwar nach Yeouido mit dem KLI 63 Building am Han-River. So ungefähr hatten wir uns die Linien schon rausgesucht. Erst 2 Stationen mit der 4 und dann umsteigen in die 5.

Seoul - Tower

Wir gingen zum Fahrkartenschalter. Riesige Schlangen davor, ebenso vor den Automaten und nichts aber auch gar nichts auf englisch erklärt. Mit dem Finger auf die Station gezeigt, an der wir rauswollten, kam uns schon eine Koreanerin zu Hilfe und bestellte für uns die Tickets. 700 WON für eins. Wir zählten die Stationen mit und es klappte alles. Nicht so einfach alles, eine große Portion Unternehmungslust gehört schon dazu. Das Umsteigen klappte hervorragend und wir kamen in der Nähe des Hans an.


Yeouido

Übrigens die Metro wird mehr als 80 m unter der Erdoberfläche unter dem Fluss hindurchgeführt. Es war nach 18.00 Uhr. Wir gingen am Strand des Han-Flusses entlang. Überall wurde gepicknickt. Bei dem Fähranleger erfuhren wir, dass es noch eine Fahrt auf dem Fluss um 19:30 gab.

Dafür kauften wir uns Tickets. [7.000 WON pro Person] Vom Schiff aus sahen wir einen schönen Sonnenuntergang. Mit Musik fuhren wir den Fluss entlang, unter den vielen Brücken hindurch eine schöne Tour. Der Fluss Han fließt mitten durch Seoul und teilt die Stadt in 2 Teile: Gangbuk und Gangnam. Teilweise bis zu 1.000 m breit, an den befestigten Ufern wurden Erholungsparks mit Picknickstellen, Rad- und Spazierwegen, Fußballfelder, es gibt Wassersportmöglichkeiten und vieles mehr.

Seoul 2004 - Han-Fluss

Auf dem Schiff wurde sehr laute Musik gespielt, vermutlich koreanische Folklore, es war ein richtiges Unterhaltungsprogramm. Darauf hätten wir eigentlich verzichten können, aber allein wegen des romantischen Sonnenuntergangs hat sich die Fahrt allemal gelohnt.

Um 20.30 Uhr waren wir wieder am Anleger und gingen zur Subway. Diesmal ging alles viel einfacher. Wir schafften es sogar die Tickets aus dem Automaten zu ziehen, allerdings nur, weil uns ein Koreaner den entscheidenden Tipp gab.

Seoul 2004 - Han-Fluss

Wir fuhren so nahe wie möglich zum Hotel zurück, kauften unterwegs noch Wasser + Bier ein. Unterwegs fielen uns die vielen kleinen Hunde in den Schaufensterläden auf. Ein Geschäft neben den anderen. Dabei habe ich kaum einen Hund in der Stadt gesehen. Zurück im Hotel ließen wir den Tag in der Lobby-Bar ausklingen, ein Stout, ein Hite, dazu eine vegetarische Pizza. Gegen 23:00 Uhr waren wir auf unseren Zimmer und stellten fest, dass Wasser von der Decke im Eingangsbereich tropfte. Wir informierten die Rezeption, die einen Monteur schickte, der zumindest das Tropfen unterbrach.


Gyeongbokgung Palace

Um 08:00 klingelte der Wecker [Palm], den wir uns vorsorglich gestellt haben. Nach einem reichlichen Frühstücksbüffet fuhren wir mit dem Hotel-shuttle bis Myeong-dong, stiegen in die U-Bahn 4 bis Chungmura und wechselten in die 3, auch Green-Line bis Gyeongbokgung.

Dieses Tor haben wir in der U-Bahn gesehen. Dort steht, dass es aus Monolith gemacht wurde und eine Nachbildung des Pullomun von Changdokkung ist. Die Legende besagt, dass jeder, der durch dieses Tor ewig jung bleibt. Ist doch klar, dass wir beide mindestens einmal durchgehen mussten.

Seoul - Pullomun von  Changdokkung Seoul - Pullomun von  Changdokkung

Nur ein paar Schritte entfernt, befindet sich der gewaltige Gyeongbokgung, ein wirklich sehr interessanter und alter Palast aus der Joseon Dynasty. Vor dem Palasteingang wurde gerade eine Zeremonie abgehalten. Viele farbenprächtig angezogene Menschen in alten Kostümen hielten eine Parade ab. Wir haben bei einige Menschen nachgefragt, was hier abgehalten wurde. Leider haben wir keinen angetroffen, der englisch verstand oder sprach. Sicher es gibt einige, die englisch sprechen, aber die muss man erst mal finden.

Seoul 2004 - Parade vor dem Gyeongbokgung

Wir kauften uns die Eintrittstickets, nur 1.000 WON, das ist sehr günstig. Um 12:00 Uhr sollte eine englische Führung sein, es war aber schon 10 Minuten später und wir haben die Gruppe nie gefunden. Egal es waren fast überall Hinweistafeln, auch auf englisch, viele davon habe ich fotografiert, damit ich auch später noch alles zusammenbekomme. Der Palast bzw. die einzelnen Gebäude sind meistens wieder aufgebaut, da fast alle von den Japanern zerstört wurden.

Seoul - Gyeongbokgung Seoul - Gyeongbokgung

Der Gyeongbokgung Palast wurde 1394 als Hauptpalast der Joseon Dynasty (1392-1910) vom König Taejo gebaut. Er ist der älteste und größte der fünf Paläste dieser Dynastie. Das Haupttor hat 3 Eingänge und 2 Stockwerke. Auf jeder Seite des Eingangs steht eine große mythische Tiergestalt aus Stein.

Geunjeongmun ist das südliche Tor von Geunjeongjeon, Die Haupthalle des Gyeongbokgung Palastes ist von anderen Gebäuden umgeben. Sie wurde 1395 gebaut und brannte 1592 ab und wurde 1876 neu erbaut. Das geschwungene Dach mit den den vielen prächtigen Farben eine Augenweide. Geunjeonjeon ist das zentrale zweistöckige Gebäude des inneren Palastes, in dem der König thronte. Es wurde als Thronsaal hauptsächlich für dienstliche Belange genutzt. Wir konnten einen Blick in den prächtigen Thronsaal werfen.

Seoul 2004 - Gyeongbokgung

Die koreanischen Paläste bestehen aus vielen Gebäuden, für jeden Zweck gibt es ein extra Gebäude. Die Balken der Dächer sind in den traditionellen Farben angemalt. Auf dem Dach befinden sich oft zum Schutz die mystischen Dachreiter.

Angbuilgu ist die Sonnenuhr, die in der Joeson-Zeit benutzt wurde. Angbuilgu bedeutet, Aufwärtsschauender Kessel, der die Schatten der Sonne fängt. Die 13 horizontalen Linien stellen die 24 verschiedenen Perioden der Winter- und Sommer-Sonnenwende dar. Die vertikalen Linien sind die Zeitlinien. Der äußere Ring ist mit Bildern von Tieren bemalt, damit auch alle die Uhr lesen konnten. Ist die Uhr nach Norden ausgerichtet, so zeigt der einfallende Schatten genau die Zeit und den Tag des Jahres an.

Seoul 2004 - Angbuilgu

Das Gebäude Gangnyeongjeon enthält insgesamt 9 Räume. Der Hauptraum war das Schlafzimmer des Königs und war umgeben von den anderen 8 Räumen. Im Schlafzimmer gab es keine Möbel. Östlich des Gangyeongjeon befindet sich Yeonsaengjeon, das östliche Schlafzimmer. Wir gingen weiter an den Gebäuden vorbei, schauten hier und da auf die Tafeln, auf denen auch in englischer Sprache so einiges erklärt wurde. Wir hatten traumhaftes Wetter und konnten die Berge des Gugi-dong sehen. Das National Folk Museum haben wir nicht mehr besucht. Dafür hätten wir sicher noch einen weiteren Tag benötigt.

Seoul - Gyeongbokgung Seoul - Gyeongbokgung

Der Hyangwonjeong Pavillon ist sechseckig und steht auf einer kleinen Insel im künstlich angelegtem See Hyangwonjeong. Zum Pavillon führte eine Holzbrücke (Chwihyanggyo) 
Der See ist ein ausgesprochen idyllischer Ort. Genügend Schatten spenden die umliegenden Bäume,. Wir beobachten eine Künstlerin, die den See mit dem Pavillon malt. Ich mag gar nicht weitergehen. Hier gefällt es mir. Die Wasserfläche ist spiegelglatt und ruhig, viele Lotusblüten wachsen im See.

Seoul - Gyeongbokgung Seoul - Gyeongbokgung

Der kleine See mit dem Pavillon auf der Insel und der Holzbrücke wurde 1873 vom Herrscher Gojong gebaut. Eigentlich befand sich die Brücke zum Pavillon im nördlichen Teil des Sees. Sie wurde im Korea-Krieg jedoch zerstört und nun an dieser Stelle wieder rekonstruiert. Wir umrundeten den See und kamen zu der Quelle Yeolsangjinwon, die aus dem Jahre 1395 stammt. Lange Zeit wurde sie als Trinkwasser genutzt, denn das Wasser war kalt und klar. Das Wasser fließt in den See.

Seoul 2004 - Gyeongbokgung

Und immer wieder trafen wir auf junge Menschen, die unbedingt mit uns ein Foto machen wollten. Das machten wir natürlich immer gerne. Leider sprachen sie kaum englisch und kicherten so vor sich hin.

Wir gingen noch zum Okhoru Pavillon. Dort überfiel am 8. Oktober 1895 eine Gruppe Japaner den Palast und drang in die Residenz der Kaiserin ein. Sie wurde ermordet und an Ort und Stelle verbrannt. Auf einem gemalten  Bild wird die Tragödie noch einmal gezeigt.


Insa-dong

Wir verlassen den Palast durch das Gwanghwamun Gate und machten uns auf den Weg zum Jogyesa Tempel. Das war nicht allzuweit. Allerdings liefen wir zunächst in die falsche Richtung. Es war mittlerweile recht warm geworden. An einer Mauer legten wir ein paar Sachen ab, gingen dann den Weg zurück, wieder am Gwanghwamun Gate vorbei, um dann festzustellen, dass wir unsere Sachen auf der Mauer haben liegen lassen. Und wieder mussten wir umkehren, aber es lag noch alles an derselben Stelle.

Nun gingen erst die Julgongno entlang und bogen dann in die Ujeongungno ein. Was wir als den buddhistischen Tempel betrachteten, entpuppte sich als altes ehemaliges Postgebäude. Ujeongchongguk wurde 1884 als modernes Postgebäude gebaut nach den Vorstellungen von Hong Yeongsik, der gerade von einer Überseereise zurückkam.  Der Tempel befand sich ein ganzes Stück weiter. Da morgen das große Laternen-Fest des 2548 Geburtstag von Buddha gefeiert wurde, waren die Vorbereitungen im vollen Gange. Der Tempel war drinnen und draußen behangen mit Lampions auf denen kleine Zettel hingen, vermutlich waren es Wünsche. Alles war festlich geschmückt.

Seoul - Laternenfest - Jogyesa Tempel Seoul - Jongno Tower

Von da aus gingen weiter bis zum Jongno Tower, ein futuristisches Gebäude mit viel Glas. Wir stiegen dort nicht rauf, aber es heißt, die Sicht soll einfach schön sein. Gegenüber des Jogno Tower war ein Starbucks-Cafe. Dort machten wir eine Pause.

Wenn ich hier so im Nachhinein das Bild mit dem Bus sehe, so kann ich nur sagen, wir wären gerne manch eine Strecke lieber mit dem Bus gefahren, aber wir haben einfach nicht rausbekommen, welcher Bus wohin fuhr. Sicher, wir haben es mal probiert, aber es hat keinen Zweck. Außer dem Anfangs- und dem Endpunkt der jeweiligen Linie, steht alles nur auf koreanisch. Na ja die Busnummer ist auch noch zu lesen. Aber das war´s dann auch schon. Sollten wir noch einmal nach Seoul fahren, werde ich mir auf jeden Fall einen Busfahrplan in englischer Sprache besorgen, denn leider sprechen die Busfahrer so gut wie kein englisch.

Seoul - Bus Seoul - Tapgol Park

Nachdem wir uns bei einem Kaffee gestärkt hatten, sahen wir uns im Tapgol Park um. Ein relativ neu renovierter Park, großzügig angelegt, der als ein Ort dienen soll, wo man den Geist der Unabhängigkeitsbewegung noch spüren kann. Die Statue zeigt den Unabhängigkeitskämpfer Son Byeong-hui, einer der Hauptakteure während der Unabhängigkeitsbewegung vom 01.März 1919. Wir wollten unseren Weg durch den Park abkürzen, aber es gab am anderen Ende keinen Ausgang, so dass wir wir zurückgehen mussten. Es befindet sich auch noch eine 10-stufige Pagode auf dem Gelände, die aus dem Jahre 1467 stammt.

Seoul Seoul

Hier in den Straßen von Insa-dong gibt es Hunderte von Shops, mit Kunsthandwerk, Antiquitäten, Klamotten, viele Cafes, Restaurants. Tomaten werden vom Transporter aus verkauft, wir sehen die vielen Obst- und Gemüsestände und an dem Hochhaus "hängt" ein einsamer Fensterputzer und versucht die riesigen Flächen zu säubern.

Seoul 2004 - Fensterputzer

Immer wieder staunen wir über die Kreativität. Was man alles aus und mit einem Motorrad machen kann. Wirklich unvorstellbar für unsere deutsche Übergenauigkeit...

Wir erreichen den Unhyeongung Palace, das war ein privates Haus der königlichen Familie. Hier wuchs King Gojong der Joseon Dynasty auf, bis er 12 Jahre alt war. 

Es gab eine kleine Musikvorführung, dann ging es weiter zum Changdeokgung Palace.


Daehangno & Namdaemun Markt

Daehango heißt einfach Universitätsstrasse. Ein Zentrum von Kunst und Kultur ist dieser Stadtteil, den es gibt viele kulturelle Einrichtungen,  bedeutende Kunsthallen, wie dem Dong Soong oder dem Batangol Art Center, unzählige kleine Theater und natürlich jede Menge Cafes, Restaurants und Bars. Ganz in der Nähe befindet sich der Jongmo Royal Shrine und der Changdeokgung Palast. Der Jongmo-Shrine ist durch eine Fußgängerbrücke mit dem Palast verbunden und nicht extra zu besichtigen.

Als wir jedoch endlich vor dem Eingang standen, lasen wir, dass es nur noch geführte Touren gibt. Alleine darf man den Park nicht mehr betreten. Das wäre ja auch nicht so tragisch gewesen, aber es fand keine geführte Tour mehr in einer englischen oder auch westlichen Sprache statt. Eine Besichtigung auf koreanisch, dazu hatten wir nun wirklich keine Lust. Es hätte ja auch nicht viel gebracht. Übrigens der Palast stammt aus dem Jahre 1405. So brachen wir ab und beschlossen wir zum Namdaemun Market zu fahren.

Seoul - Namdaemun Market Seoul - Namdaemun Market

Zuerst mit der Linie 3 und dann mit der 4 fuhren wir bis zur Hoehyeon Station. Es war nicht zu fassen, so einen Markt muss man gesehen haben.  Alles, aber auch alles wurde angeboten. Ich habe noch nie so einen Markt gesehen, Kleider, CDs, Fleisch, Obst, Fisch, Schuhe, und alles auf engstem Raum. Ein Gedränge, ein Geschiebe, da habe ich so manches Mal an unsere Geldbörse gedacht...

Seoul - Namdaemun Market Seoul - Namdaemun Market

Wir gingen durch die engen schmalen vollbepackten Straßen, Unmengen von Menschen waren unterwegs, manchmal war einfach kein Weiterkommen. Die Stände wurden auch einfach mitten auf den Wegen aufgebaut. Egal, was man sucht, hier bekommt man es bestimmt, man muss nur geduldig suchen... Aber irgendwann hatten wir genug.  Wir hatten uns für heute vorgenommen, im Hard-Rock-Café zu essen, nur wussten wir noch nicht einmal, wo es war...

Die Leute, die wir fragten, wussten es nicht. Wir fanden aber eine kleineTourist-Information mitten auf dem Markt und sie hatten sogar ein Prospekt. Wir mussten eine Weile auf dem Stadtplan suchen, ehe wir rausgefunden hatten, wo genau das Lokal lag. Es liegt auf der anderen Seite des Han - Flusses.

Seoul 2004 - City Gate

Zunächst schauten wir uns noch das City Gate an, es wurde auch Namdaemun (Großes Südtor) genannt. Erbaut wurde das Tor 1398 und 1448 wieder aufgebaut. Die Konstruktion ist aus Holz und es gilt als das größte in Korea. Nach der Besichtigung marschierten wir zur nächsten U-Bahn-Station. Es war die City Hall. Wir stiegen erst in die 1, dann in die 4 und zum Schluss in die 7. Völlig erschöpft sitzen wir um 19:30 Uhr das erste Mal in der Bahn, denn die Bahnen sind brechend voll, jeder ist anscheinend unterwegs. Mittlerweile kennen wir jedoch das U-Bahn-System. Es ist wirklich nicht so schwer, damit klar zu kommen.

Seoul 2004 - Hard Rock Cafe

Von der letzten Station Gangnamgu Office mussten wir noch ein gutes Stück zu Fuß laufen. Gott sei Dank bergab. Langsam tat mir alles weh und Hunger und Durst hatten wir auch...
Wir haben supergegessen, gut getrunken und denken langsam daran, wieder nach Hause zu fahren.

Erst die Linie 7 bis Express und dann die 3 und erst müssen wir den Berg wieder hoch...


Deoksugung Palace

Als am nächsten Morgen der Wecker um 8:00 Uhr klingelte, hatten einfach keine Lust aufzustehen und blieben noch eine kleine Weile liegen.  Da wir später dran waren, ist der Frühstückssaal relativ voll. Alle möglichen Nationalitäten sind vertreten. Gleich nach dem Frühstück fahren mit der U-Bahn zur City Hall. Es sind nur 3 Stationen und wir müssen einmal umsteigen. Wir wollen den Deoksugung Palace besichtigen.

Dieser befindet sich mitten in der Stadt gleich gegenüber der City Hall. Dieser Palast ist einer von den fünfen der Joeson Dynasty (1392 - 1910) Eigentlich wurde dieser Palast für den älteren Bruder Prince Wolsan gebaut, wurde jedoch später auch von den nachfolgenden Königen als Hauptresidenz genutzt.

Seoul - Deoksugung Palace Seoul - City Hall

Wir kommen durch das Daehanmun Tor, es ist der Haupteingang in den Palast. Ursprünglich hieß dieser Eingang Inhwamun. Als das Tor im Jahre 1904 durch Brand zerstört wurde, nannte man den Neubau zunächst Dae-anmun, ehe es 1906 den Namen Daehanmun bekam. Das Tor ist jetzt auf der östlichen Seite.

Junghwajeon, der Thronsaal des Deoksugung Palstes war ursprünglich ein zweistöckiges Gebäude, aber nach dem großen Feuer in 1904, baute man das Gebäude nur noch einstöckig wieder auf. Im Innern an der Decke war ein Drachen geschnitzt, der als Symbol für die Autorität des Gebieters stand. König Gojong, krönte sich selber als Kaiser, das bedeutete mehr Macht als einfach nur König.

Seoul 2004

Und dann kamen die beiden Mädchen auf mich zu, ob ich bereit sei, mit ihnen ein Interview zu machen. Sie kämen von einer Zeitung. Klar, das mache ich doch gerne, wer ich bin, woher ich komme, welches das schönste Land sei, das waren die einfachen Fragen, dann kamen mein Lieblingsschauspieler, Brad Pit fiel mir gerade ein, die Mädchen kicherten. Beim Film hat Friedrich mir schnell was zugeflüstert, und bei der Pop-Gruppe fiel mir doch nur Abba ein, ob die beiden die wohl kannten? Jede Antwort läuft immer mit einem Oh und Ah und viel Gekicher ab. Zum Schluss wurde ich noch fotografiert, aber dafür bat ich auch um ein Foto...

Seoul 2004

Das National Museum of Contemporary Art ist ein moderner Bau von 1938. Der Springbrunnen davor zog so manchen Fotografen an. Der Garten und der Springbrunnen ist im westlichen Stil. Es ist der  erste Europäische Garten, der je in Korea angelegt wurde. Rund um den Brunnen sind 4 bronzene Seehunde positioniert. Im Hintergrund ist die Junghwajeon Hall zu sehen.

Bei der Seokjojeon Hall sie kann man den Einfluss des Colonial style erkennen. Es hat 3 Stockwerke und wurde  1933 in einen ständigen Ausstellungsort moderner japanischer Kunst umgewandelt und hatte diese Funktion bis 1945. Heute ist sie ist nun ein königliches Museum, das Kunstgegenstände und Hinterlassenschaften aus der Joeson-Dynastie enthält.

Seoul - Deoksugung Palace Seoul

Heungcheonsa ist ein Tempel, der vom König Taejo, dem Gründer der Joeson Dynasty in 1397 gebaut wurde, um für die Seele seiner verstorbenen Frau Königin Sendeok zu beten und die Grabstätte zu schützen. Im Jahre 1409 wurde der Schrein nach Jeongneung-dong, Seongbuk-gu gebracht. Die Glocke wurde erst 1462 aufgestellt Seitdem 1510 Heungcheonsa niederbrannte wurde diese Glocke erst 1747 in den Gyeongbokgung Palast, dann zum Changgyeonggung Palast und schließlich hier an diesen Ort gebracht.

Seoul - Jagyeoknu - Wasseruhr

Die Jagyeoknu ist eine Wasseruhr aus dem Jahre 1536. Sie ist nicht mehr komplett, da nur noch 3 Wassergefäße und 2 zylindrische Wasserbehälter übrig geblieben sind. Ursprünglich stand sie in im Palast Changdeokgung in Borugak. wurde später dann hierher gebracht. Vorher hatte man aber auch festgestellt, dass diese Wasseruhr nicht mehr die genaue Zeit anzeigte.

Seoul Seoul

Hier in diesen Hallen Junmyeongdang Hall  und Jeukjodang Hall besprach König Gojong seine Staatsaffären mit seinen Ministern. Beide Gebäude sind durch einen Korridor miteinander verbunden. Das einzige zweistöckige Gebäude ist das Seogeodang Gebäude, das vom König Seonjo in 1593 erbaut wurde. 1904 wurde es vom Feuer zerstört und 1906 wieder aufgebaut. Und immer wieder sehen wir die Wolkenkratzer der Stadt im Hintergrund...

Deokhongjeon wurde 1911 erbaut und diente als Audienzsaal. Hier wurden die täglichen Geschäfte abgewickelt und die Würdenträger der eigenen sowie auch aus fremden Ländern empfangen.

Und wieder wollten junge Koreaner mit uns fotografiert werden, das machen wir ja sehr gerne, denn wir nehmen auch gerne ein Bild mit nach Hause. Allerdings musste ich für jeden mit seinem Apparat ein Foto schießen...

Seoul 2004

Wir gingen von dem Palast zur City Hall, die sich gleich auf der anderen Straßenseite befindet. Vor dem Rathaus eine große Grünanlage und davor war ein Springbrunnen mit Wasserspielen. Was beneideten wir die Kinder, die sorglos im dem Wasser rumliefen.

Eigentlich versuchten sie durch das Wasser zu laufen, ohne nass zu werden.Aber die Fontänen waren tückisch. Mal groß, mal klein, so als wollten sie locken, versucht es nur, ihr schafft es schon. Wenn die Kinder halb durchgelaufen waren, schossen die ganz großen Fontänen raus. Da flossen bei den ganz kleinen Kinder schon mal die Tränen.

Seoul Seoul


Wir schauten noch eine Weile zu und machten uns dann wieder auf den Weg. Es war so schönes Wetter, da wollten wir noch einiges von der Stadt sehen.

Wir gingen wieder zur U-Bahn-Station. dazu mussten wir wieder die große Straße überqueren. Ich glaube, es waren 6 Fahrspuren in jeder Richtung, eigentlich ganz normal für Seoul. Und alle fahren recht diszipliniert. Wir hatten selten mal Bedenken, eine Straße zu überqueren, höchstens, wenn wir die Ampel nicht beachteten...
Weiter geht es auf dem Dongdaemun Markt.


Dongdaemun Markt

Von der City Hall fuhren wir 3 Stationen mit der 1, in Dongdaemon stiegen wir aus. Es ist unglaublich, was hier auf den Strassen los ist. Ob das nun am Sonntag liegt, oder an Buddhas Geburtstag, wir wissen es nicht. Einige Zeit wandern wir durch die Gassen oder Strassen, die dicht an dicht mit Shops belegt sind. Auch hier sehen wir viele Menschen, die zu dem Laternenfest wollen. Es finden in den nahegelegenen Stadien, Football und Baseball, Veranstaltungen statt. Es kostet Eintritt und so richtig wissen wir auch nicht, ob das nun auch etwas für uns ist.

Wir sehen neben den großen Kaufhäusern auch viele kleine Stände, wo wieder alles mögliche angeboten wird. Wir müssen raus aus dem Gewühl, wollen etwas trinken und uns ausruhen und gehen in ein riesiges Kaufhaus [hello a pm], mit uns Hunderte von anderen, die sich auch die Rolltreppe hochquälen.

Seoul - Dongdaemon Seoul

Wir schauen uns in einigen Stockwerken um, diese Größenordnung von einem Warenangebot und Menschengewühle habe ich so noch nicht gesehen. Im 9. Stockwerk ist das Food-Plaza. Wir essen einen Salat, (bei den anderen Sachen ist schlecht erkennbar, was sie anbieten) trinken eine Pepsi und haben Glück, denn wir haben einen Fensterplatz und schauen genau in das Stadium, wo die Ceremonies stattfinden.

Seoul - Dongdaemon Seoul - Dongdaemon

Danach gehen wir durch einige Etagen des Kaufhauses und finden 3 schöne Halstücher für unsere Enkeltöchter und Merle. Überall ist es proppenvoll, als wir das Kaufhaus verlassen, strömen immer noch jede Menge hinein. Friedrich hat das so gar nicht gefallen, er geht ja schon selten hier bei uns in größere Geschäfte, aber ich kenne auch nur wenige Männer, die gerne einen Einkaufsbummel machen.

Das Heunginjimun Gate, wird auch Dongdaemun Gate genannt und ist das östliche Haupttor. Ein Großteil des Tores war von einer Mauer umgeben zum Schutz gegen Feinde. Das Tor stammt auch aus der Joseon Periode und wurde 1398 erstmals gebaut und im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut.


Ttukseom Erholungspark

Lust zu laufen hatten wir nun keine mehr. Auch reichte uns nun die Großstadthektik. Wir wollten uns jetzt etwas Geruhsames anschauen. Klar, wir fahren noch einmal an den Han. So fahren wir mit der Bahn 1, der 2 und der 7 zum Ttukseom Resort, eine weitläufige Freizeitanlage am Han - Fluss. Die Bahn-Station liegt in luftiger Höhe direkt am Ufer. Wir brauchen nur die Treppen hinunterzugehen...

Bötchen fahren, Drachen steigen lassen, Ball spielen, Tandem fahren. Die Badeanstalt wird als Rollerbladeranlage genutzt, selbst in den Becken wird mit den Rollschuhen gefahren. Eine große weitläufige Anlage, die auch gut besucht wird, aber hier verlaufen sich die Menschen.

Seoul 2004 - Ttukseom Resort am Han-Fluss

Wir holen uns an einem der vielen Kioske etwas zu trinken und eine Dose Nüsse und wir setzen uns am Rande auf die Treppenstufen und genießen die warmen Sonnenstrahlen und den Blick auf den Fluss. Rundum uns herum spielen Kinder. Es ist eine Freude, da zuzusehen. Ab und zu werfen sie uns einen verschämten Blick zu. Wir sehen ja doch etwas anders aus.

Seoul 2004 - Ttukseom Resort

Es ist schön hier. Schade, dass die Zeit so schnell vorbei gegangen ist. Morgen ist nämlich schon wieder alles vorbei und der Heimflug angesagt. Aber wir haben jede Minute ausgekostet und wirklich viel gesehen. Wir überlegen, wo wir heute Abend essen wollen. Vielleicht wieder im Hard-Rock-Café? Warum nicht. Dort hat es uns super geschmeckt und außerdem sind wir nur 3 Stationen davon entfernt.

Seoul - Ttukseom Resort Seoul - Ttukseom Resort

Wir sehen auf dem Rückweg zur U-Bahn zwei Frauen mit einem Kinderkarre. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Nur als wir hineinschauen, sitzt dort kein Baby drin, sondern ein Hund, der spazierengefahren wird. Ja, das fanden wir schon sehr lustig.

Seoul - Ttukseom Resort

Mit der U-Bahn fuhren wir über den Fluss und waren nach 2 weiteren Stationen am Gangnam-gu Office. Diesmal waren wir etwas früher dran als gestern und so konnten wir noch ein paar Fotos von dieser recht vornehmen Gegend machen.

Seoul - Ttukseom Resort Seoul - Ttukseom Resort

Nach dem leckeren Essen, traten wir den Heimweg an. Es war recht spät geworden, aber wir hatten ja morgen einen langen Flug und konnten uns ausruhen.


Das waren die letzten Bilder aus Korea, danach flogen wir  über China, Beijing, Sibirien, Ulan Bator, Irkutzk, St. Petersburg, Berlin und Frankfurt nach Hause..

Good bye!
Annyeonghi gaseyo!

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