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Reisebericht Malta vom 29.12.2003 - 05.01.2004 

Kurzfristig haben wir uns überlegt, den Jahreswechsel auf Malta zu verbringen. Bisher brachte ich Malta nur mit Sprachurlaub in Verbindung, waren meine beiden Nichten schon vor einigen Jahren wegen der Sprache dort gewesen.

Uns war klar, es wird kein Badeurlaub, dafür sind die Durchschnittstemperaturen Anfang Januar zu kalt. Wir wollten aber einiges erfahren über das kulturträchtige Land der Ritter. Gewaltige Festungsanlagen, zahlreiche prähistorische Tempel, viele Prachtbauten des Johanniterordens, viele große und kleine Kirchen, den größten Naturhafen von Europa, Valetta die Ritterstadt, Gozo, die kleine Insel, nette Fischerdörfer, steile Felsküsten, die höchste Erhebung Dingli und so vieles mehr, all das hatten wir uns vorgenommen. Jenni, unsere Enkeltochter, durfte mit, sie ist ja mittlerweile sehr reiseerfahren und freute sich, mit uns auf große Fahrt zu gehen.

Malta

Augrund des Wassermangels auf Malta, es gibt keine Flüsse, ist die Vegetation sehr dürftig. Kalksandstein (limestone) ist der einzige Rohstoff auf Malta. Deswegen strahlen auch fast alle Häuser auf der Insel in den warmen honigfarbenen Tönen, da die meisten Häuser aus diesem Rohstoff gebaut wurden. Malta besteht aus 68 Dörfern, die teilweise zusammengewachsen sind. Überall entdecken wir den britisch-italienisch-arabischen Einfluss. In jeder Stadt/Dorf steht mindestens eine Kirche zu Ehren eines Schutzpatrons. Jeden Sommer finden zu Ehren des Schutzpatrons Feste statt. So gibt es immer irgendwo ein Fest zu feiern.

Malta hat eine eigene Währung, die maltesische Lira und auch eine eigene Sprache, nämlich Malti. Am Anfang haben wir gedacht, dass die Wörter schier unaussprechlich scheinen, aber die meisten Malteser sprechen englisch und mit der Zeit lernten wir, dass Orte wie Marsaxlokk ganz einfach wie Marssaschlock ausgesprochen wird.

Malta

Malta war zu allen Zeiten aufgrund seiner strategisch wertvollen Lage im Mittelmeer heiß umkämpft. Phönizier, Karthager, Römer, Araber, Normannen und Spanier eroberten die Insel und alle hinterließen ihre Spuren. Nach dem Aufenthalt im Jahre 60 n. Chr. des Apostels Paulus auf Malta, entsteht eine erste christliche Gemeinde. 1530 erhielt der Johanniterorden, nachdem sie von den Türken aus Rhodos vertrieben worden sind, Malta als Lehen von Kaiser Karl V. gegen die jährliche Abgabe eines Falken. Im Jahre 1565 wehrten die Johanniter eine knapp viermonatige türkische Belagerung ab. Sie bauten Malta zu einer gewaltigen Festung aus und störten empfindlich den Handelsverkehr des Osmanischen Reichs. Erst 1798 kapitulierten die Ritter vor den Truppen Napoleons. 1800 besetzten die Briten Malta und 1814 wurde Großbritannien die Insel als Kolonie zugesprochen. Seit dem 21. September 1964 ist die Insel unabhängig und seit 1974 eine Republik.

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