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Petra Kaisers Forum

Mit dem Motorrad 3 Monate durch Europa

Motorradtour

Frankreich - Spanien - Portugal - Korsika -Sardinien -Sizilien - Italien mit dem Motorrad waren wir 2009 3 Monate und 13.969 Kilometer unterwegs. Die Reise hatte einen sozialen Hintergrund, denn wir haben Spenden für die Rumänienhilfe gesammelt, aber unser Vergnügen stand schon im Fokus dieser Reise.

Unsere erste Etappe führte uns von Schaumburg in die Gegend nach Ulm, (mehr als 400 km im Regen!) Dort holten wir Dieter ab, der uns mit seiner 1400er Intruder begleitete. Friedrich fuhr auf seiner Yamaha XS 650 SE und ich mit meiner neuen (gebrauchten) BMW F 650 GS.

Start in Sülbeck Friedrich & Petra Dieters Intruder

Frankreich:
Am 01. Mai 2009 ging unsere gemeinsame Fahrt los. Unser 1. Ziel war Frankreich und zwar der Campingplatz Etang de Forges, dort wurde übernachtet und weiter ging es über L’Isle-sur-le-Doubs, das Tal der Liebe Val d´Armour, Besancon, Salins-les-Bains, an Lyons vorbei bis nach Brevenne. Hier übernachteten wir. Das nächste Ziel war Avignon, übernachtet haben wir bei Camping Le Flori in Verdene. Eine sehr schöne Gegend mit vielen Sehenswürdigkeiten (Pont du Gard). Bevor wir Carcassone erreichten, mussten wir uns gegen den Mistral wehren, der uns vom "Hocker" holen wollte. Ein Kaffee am Canal du Midi und dann erreichten wir unsere Unterkunft Campingplatz "le moulin de Ste Anne" in 11600 Villegly. Im Land der Katharer gibt es viel zu sehen. Schön ist auch die Gorges de la Galamus. Bis dato haben wir 2.222 km auf dem Tacho.

Pause auf dem Capingplatz Val d Amour Eierpiekser

Spanien:
Es folgte eine tolle Strecke durch die Berge. Bei Bourg Madame überquerten wir die Grenze nach Spanien. Es folgte eine "Zwangsübernachtung" in den Pyrenäen im Ardaix Resort, wo wir Friedrichs Geburtstag gebührend feierten. Das nächste Ziel war La Puebla de Roda im Tal der Isabena. Ein toller Campingplatz. Nach einigen Tagen ging es weiter auf dem Camino nach Santiago. Graus, Huesca, Jacca, San Juan de la Pena, in der Nähe von Pamplona blieben wir auf dem Campingplatz Errota- El Molino. Am nächsten Tag ging es weiter über Puente la Reina, Logrono, Burgos, nach langer nerviger Suche fanden wir eine Unterkunft im Hotel Camino Real in 34210 Duenas. Nun fuhren wir über Leon, Ponferrada, Monteforte de Lemos, Chantada und Lalin nach Santiago de Compostella, keine schöne Fahrt, denn es regnete und regnete. Unsere Tour durch Galizien brachen wir ab, denn das Wetter war einfach nicht schön. Jedoch fuhren wir noch ans Ende der Welt, dort wo die Pilger endgültig ihre Sachen an den Nagel hängen: Fisterra. Tachostand 3.973 Kilometer.

Roda de la Isabena  Puente la Reina Pilgertreffen

Portugal:
Am 15. April erreichten wir Portugal, die Straßen wurden schlechter und das Benzin teurer. In der Nähe von Porto suchten wir uns einen Campingplatz, Orbitur Madalena. Nächster Übernachtungsstop war Quiaios, dort wohnen Freunde meiner Schwester. In Nazaré frischte ich meine Jugenderinnerungen auf, wir besichtigten eine alte Burganlage in Obidos und blieben für 5 Nächte in einem Luxusbungalow in Ericeira. Dieter flog für 3 Tage nach Hamburg und wir machten die Umgebung unsicher, Lissabon, Cabo da Rocca.Zu dritt ging es weiter in den Süden bis nach Sagres. Mit viel Glück bekamen wir eins von den 6 Mobil-Homes, fuhren zum südwestlichsten Punkt vom Festland Europa, nach Cabo Sao Vicente und natürlich zur "Letzten Bratwurstbude vor Amerika". Wir feierten am 25.5. ganz zünftig unseren 19. Hochzeitstag und weiter ging es an der Algave entlang, über Lagos, Albufeira und Faro. Ein letzter Stop im Naturschutzgebiet Torre d´Aires und dann verließen wir Portugal.

Porto Quiaios Cabo da Roca

Spanien - Gibraltar:
In Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla suchten wir uns eine Bleibe für 2 Nächte. (Camping Motel in der Avenida Libertad, 13 in Dos Hermanas) Wir sind 5.419 km bisher gefahren. Sevilla ist eine interessante Stadt. In Cadiz wurde es windig und in Tarifa ging fast nichts mehr. Wir ergatterten einen sündhaft teuren Bungalow im Camping Torre de la Peña in Tarif, jedoch traumhafte Lage und mussten dort eine Zwangspause einlegen. Es wurden Windgeschwindigkeiten von 120 km/h erwartet. Da macht auch das Motorradfahren keinen Spaß mehr! Am 30. Mai fuhren wir weiter, machten einen Stop in Gibraltar und schauten uns Marbella an, dort wo die Reichen urlauben. Auf der Autobahn fuhren die beiden einfach ab und ich schaffe es nicht rechtzeitig. Na gut ...

Don Quijote

Irgendwann fanden wir uns wieder, weiter ging es über Torremolinos und Malaga nach Carchuna zum Campingplatz Don Cactus. In Castell de Ferro frischte ich noch einmal Jugenderinnerungen auf, dann fuhren wir weiter nach Granada und von dort aus ins Land von Don Quichote. Über Jaen, Castillia-La Mancha, kamen wir zum Natural Park La Mancha Lagunas de Ruidera. Auf dem Campingplatz Los Batanes bekamen wir auch nach langer Sucherei eine Hütte. Und dann kam Don Chijote auf Rosinante! Weiter ging die Fahrt über Villanueva de la Uara nach Cuenza. In der Nähe übernachteten wir. Nächste Etappe der Campingplatz Caspe, 9 km von Alcanis, die teuerste Unterkunft bisher, aber es gab nichts anderes. Tarragona, Kindheitserinnerungen in Salou auffrischen und dann erreichten wir Santa Cristina d´Aro. Zwei Übernachtungen im Camping Mas Sant Josep, sehr günstig, da 3 km von der Küste entfernt. Diese Pause brauchten wir, denn Dieter hatte einen "blöden" Unfall. Er hat zwar viel Glück gehabt, aber die Frontscheibe war kaputt und er selber war ganz schön ladiert. Das Tacho zeigt nun 7.415 km.

Tarifa La Mancha Platje d´Aro

Frankreich:
Am 6.Juni 2009 erreichten wir wieder Frankreich, Perpignon, Narbonne, Bezier, und ein kräftiger Regenschauer in Montpellier. Wenn man eine Abfahrt in der Camargue verpasst, dann kommt man in die wildesten Ecken. 3 Tage blieben wir auf dem wunderschönen Campingplatz de la Brise in Les Saintes-Maries-de-la-Mer, in der Camargue, ein riesiges Feuchtgebiet im Rhônedelta. Flamingos, wilde Pferde, Reis... Über Ales ging es dann nach Marseille. Dort nahmen wir die Fähre und erreichten nach 12 Stunden Korsika.

Camargue Ales Marseille

Korsika:
In Ajaccio am 10.6.2009 angekommen, legten wir die Route für Korsika fest. Nur, es kam alles anders. Nach 8.000 Kilometern streikte Friedrichs Maschine mitten in dem "steinernen Märchenwald" Les Calanche. Guter Rat ist teuer, was tun? Abrechen? Wir beziehen erst einmal einen Bungalow in Porto am Campingplatz Les Oliviers. Der ADAC kommt, holt die Maschine ab. Der Rest ist schnell erzählt, wir fuhren auf 2 Motorrädern weiter und ich musste fortan hinten auf meiner eigenen Maschine sitzen. Die weitere Strecke war Gorges de Spelunca, Col de Vergio, Corte, Ajaccio. In Porticcio haben wir einige Tage auf einem schönen Campingplatz verbracht. Weiter ging die Fahrt nach Sartene in die Berge und dann nach Bonifacio, wo wir am 16.Juni die Fähre nach Sardinien nahmen.

Korsika Porticcio Korsika

Sardinien:
Die Überfahrt nach Santa Teresa auf Sardinien dauerte nur eine Stunde. In Palau finden wir einen tollen Campingplatz: Camping Capo d´Orso. Drei Tage blieben wir. Dieter bekam eine neue Frontscheibe. La Maddelena, Costa Smeralda, hier tobte das Leben! Olbia, Poasada, Fonni, Lanusei, Bari Sardo, Torre di Bari und in Quatar fanden wir endlich ein Plätzchen auf dem Campingplatz Pini e Mare. Zwei Übernachtungen und dann nehmen wir die Fähre von Cagliari nach Trapani auf Sizilien.

Sardinien Sardinien Sardinien

Sizilien:
Am 21.6. kamen wir erst um 22 Uhr in Trapani an. Wo bekommt man um diese Zeit eine Unterkunft? Wir haben es geschafft. In Valderice auf dem Campingplatz Lido Valderice haben wir ein Appartement bekommen und blieben 4 Tage. Es war die schönste Ecke von Sizilien. Friedrich und Dieter hielten immer wieder nach gebrauchten Motorrädern Ausschau, aber es hat nicht geklappt. Wir bekamen keine Versicherung. Wir machten Ausflüge nach Cap San Vito, Castellamare del Golfo, Terrasini (hier wandelte ich schon wieder auf Kindheitserinnerungen), Mefi, Marinella, Selinunte, dann ging es weiter in den Süden. Marsala, Agrigento, irgendwo eine Übernachtung unterwegs. Das Fahren war gewöhnungsbedürftig, man fuhr sogar ohne Licht im Naturtunnel, ich saß ja hinten und konnte einfach die Augen schließen. Syracuse, Santa Maria La Scala, hier blieben wir auf dem Campingplatz La Timpa. Schön war der Ausflug zum Ätna, wenn auch verregnet. Über Taomina ging es dann nach Messina und von dort mit der Fähre zum Festland nach San Giovanni.

Erice Sizilien Sizilien

Italien-Festland:
Es ist der 30. Juni und wir sind in Kalabrien. Bei Nicotera Marina fanden wir einen schönen Campingplatz Villagio Mimosa, direkt am Meer wunderschön gelegen. Mein Tacho zeigt 10.438 Kilometer. Nach 3 Tagen ging es weiter Lamezia Terme, Basilikata, Sapri , Camerota in Kampanien, hier übernachteten wir irgendwo. Wir fuhren durch Nationalpark Cilento e Vallo di Diano und landeten in Paestum. Ein Apartemento für 4 Tage. Es war auch hier sehr schwierig, Unterkünfte zu finden. Wir machten einen Ausflug zur Amalfi Küste und fuhren dann weiter zum zum Gargano. In Vieste bekamen wir eine Unterkunft auf einem Campingplatz, die uns gefiel, aber nur für 2 Tage. (Hochsaison) Eine tolle Gegend, hier möchte ich noch einmal hin! Wir fuhren weiter in Richtung Ancona und landeten auf dem Campingplatz Rocca Mare in Falconara.

Regenschauer Amalfi Rocca di Mare

Mit Jenni on Tour:
Am 13. Juli fuhren wir in den Norden bis nach Riccione. Jenni unsere Enkeltochter kam heute mit dem Flugzeug in Rimini an und wird uns für die nächsten Wochen begleiten. So war es geplant. Nur ein Problem, wo soll sie sitzen? Aber Dieter flog nach Hause und überließ Friedrich seine Maschine. Ich konnte wieder mit meiner Maschine fahren und Jenni saß bei mir hinten drauf! Wir blieben noch ein paar Tage in Riccione im Club Hotel und ließen uns verwöhnen. Die nächste Etappe war dann Perticara, eine Motorradunterkunft, wo man die Pizza mit einer Schere isst. Urbino, San Marino und San Leo, es gibt genügend "abzufahren". Dann ging die Fahrt langsam zurück in Richtung Heimat. Über Cesena, Imola, Bologna, Modena, Mantova, Verona, Roverota, Riva de Garda kamen wir nach Torbole. Auf dem Tacho wurden jetzt 13.000 Kilometer angezeigt.

Perticara Urbino Torbole

Heimreise:
Der nächste Stop war am Reschenpass imHotel Am Reschensee. Schön war der Ausflug ins nahe Samnauntal und die Wanderung zur Etschquelle. Weiter ging es über den Reschenpass am Zugspitzblick vorbei bis nach Ulm. Alle 50 Kilometer machten wir eine Pause, denn viel länger konnte Jenni nicht an einem Stück auf dem Motorrad sitzen. Dieter erhielt sein Motorrad wieder, ich mietete ein Auto für die letzten 570 Kilometer und Friedrich fuhr mit meinem Motorrad zurück. Unterwegs machten wir einen letzten Stop in Rothenburg ob der Tauber.

Unterwegs Ulm

Wir waren 90 Tage unterwegs und mein Tacho zeigte 13.969 Kilometer an.

Natürlich habe ich auch ausführlich über diese Reise geschrieben. Wer mehr Informationen haben möchte, der liest ganz einfach meinen Live-Reisebericht in 12 Teilen. Auch Jenni hat aus ihrer Sicht einen "Katastrophen-Tread" geschrieben:

1. Teil – Deutschland - 28.04.-01.05.09
2. Teil – Frankreich - 01.05.-08.05.09
3. Teil – Spanien - 08.05.–15.05.09
4. Teil – Portugal - 15.05.–24.05.09
5. Teil – Spanien - 24.05.-06.06.09
6. Teil – Frankreich - 06.06.-10.06.09
7. Teil – Korsika - 10.06.-16.06.09
8. Teil – Sardinien - 16.06. – 21.06.09
9. Teil – Sizilien - 21.06. – 30.06.09
10. Teil – Italien - 30.06. – 13.07.09
11. Teil – Mit Jenni auf Motorradtour – Heimreise
12. Teil – Fazit und Fakten

Jennis Katastrophen-Tagebuch - aus der Sicht einer Elfjährigen

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