08232017Mi
Last updateSo, 23 Jul 2017 2pm

Petra Kaisers Forum

Reisebericht Ghana

Beitragsseiten

Reisebericht Ghana, das Land im tropischen Afrika - Frühjahr 2003

Unser Freund Dieter hat vor über 30 Jahren eine Zeitlang in Ghana gelebt und gearbeitet. Seit Jahr und Tag erzählt er uns von diesem interessanten Land, denn er fliegt mindestens 2 x jährlich für einige Wochen dorthin. Was liegt da näher, ihn zu fragen, ob er uns nicht einmal mitnimmt...

Unser Flug ging über Lagos nach Accra, insgesamt ca. 7,5 Stunden Flugzeit. Der Zeitunterschied beträgt nur eine Stunde.


Ghana

 

AKWAABA

mit diesen Worten hieß man uns Willkommen!

Es gab ein großes Hallo am Flughafen, denn eine Menge Freunde von Dieter waren gekommen, um uns zu begrüßen. Sie übernahmen unsere Koffer und fuhren uns ins Hotel. Schön, wenn man sich um nichts kümmern muss.

Verkäuferin in Ghana Kinder in Accra - Ghana

Obstverkäufer in AccraBei Frost sind wir abgeflogen - bei Ankunft in Accra war es ungefähr 32 ° im Schatten. Den ersten Eindruck von dem Land kann ich gar nicht beschreiben. Es ist so ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe. Die vielen freundlichen und ausgelassenen Menschen, der unheimliche Verkehr auf der Strasse, die Hauptstadt Accra, die so ganz anders ist, als unsere europäischen Städte. Es gibt keine Hochhäuser, keine Geschäftsstrassen mit Einkaufspassagen. Der Verkauf findet auf den Straßen statt, in kleinen Buden, wo die Waren hauptsächlich draußen angeboten werden, riesige Märkte mit Obst, Gemüse, Ersatzteile, Schuhe, egal, es gibt so gut wie alles zu kaufen. Die Straßen und der Verkehr eine große Katastrophe! Es gibt zwar Straßennamen, jedoch findet man kaum Straßenschilder. Nicht nur hier in Accra orientiert man sich an Gebäude-Namen, es ist schwierig am Anfang, sich zurecht zu finden. Da hilft nur eins, ständig nachfragen! Fast in jeder Straßen befindet sich ein offener Abflusskanal in allen möglichen Breiten - natürlich ungeschützt - besonders in der Nacht sollte man höllisch aufpassen.

Kembs Hotel

Wir hatten bewusst ein afrikanisches Hotel ausgesucht und zwar das Kembs Hotel an der Mataheko Road. Für ghanaische Verhältnisse ein sehr gutes Hotel, ausgestattet mit Fernseher, Bad, WC, Kühlschrank und Klimaanlage und kostete pro Nacht und Zimmer 70.000 Cedi, das entspricht ungefähr 7 €!

Straße in AccraWir checkten ein und trafen uns danach alle auf der Veranda zu einem Willkommens-Drink. Dann versuchten wir noch etwas zu essen zu bekommen, was allerdings nicht so einfach war. Viele sprechen einfach nicht genügend englisch. Aber wir bekamen noch eine Kleinigkeit und gingen dann auch kurze Zeit später ins Bett, denn es war ein langer Tag gewesen.

Im Zimmer stellten wir fest, dass wir nur ein Handtuch hatten, und obwohl wir es etliche Male bemängelt hatten, gab es einfach kein 2. Aber hinter dieses Geheimnis kamen wir erst einige Tage später!

Am 2. Tag trafen wir uns zum Frühstück. Das zu bestellen war schon etwas schwierig, denn egal, was wir sagten und fragten, es hieß immer nur "yes, yes"... Tee, Kaffee, Brot, Marmelade und Spanish Omelette, das war doch schon was! Das gab es übrigens die ganze Zeit, aber wir hatten uns einige Sachen von Deutschland mitgenommen, so dass wir auch etwas Abwechslung hatten.

Dieter hatte einen Mietwagen organisiert, den uns Kofi am Vormittag vorbeibrachte. Kofi war ein ehemaliger Arbeitskollege von Dieter. Ihm vertrauten wir auch unsere Pässe und Rückflugtickets an. Er wollte sie in seiner Wohnung *verstecken*. Das sollte zumindest sicherer sein, als im Hotel. :-)

GeldwechselstubeGeldwechselstuben in Accra - immer eine Plastiktüte mitnehmen!
Als erstes mussten wir Geld tauschen. So fuhren wir zu einem Forex-Bureau. Der Kurs beträgt ungefähr 9.200 Cedi für 1 €. Da es keine großen Banknoten gab, nur zu 2.000 Cedi, bekamen wir das Geld gleich bündelweise in einer schwarzen Plastiktüte!

Da Dieter einen ghanaischen Führerschein hatte und sich auch gut auskennt, hatten wir in Accra keine Probleme mit der Orientierung. Wir fuhren als nächstes zur Korle-Beach, eine schöne Anlage am Strand und genießen die Sonne, das Meer und ein schönes Star-Bier. Mittlerweile ist es 37° C im Schatten und unheimlich schwül. Daran muss man sich erst gewöhnen. Man schwitzt immer...

Verkäufer GhanaWeiter fuhren wir in Richtung Altstadt, am alten Hafen vorbei an der Küste entlang, es gibt viele Hotels. Am Strandhotel "Next Door" haben wir noch eine Pause eingelegt, etwas getrunken und wieder die schöne Aussicht auf das Meer genossen.
Von da aus sind wir wieder Richtung Innenstadt gefahren und haben Halt bei den Afrikanischen Holzschnitzern gemacht. Hunderte von Händlern verkaufen Kunsthandwerk des afrikanischen Alltags. Der Wettbewerb ist groß! Dieter hatte im November einige Photos gemacht, die er jetzt verteilte. Es gab ein großes *hallo* und jeder wollte uns etwas verkaufen. Wir schauten uns jedoch erst einmal um und versprachen wieder zu kommen, was wir auch später gemacht haben. Sie waren alle total nett und wollten immer wieder gerne fotografiert werden...

Verkäufer in Accra Verkäufer in Accra

Und weiter ging es zu Kofis Rohbau, den Dieter finanziell unterstützte. Unterwegs hielten wir an, um Obst zu kaufen, mit den Preisen kamen wir jedoch nicht klar, erstanden dann 2 Ananas zu je umgerechnet 30 Cent, was jedoch viel zu teuer war, wie wir im Nachhinein feststellten.

Frische Früchte in Ghana

Unterwegs kamen wir immer wieder in Staus. Entlang der Straßen sind Buden, Geschäfte, die Menschen breiten ihre Waren am Straßenrand aus, auf den Straßen laufen Verkäufer mit ihren Waren - meist auf dem Kopf tragend- herum, in der Hoffnung auf ein schnelles Geschäft, wenn die Autos verkehrsbedingt stoppen mussten. An diesem Tag war Toilettenpapier der Renner.

Rohbau in AccraAls wir bei dem Rohbau ankamen, war Dieter sehr erstaunt. Die Wände waren erstellt und es schien ein Fortschritt eingetreten zu sein. Tja, ein riesiger Bau mit vielen Zimmern... Friedrich schlug die Hände über den Kopf zusammen, denn die Bauweise unterscheidet sich doch sehr stark von der unsrigen hier in Deutschland. Wasserwaage etc kennt man wohl nicht...

Viele, viele Kinder kamen angelaufen, so oft verirrten sich hier wohl keine Weißen. Obruni (weißer Mann/Frau) schallte es von der Straße. Obibini (schwarzer Mann/Frau) riefen wir zurück....

 

  • Reiseberichte

  • Rezepte

  • Latest News

Mein Forum »

Wolf
Ich freue mich auf Euren Besuch!

Hilfe für Kinder »