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Petra Kaisers Forum

Nervenkitzel pur beim MotoGP in Assen

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Wir gehören ja eher zu den Motorradfahrern, die es gerne gemütlich angehen und auf unseren Reisen Land und Leute kennenlernen wollen. Trotzdem müssen wir zugeben, dass uns auch die Schnelligkeit und Dynamik des Bikens fasziniert.

Allerdings überlassen wir das Rasen lieber den anderen. Aber bitte auf einer abgesperrten Rennstrecke. Im Frühjahr beginnt wieder die Saison - nicht nur für uns in Deutschland, sondern auch die Fahrer des MotoGP und anderer Serien.

Wer sich Legenden wie Valentino Rossi live anschauen möchte, hat die Qual der Wahl. Auch 2019 gibt es wieder 19 Rennen. Karten können beispielsweise auf Global-Tickets bestellt werden, beispielsweise für den MotoGP in Assen 2019

Der MotoGP in Assen hat eine lange Tradition

Der TT Circuit Assen in den Niederlanden gehört zweifelsohne zu den interessantesten Veranstaltungen dieser Rennserie. 2018 fand dort ein denkwürdiges MotoGP-Rennen statt mit dem spannendsten Ausgang in 70 Jahren Grand Prix Geschichte. Ja, in Assen gastierte die Motorrad-Weltmeisterschaft schon 1949.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Assen Austragungsort der Europameisterschaft und wurde damals von ursprünglich 27 auf 16 Kilometer verkürzt. Heute ist die Strecke in der Provinz Drente unweit des Ijsselmeeres nur noch 4,5 Kilometer lang und war 2009 der Ort, an dem Valentino Rossi seinen 100. Sieg feierte.

MotoGP-Rennen in Assen sind unterhaltsam und beängstigend zugleich. Am Ende sind alle Beteiligten froh, wenn das Wochenende ohne Stürze über die Bühne gegangen ist. Denn Assen ist sehr schnell, sehr eng und sehr zickig. Zudem weht hier oft ein unangenehmer Wind.

In den Kurven ist wenig Platz und die Fahrer wechseln hier besonders häufig ihre Linie - manchmal auch ungewollt, weil es sie schlichtweg hinausträgt. Im Abschnitt Hoge Heide duellieren sie sich bei 240 km/h und den Zuschauern stockt der Atem. Abtauchen, ausweichen, verfolgen - oft wirken die Rennfahrer wie Raubtiere zwischen Angriff und Verteidigung. Auch Valentino Rossi hat hier sicher schon oft nach dem Rennen tief durchgeatmet.

2019 wird in Assen auch die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) in Assen fahren und dafür Zandvoort aus dem Kalender streichen. DTM-Rennen in den Niederlanden haben eine lange Tradition, doch der Grand Prix von Assen ist eine Premiere. Und auch in der Formel 1 wird darüber diskutiert.

Seit Max Verstappen in der Königsklasse des Motorsports regelmäßig für (positive wie negative) Schlagzeilen sorgt, ist die Begeisterung der Holländer für die Formel 1 gestiegen. Ein Rennen in seinem Heimatland wäre da keine Überraschung.

Der MotoGP will keine Formel 1 in Assen

Allerdings ist neben Assen auch Zandvoort im Gespräch, was zumindest den meisten MotoGP-Piloten lieber wäre. Der Abtrieb der Formel-1-Boliden sorgt für Wellen im Asphalt, die auf allen vier Rennstrecken feststellbar sind, die sich 2019 sowohl im Formel-1- als auch im MotoGP-Kalender befinden. In Barcelona und Silverstone wurde der Asphalt zwar erneuert, aber es wird nicht lange dauern und die Probleme kehren zurück.

Würde die Formel 1 nach Assen kommen, müsste das Layout der Strecke geändert werden. Auch das trifft bei den MotoGP-Fahrern auf Ablehnung, die Assen so lieben, wie es ist. Vielleicht wurde die Strecke auch deswegen 2019 nicht berücksichtigt, wenngleich FIA-Renndirektor Charlie Whiting im Januar 2018 sagte, es seien nur kleine Änderungen erforderlich.

Wie auch immer diese Entscheidung ausgeht - wir hoffen, dass Assen in Zukunft auch weiterhin ein Mekka für Biker ist, die zusammen mit ihren Idolen ein tolles Wochenende in unserem Nachbarland verbringen wollen und dabei Spektakuläres geboten bekommen.

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