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Petra Kaisers Forum

Motorradtour Süd-Frankreich

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Mit Motorrad nach Südfrankreich

Mit dem Motorrad über Italien nach Südfrankreich im August 2003

1. Etappe: Senden - Garda-See - Bobbio - St. Dezery - Pont du Gard - Chateau de Baux

Auch in diesem Jahr wollte ich eine kleine Tour mit dem Motorrad unternehmen. Petra war mit unserer Enkeltochter und Gerta mit dem Auto Richtung Südfrankreich unterwegs. Wir hatten uns in Salherm verabredet. Bis dahin wollten Dieter und ich möglichst viele Kilometer mit dem Motorrad fahren ;-) (insgesamt haben wir über 3.000 km auf dem Tacho mehr gehabt)

Mit dem Bulli zum GardaseeAm Samstag, den 2.8.2003 habe ich meine Yamaha in den Transporter verladen und bin zu meinem Freund Dieter nach Ulm gefahren. Wie immer haben wir uns im *Hoigärtle* am Abend "etwas Mut" angetrunken, Dieters Fahrzeug und Gepäck ins Auto geladen. Am nächsten Morgen, nach einem üppigen Frühstück bei Sonja, ging es los Richtung Reschen-Pass.

Gegen Mittag kamen wir bei Hans am Reschen an, haben dort guten Tag gesagt und entschieden uns, aus Wettergründen mit dem Transporter weiterzufahren.  So fuhren wir weiter und freuten uns, dass wir keine nassen Socken bekamen. Gegen 18 Uhr waren wir am Monte Gargano, ein schönes Motorrad-Hotel am Garda-See. Wir luden unsere Motorräder aus und machten die ersten kleinen Reparaturen - wie z. B. Spiegelglas repariert. Manche Kurven wurden doch zu hart mit dem Auto genommen. Aber im Großen und Ganzen hatten wir die Motorräder gut verzurrt.

Wir nahmen ein leichtes Abendessen - Alain hat wirklich gut gekocht und ließen uns den roten Wein schmecken. Spät kamen wir dann ins Bett.
Nach einem üppigen Frühstück, packten wir unsere Sachen auf die Motorräder und die Fahrt begann. Den Transporter ließen wir bei Alain auf dem Hof stehen.

Unsere Route Richtung Genua führte uns über Brescia, Cremona und Piacenza. Bis dahin fuhren wir Autobahn, danach ging es auf der SS45 weiter, wunderschöne Strecken entlang der Trebbia bis nach Bobbio. Die norditalienische Stadt Bobbio hat ca. 4.500 Einwohner. Schon im Jahre Jahre 612 wurde die ehemalige Abtei San Colombano ganz in der Nähe von Bobbio vom hl. Columban gegründet. In dem Kloster befand sich auch das bedeutendste Skriptorium, in dem zahlreiche Werke der Antike abgeschrieben und so der Nachwelt überliefert wurden.


BobbioWahrzeichen der alten Stadt ist die wunderschöne erhaltene Brücke
, die sich über den Fluss Trebbio schwingt.
Wir müssen weiter über Ottone und Montebruno und kommen nach Genua. Kurz vorher kaufen wir noch Getränke ein und fahren dann wieder Autobahn Richtung Südwesten. Es ist sehr heiß, wir kommen jetzt durch viele Tunnels, die uns etwas Schutz vor der sengenden Sonne bieten. Und wieder stellen wir fest, die Italiener fahren einen Stil, dem wir nicht folgen können...


Unser Plan ist, bis nach Antibes in Frankreich zu fahren
und uns dort eine Unterkunft zu suchen. Wir kommen gut voran, einmal liegt zwar ein halber Reifen auf der vierspurigen Autobahn, aber mit etwas Glück wird auch dieses Hindernis von uns umfahren. Der Adrenalin-Spiegel steigt. Die Aufmerksamkeit ist wieder da. Wir entschieden nun doch noch ein Stück weiter zu fahren und rufen im Motorradhotel in St. Dezery bei Karl Heinz Vogtmann an. Jepp, er hat noch Zimmer frei und heißt uns herzlich Willkommen.

Also nun noch einmal haben wir die Mischer aufgedreht und sind razte, fatze über Aix en Provence, Avignon, Remoulins, Uzes bis nach St. Dezery gefahren. Les Olivettes, ein kleines Motorrad-Ferienparadies nördlich von Nimes. Karl Heinz begrüßt uns mit 2 Flaschen Bier, das lassen wir uns nicht zweimal sagen, nach 800 km Tagesfahrt. Die Uhr zeigte mittlerweile 21 Uhr. Wir waren kaputt, müde und hungrig. An einem großen Tisch am Swimmingpool sitzen andere Gäste, das Essen steht bereit, wir langen kräftig zu. Später am Abend fallen wir todmüde ins Bett.

Bobbio Bobbio

Am nächsten Morgen gibt es das Frühstück in großer Runde und danach machen Dieter und ich eine kleine Erkundungstour. Zunächst zum Pont du Gard, 273 m lang, 49 m über Wasser, in 3 übereinanderliegenden Arkadenreihen, das berühmte Aquädukt wurde um 19. v. Chr. auf Anordnung Aggripas, des Schwiegersohns von Augustus erbaut. Heute gehört die Brücke zum Weltkulturerbe.

Die Brücke überquert den Gard bei Remoulins und sollte Nimes mit Wasser versorgen. Es war schon beeindruckend, was so vor 2000 Jahren von den Römern erbaut wurde. Von der A9 Orange - Nimes, Abfahrt 23 Remoulins und dann der Beschilderung folgen. Der Eintritt ist frei.

Pond du Gard

Von da aus fuhren wir weiter - wieder in sengender Hitze - nach Chateau de Baux. Unterwegs musste ich bei meiner XS 850 auf Reserve stellen. Das Benzin war einfach alle. Das war überhaupt das 1. Mal, dass mir dies mit dieser Maschine passierte... Aber es tat sich einfach nix, die Maschine blieb einfach stehen. Zum Glück hatte Dieter noch etwas in seinem Tank, schnell eine Wasserflasche genommen und eine Kunststoff-Saugleitung. Aber die war zu kurz, Dieter fuhr nämlich auch schon mit den letzten Tropfen. So fuhr Dieter alleine ins nächste Dorf und kam nach 40 Minuten mit 1 l Sprit zurück, *gerettet*, es ging weiter, aber erst wurden die Tanks wieder befüllt.


Chateau des BauxZu den großen Sehenswürdigkeiten der Provence
zählt die Burganlage und Ruinenstadt Les Baux-de-Provence, das einst die mächtigen Adeligen auf einem Felssporn der Alpilles in 900 m erbaut haben. Im Mittelalter war die Stadt bedeutend und hatte mehr als 3000 Einwohner, heute leben noch etwas mehr als 400 Einwohner dort. Sie verfiel, nachdem sie Ludwig XIII. 1632 hat schleifen lassen. Die Bauwerke sind größtenteils aus dem Felsen herausgehauen, manche sind noch erhalten, so die Kirche St. Vincent und einige Gebäude. Von oben hat man eine tolle Sicht auf die Alpilles und die Carmargue.

Le Château des Baux ist das ganze Jahr über geöffnet. Man fährt über die A54 von Arles bis zur Abfahrt Les Baux-de Provence .

Wir haben die Berge des Château des Baux umrundet und fuhren weiter nach St. Remy de Provence, ein kleiner Künstlerort. Das alte St. Remy hat den engen und unregelmäßigen Grundriss einer mittelalterlichen Stadt bewahrt. Dort machten wir eine kleine Pause, in einem netten Straßencafe. Leider stellten wir fest, dass die Preise jedoch mehr als angepasst waren, denn wir bezahlten € 2,80 für eine Cola!

Von St Remy fuhren wir dann über Avignon, wo wir eine kleine Stadtrundfahrt machten, zurück nach ST. Dezery ins Motorradhotel. Unterwegs hat Dieter noch einen Lidl ausfindig gemacht, wo wir dann die Getränke für den morgigen Tag einkauften.
Im Hotel schlossen wir uns einer großen Gruppe an und sind abends gemeinsam ins Nachbardorf zum Pizzaessen gefahren. Den Abend ließen wir wieder gemütlich in großer und netter Runde am Pool unter Gleichgesinnten ausklingen.

Auf einsamen Straßen *tuckerten* wir in südlicher Richtung in das Land der Katharer.

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