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Last updateMi, 07 Feb 2018 12pm

Petra Kaisers Forum

Reisebericht aus Frankfurt am Main

Wenn ich an Frankfurt denke, so fällt mir dazu ein: Mainhattan, Bankenviertel, Skyline, Hochhäuser, Sachsenhausen, Zoo, größter Flughafen, Eppelwei, Finanzzentrum, Römer, Kaiserdom, Palmengarten, Zeil, Hauptwache, Alte Oper und Goethe.

Würde ich noch länger darüber nachdenken, so kämen ganz sicher noch mehr Ideen, was erwähnenswert ist.

Man sagt Frankfurt am Main, die größte Stadt Hessens, liegt im Herzen Deutschlands. Ich habe einige Jahre in Frankfurt gelebt und kann daher auch einiges erzählen. Für mich war die Stadt der Anfang meines Lebens, fernab von Eltern und Geschwistern. Das ist allerdings schon so lange her und natürlich unterliegt fast jede Stadt einem Wandel.

Frankfurt am Main

Das bemerke ich immer wieder, denn es zieht mich ab und zu in die Stadt zurück, wo ich meine ersten Schritte als Erwachsene gemacht habe. Viele meinen, Frankfurt habe nichts zu bieten und es gibt schönere Städte. Ich meine, Frankfurt hat allerlei zu bieten und braucht sich nicht zu verstecken.

In Frankfurt spricht man hessisch, also man „babbelt“ hessisch und manchmal, wenn man dann noch auf echte Frankfurter trifft, dann muss man ganz schön „ufpasse“ vor allem wenn man „e Schoppen“ oder „e Schöppsche“ in Sachsenhausen bestellt, so heißt ein Glas Apfelwein (Eppelwei) oder eben ein kleines Glas.
Sachsenhausen liegt „dribb de Bach“ also südlich des Mains (= drüben vom Bach), während andere Stadtteile „hibb de Bach“ liegen, eben nördlich des Mains.

Der Apfelwein ist schon ein besonderes Getränk, den man unbedingt in einer der typischen Apfelweinschänken in Sachsenhausen (also „dribb de Bach“) probieren sollte. Mir schmeckt er nach dem dritten Glas richtig gut, aber dann hat man auch meist schon einen sitzen. Dazu gibt es Handkäs mit Musik, das ist ein Sauermilchkäse in einer Marinade aus Zwiebeln, Essig und Öl. Man bekommt ihn auch ohne Musik, dann wird er ohne Zwiebeln serviert. Traditionell isst man als Nicht-Vegetarier Rippchen mit Kraut oder eben anderes Deftiges zu dem markant schmeckenden Apfelwein.

Frankfurt am Main

Die Frankfurter Würstchen, der Name sagt es schon, kommen natürlich aus Frankfurt, ebenso wie die Frankfurter Grüne Soße, eine Spezialität aus sieben Kräutern (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch) die man kalt zu Fleisch oder Kartoffeln isst.

Ein lustige und urige Variante Frankfurt kennenzulernen, ist die Fahrt mit dem Eppelwei Express. Für 8 Euro bekommt man eine Stadtrundfahrt geboten inklusive einer Flasche Apfelwein oder Apfelsaft und einer Tüte Brezen. (Stand Februar 2018)

Hauptwache

An der Hauptwache, einst Polizei und Gefängnisgebäude habe ich mich gerne draußen in ein Café gesetzt und das Treiben rundherum beobachtet. Von hier aus gelangt man auch auf die Zeil, eine der meistbesuchten und umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands.

Wenn ich an die siebziger Jahre zurückdenke, so hat sich die Zeil ganz schön gemausert. Als Beispiel habe ich hier mal das Gebäude von Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf genommen:

Das Weltstadthaus in Frankfurt am Main entstammt unverkennbar den 80er Jahren, einer goldenen Zeit. Mit den Hochhäusern der Banken zog eine kühle, spiegelnde Pracht in die City am Main ein. Der Wohlstand der Gesellschaft fand seinen Ausdruck nicht nur in neuen repräsentativen Bauten. Gold wurde zur beliebten Schmuckfarbe der Mode. Auch im neuen Peek & Cloppenburg-Haus entdeckt man sie. Dort ziert goldglänzendes, poliertes Messing Tür- und Fensterrahmen und Balustraden. Die Architekten Rhode, Kellermann, Wawrowsky hatten sich mit ihrer Formensprache längst Anerkennung verschafft. Das von ihnen an der Zeil errichtete neue Peek & Cloppenburg-Haus setzte auf Frankfurts großer Einkaufsmeile einen deutlichen Akzent.

Quelle

Peek und Cloppenburg
"Bildquelle: Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf"

Die Eröffnung erfolgte 1988 mit einer Verkaufsfläche von ca. 16.900 m² auf 5 Etagen. Übrigens, die Adresse ist Zeil 71-75 und die Öffnungszeiten sind Montags bis Samstag von 8 – 22 Uhr. (Stand: 2015) Ja, ich kaufe gerne bei P & C ein. ;-)

Frankfurt am Main

Goethe ist in Frankfurt allgegenwärtig, denn hier wurde er 1749 geboren. Daher sollte man zumindest mal einen Blick auf sein Geburtshaus werfen. Das Goethehaus, Großer Hirschgraben 23 - 25, kann auch besichtigt werden, es gibt auch ein Museeum. Die Öffnungszeiten sind: Mo-Sa von 10 - 18 Uhr - So und Feiertags von 10 - 17:30 Uhr (Stand April 2015). Mehr Informationen gibt es hier.

Frankfurt - Römerberg

Mit meiner Enkeltochter bin ich im Mal 2011 in die „Gut Stubb“ auf dem Römerberg gegangen. Hier befindet sich das historische Zentrum mit der schönen spätgotischen alten Nikolaikirche, dem Rathaus mit den gotischen Giebeln - das Wahrzeichen der Stadt Frankfurt - und gegenüber stehen die 6 Häuser mit den herrlichen Fassaden.
 

Frankfurt - Römerberg

Ist das Wetter sonnig, so setzt man sich sicher gerne in einem der vielen Cafés draußen und genießt mit vielen anderen Touristen die schöne Aussicht. Ganz in der Nähe ist auch der Kaiserdom St. Bartholomäus, in dem früher die Kaiser gekrönt wurden. Gleich neben dem Dom befindet sich der Archäologische Garten mit Mauerresten aus verschiedenen Epochen.

Frankfurt - Archäologischer Garten

Von hier aus lässt sich bequem Sachsenhausen erreichen, man geht über den Eisernen Steg, eine Fußgängerbrücke, die schon 1868 über den Main gebaut wurde. Sie verbindet den Römerberg mit Sachsenhausen.

Ein besonderes Erlebnis ist, wenn man sich bei einer Bootstour Frankfurt vom Wasser aus anschaut. Man sieht die imposante Skyline von Frankfurt, bei Nacht ist es besonders schön, das neue EZB-Gebäude, Sachsenhausen, die Gerbermühle. Es gibt verschiedene Stege, wo man aus- und einsteigen kann und wenn man dann noch selber Kapitän spielen kann, was will man mehr.

 Frankfurt - Eiserner Steg

Ich könnte hier noch stundenlang erzählen, was man alles machen kann. Es gibt jede Menge Museen und Kunstausstellungen, Kirchen, Theater und Opernhäuser. Man kann auf etliche Aussichtsplattformen klettern und bei gutem Wetter die Sicht über Frankfurt genießen. Und nicht zu vergessen, Frankfurt ist Messestadt, zum Beispiel findet man ganz sicher auf der Buchmesse ein kleines Mitbringsel und die neuesten Büchertipps.

Da wir oft über Frankfurt in alle Welt fliegen, lege ich immer mal wieder einen Kurzstop in Frankfurt ein.
Für mich lohnt es sich immer.

Über den Frankfurter Flughafen habe ich in meinem Blog bilderalbum.de zwei kleine Geschichten geschrieben:
Flughafen Frankfurt – zwischen den Streiks
Der letzte Beitrag – Silvester 2017

Einen kleinen Reisebericht findet Ihr in meinem Forum: Live aus Frankfurt am Main

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