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Petra Kaisers Forum

Reisebericht Singapur 2005

Mit einer kleinen Propellermaschine der SAS, einer de Havilland Q400, düsen wir in Richtung Copenhagen. Nur 50 Minuten dauert dieser Flug. Das reicht um sich *anzuwärmen*. In Kopenhagen haben wir knapp 2 Stunden Zeit, ehe der Weiterflug nach Singapore startet, Wir schauen uns im Flughafen von Kopenhagen um und vertreiben uns die Zeit. Endlich ist es 22.45 und wir starten. Es ist ein großer Airbus, schon ein großer Unterschied zu der kleinen...

Wir wussten gar nicht, dass wir in Bangkok einen Zwischenstop machen werden. Egal... Bis BKK sind es 8500 Kilometer, die Flugzeit beträgt ca. 9,5 Stunden, in Bangkok durften wir aus der Maschine raus und hatten gerade genügend Zeit, einmal durch die Hallen zu gehen, dann durften wir wieder an Board.

SAS

Landung in Singapore, es ist Ortszeit 19:00 Uhr und wir haben schon Samstag wir fuhren mit dem Taxi zum Hotel, da es regnete und wir keine Lust hatten, mit dem Gepäck Bus und Bahn zu fahren. Die Taxifahrt dauerte nur 20 Minuten und kostete 20 S$. Die Geschichte Singapurs geht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als die Insel noch Teil des Sri Vijayan Empiriuns war und Temasek hieß. Das bedeutete Seestadt. Der Name Singapore stammt vom Malaischen (Singapura oder Löwenstadt) Die Legende erzählt, dass der Prinz Sang Nika Utama von Sri Vijayan einen Löwen gesehen hat (es war aber vermutlich ein Tiger) und so bekam die Stadt ihren Namen.

Singapur - Skyline

1819 gründete der Brite Sir Stamford Raffles die Stadt als eine Handelsstation für das Britische Emperium. 1959 schloss sich Singapur der Malaischen Förderation an, bevor der Stadtstaat am 9. August 1965 unabhängig wurde.

Die Stadt ist sorgfältig geplant. Viele Grünflächen - über 400 öffentliche Parks - geben ihr zu Recht den Namen grüne Stadt. Singapur ist nicht nur eine Insel, sondern ist von mehr als 60 kleine Inseln umgeben. Die Hauptinsel hat eine Ausdehnung von 42 km Ost nach West und 23 km von Nord nach Süd und ist die Heimat von über 5 Millionen Menschen.: Chinesen, Indern und Malaien. 4 Sprachen werden offiziell gesprochen: englisch, tamil, chinesisch und malaiisch.

Singapur gehört zu den 20 kleinsten Ländern der Welt - die USA ist 15,000 mal größer.


Es wird sicher ein schöner Tag. Wir haben uns noch nicht an das Klima gewöhnt und unsere innere Uhr spielt verrückt. Wir gehen aus dem Hotel und befinden uns am Clarke Quay. Es ist schon morgens sehr schwül und die Sonne scheint. Entlang des Singapur River sind Flaniermeilen, viele sehr teure Restaurants, aber mit Blick auf den Fluss. Es ist Sonntag und kaum einer hat schon geöffnet. Hier beginnen auch die Bootstouren. Das werden wir später noch machen. Zunächst wollen wir jedoch irgendwo frühstücken.

Wir überqueren den Fluss an der Ord Bridge und sehen die MRT-Station vor uns. MRT bedeutet MASS RAPID TRANSIT und ist das berühmte U-Bahn-System von Singapur.

Singapur - Skyline

Die Züge fahren pünktlich, haben Air-Condition und sind modern und bequem. Das Netz ist groß und die Stationen unglaublich sauber. Wir kaufen uns eine EZ-Link-Karte. Sie kostet S$ 15,-.Davon sind 5.- Gebühren, 3.- Pfand, die bei der Rückgabe der Karte erstattet werden und die restlichen 7.- können verfahren werden. Ein tolles System, so entfällt das lästige Suchen nach passendem Kleingeld. Die EZ-LinK-Karte kann nachgeladen werden, wenn das Geld verbraucht ist und, sie ist 7 Jahre gültig.

Auch in den Bussen und in manchen Restaurants kann damit bezahlt werden. Das Restguthaben wird immer angezeigt, wenn die Karte auf das Lesegrät gehalten wird. Man hält die Karte vor dem Kreuz in der U-Bahnstation auf das Lesegerät und kann somit passieren. Wenn man die U-Bahn verlässt, muss die Karte wieder auf das Lesegerät gelegt werden und der ermittelte Betrag wird abgebucht. In den Bussen steigt man vorne ein, dort ist auch ein Lesegerät und verlässt den Bus am hinteren Ausgang, indem man die EZ-Karte wieder an das zweite Lesegerät hält. Wir wollten auch gleichzeitig den TransLink-Guide für S$ 3.90 kaufen, aber bisher gaben wir ihn noch nicht gefunden, allerdings haben heute, am Sonntag, auch nicht alle Geschäfte auf. Allerdings fahren die Busse und Bahnen oft, so dass wir im Grunde genommen auch darauf verzichten können.

Singapur - Skyline

Nun haben wir zwar die EZ-Karte in der Taschee aber noch immer nicht gefrühstückt. So gehen wir die New Bridge Road in Richtung Chinatown und finden in der Mall Chinatown Point ein kleines Lokal und bestellen dort unser Frühstück (mit Händen und Füßen) Es hat nicht viel genutzt, der Kaffe war mit süßer Milch, der Tee undefinierbar, aber lecker, die Eier ok, und die Krönung des Ganzen: der Toast war gebuttert und gezuckert! Satt sind wir geworden und morgen probieren wir es noch einmal.

Wir gehen durch die Mall und kommen in den Hong Lim Komplex. Ein kleines Lokal reiht sich ans andere. Hier sehen wir viele Einheimische, die auch ihr Frühstück einnehmen. Wir gehen anschließend die South Bridge Road (1097) entlang, biegen bei der Hongkong Road links ab, haben einen schönen Blick auf das Furana Gebäude und gelangen dann wieder am Bootsanleger am Clarke Quay. Dort werden verschiedene Bootstouren angeboten. Wir entscheiden uns für die Bum- Boat Tour, 30 Minuten auf dem Singapur Fluss in den kleinen originalen Holzbooten, die früher ihre Dienste getan haben. Die Boote haben aufgemalte Augen, das symbolisiert das Glück. Die Tour kostet S$ 12.60 pro Erwachsenen.

Singapur - Hong Lim

In Englisch hören wir eine Stimme vom Band, die uns die Sehenswürdigkeiten rechts und links des Ufers erklärt. Wir haben bestes Foto-Wetter, die Sonne lacht vom Himmel, es ist nicht diesig. Wir fahren unter den schönen Brücken her, die Coleman Bridge, die Elgin Bridge, wir sehen die kleinen Häuser am Boat Quai, im Hintergrund die Wolkenkratzer, dann kommt die älteste Brücke Singapurs, die Cavanagh Bridge, dahinter das Fullerton Hotel, eines der besten Hotels weltweit, die Anderson Bridge und zum Schluss die Esplanade Bridge. Links sehen wir das Esplanade, the Theatres-on-the-Bay und fahren in die Marina Bay ein.

Nun endlich sehen wir die Merlion-Statue, halb Löwe, halb Fisch, das Wahrzeichen von Singapur und sicher auch das am meisten fotografierteste. Sie stand nicht immer hier. Als wir das erste Mal in Singapur waren, stand sie noch vor dem Fullerton Hotel, direkt an der Flussmündung. Nun ist sie umgezogen nach One Fullerton in den Merlion Park und spuckt in den Hafen. Wir machen Fotos von allen Seiten. Das Boot dreht und wir fahren wieder zurück.

Es ist noch früh und wir sind unternehmungslustig. Wir wollen uns noch vom "Land" aus einiges ansehen und nehmen die MRT. Marina Bay, das hört sich gut an, da sind wir sicher am Hafen und laufen zu Fuß zurück. Wir wundern uns schon, dass die meisten Fahrgäste in der vorletzten Station aussteigen. Angekommen an der Endstation, wissen wir warum, Hier ist überhaupt nicht der Hafen. Es ist absolut nichts da, außer einigen Wanderwegen. Nein, das ist uns in der Hitze zu viel. So steigen wir wieder in die U-Bahn ein und fahren eine Station zurück zum Raffles Place.


Wir sind in der Nähe des Business Districtes und sehen rund um uns Hochhäuser: das Caltex House, die Bank of China mit den 18 Stockwerken, das 1958 gebaut wurde, daneben die riesige Maybank, die Standard Chartered Bank, der achteckige Wolkenkratzer der UOB, erbaut 1973, das OCBC-Gebäude und das Republic Plaza mit 66 Etagen. Wir verlassen den Raffles Place und kommen an einer modernen Sculptur vorbei. Sie zeigt die maßstabgerechte Nachbildung der Skyline mit ihren Wolkenkratzern. Wir gehen zum Fullerton Hotel und schlendern an der Uferpromenade entlang. Wir kommen wieder zum Merlin Park und sehen nun das Wahrzeichen von der Landseite aus.

Singapur -

Über die Andersen Bridge gehen wir auf die andere Flussseite und schauen uns zunächst das Victoria Theatre an. Es wurde 1862 als Verwaltungsgebäude errichtet. Vor dem Theater steht die Statue des Sir Stamford Raffles. Ein paar Schritte zurück steht ein Obelisk. Als nächstes kommen wir zum Supreme Court und zur City Hall. Das Gerichtsgebäude wurde 1939 gebaut und gehört mit zu den schönsten Überbleibsel der britischen Kolonialzeit. Rund um die St. Andrews Cathedral wird alles erneuert. Die anglikanische Kirche im neugotischen Stil wurde 1862 von indischen Sträflingen gebaut.

Wir verlassen die St, Andrews Road, biegen in die Coleman Street ein und danach in die North Bridge Road. Unsere Füße brennen, wir haben Durst und uns ist einfach zu warm. So gehen wir in die High Street Plaza, eine schöne Mall und kaufen als erstes ein Paket Pflaster für die wundgelaufenen Füße, Wasser und Sonnenschutzmittel. Die Malls sind wunderbar temperiert und wir kühlen ein wenig ab. Wir schauen uns noch verschiedene Sachen an, hauptsächlich Elektronikartikel und stellen fest, dass die Preise unseren entsprechen. Nach einer kleinen Rast laufen wir weiter und kommen am Parlament vorbei. Es ist Singapurs ältestes Gebäude. Kurz danach sind wieder am Singapurfluss. Wir gehen an der Promenade entlang und biegen auf die Hill Street ein. Dort sehen wir die Feuerwehr-Station und gehen an der Armenischen Kirche vorbei (sie wurde 1842 erbaut) und überqueren die Stamford Road.

Ein kleines Stück entlang der Victoria Street und wir sind am Chijmes, ein altes Convent. In dieser ehemaligen Klosteranlage sind heute Galerien, Cafes und auch ein Hotel untergebracht.

Links biegen wir in die Bras Basah Road ein, eine einzige Baustelle. Es gibt keinen Gehweg, so turnen wir zwischen Bauzaun und Straße entlang, in der Hoffnung, nicht von den fahrenden Autos erwischt zu werden. Ab und zu gab es jedoch Baustellenausfahrten, in die wir flüchten konnten. Auf der anderen Seite sehen wir die ehemalige Missionsschule, St. Josef, heute das Singapur Art Museum.

Wir sind nun an dem Anfang der Orchard Road und entscheiden uns, durch den Fort Canning Park zurück zum Hotel zu gehen.

Singapur -

Dieser Park liegt im Zentrum der Stadt und ist eine Oase der Ruhe inmitten der ganzen Hektik. Wir steigen den Hügel hinauf, beobachten die Eichhörnchen und Vögel. Ein Kräutergarten lehrt uns die verschiedenartigste Kräuter, Sträucher und Bäume. Alte Steinwände und Grabsteine, Eingänge zu unterirdischen Bunkeranlagen zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Ab 1859 wurde dieser Hügel von den Engländern als Militär-Basis genutzt. Während des 2. Weltkrieges wurden die unterirdischen Bunkeranlagen auch von den Japanern kurzzeitig genutzt, als sie Singapur erobert hatten.

Wir kommen zu einem heiligen Ort, ein Keramat. Hier ist die Grabstätte des Prinzen Sultan Iskander Shah, ein Prinz aus dem 14, Jahrhundert, der letzte Herrscher von Singapura. Verschiedene Wege führen durch den Park, einer entlang der Geschichte aus dem 14. Jahrhundert und ein anderer auf den Spuren der Geschichte des 19. Jahrhunderts.  Es werden auch zu bestimmten Zeiten Führungen angeboten. Natürlich ist es in der Hitze besonders beschwerlich die Hügel hoch und runter zu laufen, aber mit mit genügend Pausen ist es ein schöner Ausflug.

Danach sind wir so geschafft, dass wir es gerade noch schaffen in ein nettes Lokal einzukehren und uns ein Tiger Beer zu gönnen. Die Betonung liegt auf EIN, denn das Bier ist recht teuer und in der Hitze braucht man nicht mehr...


Heute steht Sentosa auf dem Programm. Wir packen unsere Badesachen und fahren mit der North East Line bis zur Endstation Harbourfront. Von hier hat man mehrere Möglichkeiten auf die Insel Sentosa zu kommen, Entweder mit dem Bus, Taxi oder zu Fuß über die Brücke, mit dem Boot übers Wasser, oder mit der Seilbahn hoch in der Luft. Die letztere Möglichkeit ist natürlich auch die Schönste.

Vor 15 Jahren war diese kleine Insel, die nicht ganz einen Kilometer entfernt liegt, zwar auch schon ein Magnet aber noch wesentlich unberührter und unerschlossener. Heute ist es die meistbesuchte Ausflugsinsel Singapurs.

Singapur - Sentosa

Ich war ja schon etwas vorgewarnt, aber was uns auf der Insel erwartete, ist unbeschreiblich. Große Teile der Insel sind zur Zeit riesigen Baustellen und alles ist fest verplant und für den Ausflügler hergerichtet. Von der Ursprünglichkeit der Insel ist nicht mehr viel vorhanden. Gleich mehre verschiedene Buslinien fahren im 10- Minutentakt von 07 Uhr morgens bis um 23 Uhr über die Insel, am Wochenende sogar noch länger.

Inmitten der Insel steht ein 37 m hoher künstlicher Merlion, der von innen bestiegen werden kann. Oben angekommen hat man einen guten Blick über die Insel. Wir verzichteten auf den Bus und wollten zu Fuß zu den Stränden in den Süden laufen. Zunächst gingen wir hinunter durch gepflegte Anlagen, kamen an kleinen künstlichen Teichen vorbei, überall grünte und blühte es. Beim Merlion angekommen, verzichteten wir auf den Aufstieg und gingen weiter Richtung Strand,passierten den "Dragon Trail" und dann standen wir vor einer riesigen Baustelle. Rechts entdeckten wir einen kleinen Pfad mit dem Hinweisschild:"Siloso Beach". Wir konnten weit unten das Meer sehen, aber immer zwischen Meer und uns die Baustelle und der Bauzaun. Wir gingen weiter, bis dann nach einer halben Stunde alles abgesperrt war. Es wurde immer noch gebaut und der Zugang zum Strand war nicht möglich. Enttäuscht gingen wir wieder zurück und waren nach gut anderthalb Stunden wieder am Ausgangspunkt. Nun nahmen wir einen anderen Weg, aber auch hier war nach kurzer Zeit Schluss, weil wieder eine riesige Baustelle im Wege war. Wir sehen die Schienen der Monorail, aber auch sie ist wegen der Bauaktivitäten außer Betrieb. So gehen wir zur Bushaltestelle und nehmen den nächsten Bus.

Singapur - Sentosa

An der Palawan Beach steigen wir aus. Nebenan ist die Dolphin Lagoon, aber uns ist nicht nach einer Delfin-Show, die gleich anfangen wird. Die Strände sind voll, obwohl heute Montag ist, normalerweise soll es an den Wochenenden immer überfüllt sein, weil auch die Einheimischen gerne hierher fahren. Unten am Strand fahren kleine Trams, die die Besucher von den Strandabschnitten zu den Bushaltestellen fahren. Im Hintergrund sehen wir auf die Baustellen, die bis fast an den Strand reichen. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Ich bin ziemlich enttäuscht. Wir gehen über eine Hängebrücke zu einer kleinen Insel und setzen uns auf die großen Felssteine und schauen auf das Meer. Im Hintergrund sehen wir die Inseln von Indonesien.

Singapur - Sentosa

Viele Schiffe kommen vorbei. Wir beachten die Wellen nicht, die von den vorbeifahrenden Schiffen erzeugt werden und bekommen einen Schwung Wasser ab. Da ich nicht so schnell aufspringen und weglaufen kann, bin ich in Sekunden pitschenass. Gott sei Dank hatte ich gerade meinen Fotoapparat eingepackt, denn die Elektronik kann bestimmt kein Salzwasser ab. In der Hitze trocknet alles schnell. Wir setzen uns in eine kleine Strandbar und genießen einen kühlen Drink. Uns reicht der Trubel, wir packen zusammen und nehmen den Bus zurück zur Seilbahn.

Sentosa einst ein Versteck der Piraten, wurde später britische Militärbasis und ist heute ein riesiger Freizeitpark mit vielen Attraktionen. Natürlich gibt es mittlerweile auch 2 Hotels auf der Insel Wenn alles fertig ist, ist es sicher ein tolles Ziel, wenn man derartige Einrichtungen mag.

Mit der Seilbahn fahren wir zurück, allerdings steigen wir nicht bei Harbourfront aus, sondern bleiben sitzen bis wir den Mount Faber erreichen. Die Fahrt ist in dem Ticketpreis nach Sentosa enthalten.


Vom Mount Faber aus haben wir einen guten Ausblick auf den Hafen und die Skyline von Singapur. Es gibt einige Wanderwege, wir entscheiden uns aber nur für einen kleinen Spaziergang. Als wir für die Rückfahrt anstehen, sehen wir eine Gondel, die aus Legosteinen erbaut wurde. Innen festlich gedeckt, kann man in dieser Gondel ein exklusives Essen einnehmen. Den Preis hierfür haben wir nicht erfahren. So fahren wir wieder runter und genießen noch einmal die schöne Aussicht aus der Godel. Das Wetter ist sonnig und klar.

Unten angekommen schlendern wir durch das World Trade Center. Ich erstehe eine CF-Karte zu einem unheimlich günstigen Preis. Wir erkundigen uns im Ferry-Center nach den Verbindungen zu den nahegelegenen indonesischen Inseln, Mal sehen, ein Visum würden wir an der Grenze bekommen.

Singapur - Gondel

Mit der MRT fahren wir nach Chinatown und schauen uns dort ein wenig um. Uns erwartet ein quirliger Markt mit vielen Buden und geschäftstüchtigen Menschen, die Friedrich hauptsächlich einen neuen Anzug verpassen wollen. Lachend lehnen wir dankend ab, denn wir befinden uns auf der Pagoda Street und Schneider gibt es viele, die meisten kommen aus Indien. Bunte Schirme vor den schönen kleinen Häusern, die chinesischen Schriftzeichen sind nicht zu übersehen. Über den Dächern sehen wir den Sri Mariamman Temple herausragen. Er scheint nicht weit entfernt zu sein, seine buntgeschnitzten Figuren aus der Götterwelt leuchten.

Singapur - Temple Street

Seit 1827 steht das Heiligtum dort, zunächst ein Holztempel, heute aus Stein. Es ist der älteste und wichtigste Hindu-Tempel in Singapur und hier werden die Muttergottheit Devi und der Regengott Mariamman geehrt. Die Frontseite steht diagonal zur Straßenseite. Auch die Eingangstür ist reich verziert. Die Glocken an der Tür kündigen die Besucher an. Wir gehen ein Stück die South Bridge Street entlang und sehen die Jamae Mosque, die älteste Mosche von Singapur. Sie wurde von indischen Muslimen aus Südindien um 1827 erbaut. Das reicht für den Anfang. Wir werden noch einen Stadtgang durch Chinatown machen. Auf dem Wege zurück ins Hotel, kommen wir durch den Hong Lim Komplex. Wieder sehen wir den Obststand mit den aufgebauten Durians und schauen zu, wie Einheimische sich die verschiedene Früchte aufschlagen lassen und von dem Inneren probieren. Sie erklären uns, dass es verschiedene Geschmacksrichtungen gibt: süß und bitter. Woran man den Unterschied äußerlich an den Früchten erkennt, bleibt uns ein Rätsel.

Singapur - Durians

Friedrich wollte schon immer diese "Stinkefrucht" probieren. Wir kaufen uns eine halbe und essen sie an Ort und Stelle. Ja, sie ist essbar und schmeckt gar nicht so schlecht, aber unsere Lieblingsfrucht wird sie nicht werden. Eine Warnung bekommen wir noch mit auf den Weg. Keinen hochprozentigen Alkohol trinken, dann kommt eine Gärung zustande und das wäre nicht gut. Anscheinend ist bekannt, dass die Europäer gerne "einen" trinken.

Am Abend setzen wir uns ins Brewerkz, ein Lokal am Clarke Quai und schauten dem regen Treiben an dieser Flaniermeile zu. Die Bumboats fuhren mit roten Lampions auf dem Singapur River. Übrigens braut das Brewerkz sein Bier selber. Sie haben verschiedene Sorten im Angebot, so zum Beispiel Kölsch und Alt. Wir haben verschiedene kleine Proben bekommen. So richtig wie bei uns in Deutschland schmeckt es aber nicht! Das Lokal bietetnoch leckeres amerikanisches Essen an, wie Burger und Pizzas. Die Pizza wird frisch zubereitet und hat einen ganz knusprigen dünnen Boden..


Heute wollen wir Pulau Ubin entdecken. Eine kleine Insel, diezu Singapur gehört, aber so ganz anders sein soll.
Wir fahren mit der East West Line bis zur Station Tanah Merah Ausgang B. und anschließend nehmen wir die Buslinie 2 bis zum Changi Point. Das ist die Endstation der Buslinie.

Dort angekommen gehen wir zunächst durch die Markt- und Imbisshallen. Hier gibt es anscheinend für jeden Geschmack etwas. Allerdings für uns schwierig, denn es sind fast nur chinesische Schriftzeichen zu erkennen, manchmal auch auf englisch.

Singapur - Pulau Ubin

Die meisten Gerichte sind mit Fisch, wir befinden uns schließlich am Meer. Wir kaufen in der Bäckerei ein paar süße Teigwaren, ebenso noch 2 Flaschen mit Wasser und gehen zum Ferry- Terminal. Es ist leicht zu finden, man muss sich nur nach den Hinweisschildern richten. Das Terminal ist nicht groß, es gehen nur Schiffe zu 2 verschiedenen Inseln ab.

Wir setzen uns zu den anderen Passagieren und warten bis wir insgesamt 12 Personen sind, denn erst dann geht es los. Das dauert meist jedoch nicht lange. Schon nach kurzer Zeit geht es los. Die Holzboote sehen uralt aus, maximal 12 Personen dürfen nur mit, obwohl mehr reinpassen würden.. Wir steigen ein, zahlen S$ 2.- und schon geht es los. Die Fahrt dauert nur ungefähr 10-15 Minuten.

Singapur - Pulau Ubin

Die Insel Pulau Ubin, auch Granit-Insel genannt, hat die Form eines Bumerangs und liegt nordöstlich von Singapur. Das 1020-Hektar große Island bestand ursprünglich aus 5 kleinen Inseln, die nur während der Flut durch Wasser ("Flüsse") voneinander getrennt waren.
Durch die Errichtung von Deichen für die Fisch-Farmen (Garnelenzucht) entstand aus den 5 einzelnen eine große zusammenhängende Insel.

Singapur - Pulau Ubin

Südlich von Pulau Ubin liegen noch die beiden Inseln Pulau Ketam (Krabbeninsel) und Pulau Sekudu (Froschinsel).
Welten trennen Singapur und Pulau Ubin. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Wir befinden uns in den 1960er Jahren. Kampongs, auf Stelzen gebaute Häuser, in denen um die 100 Einheimische leben.
Hier schöpft man das Wasser noch aus Brunnen, Strom wird durch laute Generatoren erzeugt, inmitten des Dorfplatzes ist ein großer holzbefeuerter Backofen in Betrieb. Wie praktisch, wir sehen die Frauen, den Ofen bestücken, dann gehen sie in den umliegenden kleinen Geschäften einkaufen und nehmen anschließend das Fertiggebackene aus dem Ofen und gehen nach Hause.

Manche der Einheimischen betreiben Landwirtschaft, manche sind Fischer und manche leben von dem Tourismus, so auch viele Fahrradverleiher. Nach Ankunft gehen wir erst ins Informationszentrum und besorgen uns eine Karte der Insel. Danach mieten wir uns jeder ein Fahrrad und fahren los. Das Wetter ist gemischt, eben hat es noch etwas geregnet, aber inzwischen brennt die Sonne vom Himmel. Wir fahren die Jalan Ubin entlang, in der Hitze eine schweißtreibende Strecke und sind erstaunt, als wir feststellen, dass wir nur den Steinbruch Pekan Quary fast einmal umrundet haben.

Singapur - Pulau Ubin

Nicht alle Wege dürfen befahren werden, aber wir haben viele Schilder übersehen...
Auf ein Neues! Diesmal biegen wir bei der Jalan Endut Serim ab, fahren schöne Strecken durch den Regenwald. Immer wieder sehen wir rechts und links Seen und Tümpel. Auf einem Baum entdecken wir die Oriental Pied Hornbill, wunderschöne Vögel mit blauem Gefieder und einem langem großen Schnabel.

Pulau Ubin besteht aus vielen Granithügeln, die in früherer Zeit von den Siedlern als Baumaterial abgebaut wurden. Zu dieser Zeit waren einige Tausend Arbeiter auf dieser Insel beschäftigt. Davon zeugen noch die riesigen alten Steinbrüche, die man verstreut über die Insel vorfindet. Sie bleiben als Zeitzeugen der Vergangenheit unrekultiviert erhalten. Die ebenfalls aus alter Zeit stammenden Plantagenbepflanzung - wie Gummibaum, Kokosnuss, Kaffee, Ananas und Jasmin - werden durch Aufforstungsprogramme wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Durch eine Unachtsamkeit verlassen wir den Hauptweg und geraten so auf einen fast unbefahrbaren Weg, der uns runter an die Westküste bringt. Wir haben einen schönen Blick auf die Insel Ketam und weit entfernt erkennen wir im Dunstschleier die Skyline von Singapur. Mittlerweile steht die Sonne senkrecht über uns, wir werfen keinen Schatten mehr, es ist absolut windstill und Friedrich drängt zur Weiterfahrt.

Singapur - Pulau Ubin

Wir entscheiden uns für den Weg durch den Regenwald, um den Steinbruch herum. Er erscheint uns kürzer. Außerdem hoffen wir auf etwas angenehmere Temperaturen im Wald. Der Weg ist nur ein kleiner Pfad. Es ist schön hier, die Vegetation üppig. Wir sehen Schmetterlinge, Vögel, aber keine Affen und Schlangen. So genau wissen wir nicht, wohin uns der Weg führt. Schwarze Wolken kommen auf, wir hören das Grollen eines nahenden Gewitters. Endlich kommen wir wieder auf eine befestigte Straße. Wir treffen 3 Fahrradfahrer, die mit GPS unterwegs sind. Wir sind fast an der Kekerk Quarry und fahren jetzt wieder in Richtung Süden. Es geht bergrauf und bergrunter. Wir radeln hinunter und schieben die Hügel hinauf. Die Fahrräder sind nicht bequem, aber sie fahren und die Bremsen funktionieren auch, meistens..

Kurz vor der Kreuzung Jalan Batu Uban und Jalan Jelutong öffnet der Himmel seine Schleusen. Wir schaffen es gerade noch, uns unter einem Hinweisschild unterzustellen. Es hat nämlich ein kleines Dach und da passen wir gerade drunter, ohne Fahrräder. Nach 20 Minuten hört der Regen auf und wir fahren erst einmal ins Dorf zurück. Dort kaufen wir uns eine Kokosnuss und trinken die leckere kalte Milch.

Singapur - Pulau Ubin

Wir wollen es noch einmal wagen und schwingen uns auf die Räder. Es gibt ja noch viel mehr zu sehen. Über die Jalan Jeluton und Jalan Batu Ubin fahren wir nun die Jalan Noordin entlang, bis wir zur Noordin Beach kommen, die ganz im Norden liegt. Hier ist nur ein kleiner Sandstrand. Wir sehen auf die Johor Street, die Wasserstraße, die Malaysia und Singapur trennt. Vom Meer ist ein Teil als Badestrand abgetrennt. Dahinter befinden sich schwimmende Fischzuchtbetriebe.

Wir bleiben nicht lange und fahren weiter, erst ein Stück zurück und dann in östliche Richtung. Viele Bäche und Morastflächen rechts und links der Wegstrecke, abenteuerliche kleine Brücken und natürlich der Regenwald begleiten uns. Wir sehen einen einsamen Fischer auf seinem kleinen Boot, ansonsten sind wir allein. Der Himmel wird wieder dunkler, wir beeilen uns, dass wir den Weg zurückfinden. Diesmal tun uns nicht die Füße weh, sondern ein anderes Körperteil, denn die Sattel sind alles andere als bequem.

Singapur - Pulau Ubin

Wir geben die Fahrräder ab und nehmen das nächste Boot zurück. Am Ferry Terminal angekommen, erwarten uns Kontrollen durch die Hafenpolizei. Alles wird gescannt. Allerdings findet keine Passkontrolle statt. Glück gehabt, denn unsere liegen sicher verstaut im Hotelsafe am Clarke Quai. Mit dem Bus und der Bahn fahren wir bis Chinatown, wir wollen dort essen. Es ist unglaublich, aber egal wo wir fragen, es gibt nichts Vegetarisches zu essen. Das einzige vegetarische Lokal hat geschlossen Dabei ist es gerade erst kurz vor acht! Na gut, dann gehen wir halt zum Clarke Quai ins Brewerkz. Wir genießen nicht nur die Pizza!


Heute wollen wir Little India erkunden. Wir fahren mit der MRT bis zur Station Little India und beginnen unseren Rundgang beim Tekka Center an der Serangoon Road, der ältesten Straße Singapurs. Auf alten historischen Karten heißt diese Straße: "The Road through the Island".

Hier sehen wir Frauen in ihren farbenprächtigen Saris und die Männer tragen Lunghis, die typische indische Bekleidung. Gleich auf der rechten Seite ist das kleine Geschäftshaus Little Indian Arcade.

Singapur - Little India

Wir gehen hinein, ein kleiner Shop neben dem anderen, Gewürze, Früchte, Blumen, Seidenstoffe, Gold und Silberschmuck, indische Süßigkeiten und vieles mehr. In der Campbell Lane finden wir die kleinen Blumenläden mit den schönen bunten Girlanden. Zurück zur Serangoorstraße biegen wir in die Dunlop Street ein. Auch hier reiht sich ein Laden neben dem anderen, es gibt viele Elektroartikel, kleine Lokale.

Singapur - Little India

Wir sehen zu, wie ein Motorrad abgeschleppt wird. Der Polizist fährt eine Yamaha FZR 750. Wir kommen ins Gespräch, da ich um Foto- Erlaubnis frage. Er ist sehr gesprächig und nachdem er erfahren hat, dass wir auch Motorrad fahren, haben wir genügend Gesprächsstoff. So ganz kann er nicht verstehen, dass wir so gerne große Motorradtouren machen, Er lädt uns jedenfalls ein, mit nach Malaysia zu fahren, wenn wir mal mit dem Motorrad nach Singapur kommen.

Singapur - Little India

Wir verabschieden uns und gehen weiter, überqueren die Clive Street und kommen zur Abdul Gafoor Mosque, benannt nach Sheik Abdul Gafoor, der allerdings starb bevor die Moschee 1920 fertiggestellt war. Wir gehen nicht hinein und schauen sie uns nur von außen an. Ein kurzes Stück zurück biegen wir in die Perak Road und sehen die Kirche "Church of True Light". Es ist eine anglikanische Kirche, die 1850 für die Chinesen hier in Little India gebaut wurde. Geöffnet ist sie nur am Samstag und Sonntag. Wir kommen zur Upper Dickson Road, am Straßenrand findet ein reger Verkauf von Elektroartikel statt wie Fernsehgeräte und Kühlschränke. Etwas weiter wird Altmetall und Schrott gesammelt. Ein Taxifahrer fährt gerade vor. Der Kofferraum ist vollgestopft mit Altmetall, hauptsächlich Getränkedosen. Unglaublich, daneben steht ein Fahrradfahrer mit Anhänger und lädt auch gerade seine Waren aus.

Danach folgen einige Restaurants, die mit ihren leckeren Speisekarten locken. Natürlich sind auch viele vegetarische dabei.

Singapur - Little India

Wir biegen wieder in die Serangoon Road ein, laufen durch die Arkaden mit dem vielfältigen Angebot. In der Cuff Road schauen wir zu, wie die Einheimischen sich ihre Gewürze mahlen und zusammenstellen lassen. Wir wollen ein Foto machen, aber es ist nicht erlaubt. Der Duft von den frisch gemahlenen Gewürzen hängt in der Luft. Wir gehen zurück und trinken eine frische Kokosnuss, das tut gut und schmeckt lecker. Wir sehen noch einen Laden in dem Gewürze gemahlen werden. Diesmal dürfen wir Bilder machen! Bei einem weiteren Krimskramsladen bleibt Friedrich stehen. Hier werden alte Motorradteile verkauft. Friedrich fragt nach Yamaha-Schildern, die fehlen ihm noch für seine 650. Klar, die gibt es in verschiedenen Ausführungen. Für S$ 10.- bekommt er die Gewünschten. Glück gehabt!

Singapur - Little India

Auf der anderen Seite sehen wir den Sri Veeramakaliamman Tempel, gebaut im Jahre 1855. Es ist ein Hindu-Tempel und der Göttin der Macht Kali geweiht, der Gemahlin von Shiva. Es wird erzählt, dass Hindus sich während des 2. Weltkrieges in diesem Tempel vor den Bomben der Japanern versteckten, in dem Glauben, dass Kali sie beschützt und so war es!

Auf der linken Seite sehen wir wieder eine Moschee, die Majjid Angullia. Mehr Interesse weckt aber das Mustafa Center, mit seinen mehreren Stockwerken. Bevor wir hineinkommen wird meine Plastiktüte, in der ich eine Flasche Wasser habe, mit einem Kabelbinder zugebunden, allerdings so, dass der Verschluss draußen ist und ich noch trinken kann. So kann ich keine unbezahlten Waren mitgehen lassen! In diesem sechsstöckigem Haus wird alles angeboten, was man verkaufen kann und das rund um die Uhr. Menschenmassen bewegen sich durch die Gänge.

Singapur - Little India

Das Angebot ist unbeschreiblich. Wir kaufen auch ein Souvenir ein, auch hier wird die Plastiktüte mittels Kabelbinder wieder gut verschlossen. Uns reicht es jetzt. Wir gehen über die Race Course Road zurück. Eigentlich wollten wir noch einen Hindu- und einen chinesischen Tempel unterwegs sehen, aber die haben wir nicht gefunden. Egal, wir steigen In die MRT und fahren zur City Hall.


Angekommen bei der City Hall sehen wir noch einmal die St. Andrewskirche und das 67 m hohe War-Memorial, das den Toten während der japanischen Besatzung gedenkt. Unser Ziel ist das berühmte Raffles Hotel aus dem 19. Jahrhundert. Einmal einen echten Singapur Sling trinken, das war noch mein Wunsch. (schließlich war heute unser Hochzeitstag und genau vor 15 Jahren waren wir das erste Mal hier).

Der Cocktail hatte es in sich und er schmeckte lecker. Wir sahen uns noch ein wenig im Hotel um, eine fantastische Lobby, schöne Innenhöfe, nur nichts für unseren Geldbeutel.

Singapur - Singapur Sling

Danach gingen wir noch durch die moderne Mall Raffles City, um dann mit der MRT zum Hard Rock Cafe zu fahren. Man steigt Orchard Road aus und läuft die Orchard Road links (nordwest) bis zum Ende hoch, dann in die Cuscaden Road einbiegen und man läuft direkt drauf zu.

Nach dem Essen haben wir noch einen Bummel durch manche der vielen Malls an der Orchard Road gemacht. Ein Vergnügen!

Am nächsten Tag haben wir den Zoo von Singapur besucht. Mit der MRT fuhren wir bis zur Station Ang Mo Kio, weiter mit dem Bus< Nr. 138, Eintritt kostet S$ 18.-, in dem Preis ist die kostenlose Benutzung der Tram innerhalb des Zoogeländes inbegriffen. Ohne Tram kostet es nur S$ 14.-

Singapur - Singapur Zoo

Der Zoo von Singapur wurde 1973 erbaut. Wo immer es möglich ist, wird auf Gitter und Zäune verzichtet. So steht man Tieren wie Löwen, Tiger und Bären Auge in Auge gegenüber. Nur ein Graben trennt uns. Da fängt man schon mal an zu überlegen, wie weit die Tiere wohl springen können...

Heute sind sehr viele Schulklassen unterwegs. Das ist wohl auch der Grund, weshalb es einige Sondervorstellungen gibt.

Singapur - Singapur Zoo

Die Elefanten (pink elephants) fühlten sich unbeobachtet und spielten ihr Spiel im Wasserbecken. Es war zu schön, dem Spiel mit den Rüsseln zuzuschauen. Mal prustete er ihr ins Ohr, mal ins Auge, dann "rüsselten" sie gemeinsam. Ab und zu schnappten sie nach Luft. Sie hatten beide sichtlich ihren Spaß.

Nach einer Weile war es vorbei und beide Elefanten stiegen aus dem Wasser, nicht ohne vorher dicke "Batzen" im Wasser zu hinterlassen. Auch eine Elefant muss mal!

Singapur - Singapur Zoo

Das wiederum lockte die neugierigen Fische an, die bis an die Wasseroberfläche kamen, um vom Elefantenkot zu naschen. Der kleine blaue Eisvogel ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und holte sich die Fische aus dem Wasser. Dabei flog er so schnell, dass er kaum mit der Kamera einzufangen war. Mir blieb nur übrig einfach auf den Auslöser zu drücken und in etwa die Richtung zu halten, wenn Friedrich laut rief: Da ist er wieder!
Die Elefanten kümmerten sich nicht drum und begannen sich mit Sand zu bewerfen. Ich hätte noch Stunden diesem Spiel zuschauen können...

Singapur - Singapur Zoo

Wir haben Glück und kommen rechtzeitig zur Fütterungszeit an. Das hat mehrere Vorteile. Erstens sind die Tiere wach und zweitens gibt es gleichzeitig viele Erklärungen durch die Zoomitarbeiter. Und drittens die Tiere sind satt und die Gefahr, dass sie über den Graben springen, ist dadurch sehr gering.

Wir drehen unsere Runden. Bei manchen Tieren verweilen wir länger als bei manchen anderen. Um 18.00 Uhr ist Feierabend. Der Zoo schließt sein Pforten. Wir haben fast alles gesehen. Es fängt an zu regnen, wir nehmen den ersten Bus, der zu einer MRT- Station fährt, nicht ahnend, dass wir fast im hintersten Zipfel Singapurs landen und somit eine lange Bahnfahrt zurück haben.

Wir steigen am Clarke Quai aus und essen beim Inder "Simply Indian" am Eingang der Central Square in der Havelock Road Ecke Keng Cheow Street. Es ist ein ganz einfaches Lokal. Die Speisekarte ist nicht auf dem neuesten Stand, so gehen wir in den Laden und lassen uns sagen, was es heute gibt.

Singapur - Singapur Zoo

Durch die Glasscheibe am Tresen, sieht man die vorbereiteten Speisen und wählt dann aus. Es sind typische indische Gerichte zu einen spottbilligen Preis, vergleicht man diese mit denen in den Restaurants am Clarke Quai. Gegessen wird draußen an rustikalen Tischen unter der hohen Eingangsarkade. Alkohol sucht man vergebens, denn sie haben keine Lizenz. Nach einem Spaziergang entlang des Singapore Rivers nehmen wir noch einen Absacker am Clarke Quai und sehen dem regen Treiben zu. Die Bumboats mit ihren roten Lampions fahren auf dem Fluss die Touristen hin und her. Die Restaurants sind brechend voll, die Flaniermeile voll von Menschen aller Nationalitäten. Im Hintergrund sehen und hören wir die Mutigen, die sich mit dem G-Max in Sekunden 60 Meter in die Luft katapultieren lassen, um mit 200 km/h zwischen Himmel und Erde zu schweben.


Da wir heute spät aufgestanden sind, gibt es kein Frühstück. Auch der kleine Laden an der Ecke des Clarke Quai hat keines, denn dort gibt es ein Frühstück nur am Wochenende. Macht nichts, wir finden schon noch etwas.

Wir haben uns nichts vorgenommen und wollen uns nur treiben lassen und das eine oder andere anschauen, Wir gehen den North Boat Quai bis zur Hill Street entlang. Auf der linken Seite sehen wir das MICA- Gebäude.

Singapur - MICA

Es fällt schon von weitem auf mit seinen bunter Fensterfront. Wir gehen hinein und sind begeistert von der großzügigen Architektur. Moderne Kunst kombiniert mit Wasserspielen sehen wir in dem Innenhof und in der Halle. Einfach gewaltig.

Das Logo des Ministry of Information, Communications and the Arts (MICA)zeigt ein I, das in ein A übergeht und verbindet so die 3 MICA-Funktionen Information, Communications und the Arts. Rot symbolisiert die Aktivität des Menschen und Kommunikation, grün symbolisiert die Natur, wo alles Leben entspringt, die Punkte symbolisieren das Ying und Yang.

Singapur

Weiter gehen wir am Fluss entlang, nehmen die Unterführung bei der Elgin Bridge, kommen am Parlament vorbei und halten an der Statue Raffles Landing Site. Sir Thomas Stamford Raffles landete hier am 28. Januar 1819 und machte aus einem kleinen Fischerdorf einen großen Hafen mit einer modernen Metropole.

Wir haben einen schönen Blick auf die Anderson Bridge und auf den Boat Quai mit den Hochhäusern im Hintergrund. Wir gegen über den Riverwalk und wechseln auf die andere Flussseite.

Hier am Boat Quai sind die alten Häuser noch sehr ursprünglich. Wir lassen uns überreden und setzen uns in eines der vielen Restaurants mit Blick auf den Fluss und essen statt eines Frühstücks ein Mittagessen. Nun blicken wir über den Fluss auf die RafflesStatue und den Uhrturm des Asian Civilisations Museum.

Singapur - Boat Quai

Wir kommen zum UOB Plaza und sehen die Homage to Newton von Salvatore Dali, ein Kunstwerk aus Bronze. Übrigens gibt es viele Kunstwerke von berühmten Künstler unter dem freien Himmel von Singapur. Ein paar Schritte weiter steht die Bronzefigur "Bird" von Fernando Botero. Wir steigen bei Raffles Place in die MRT und fahren bis Burgis, denn wir wollen uns das arabische Viertel anschauen.

Die Umgebung der Arab Street wird von der weither sichtbaren goldenen Kuppel der Sultans Moschee beherrscht. Als Sir Stamford Raffles die Stadt Singapur gründete, entschied er die verschiedenen Nationalitäten zu trennen und jeder ein bestimmtes Gebiet zuzuweisen.

So siedelte er die Malaien um die Sultans Mosque und Arab Street an. Noch heute ist es das islamische Zentrum der Stadt. Die Moschee wurde um 1825 gebaut und ist die größte in Singapur. Die Moschee wurde im Laufe der Jahre immer wieder erweitert. Die goldene Kuppel wurde von 1924 - 1928 gebaut.

Singapur - Arab Street

Den Namen Arab Street bekam die Straße, weil die Araber zu den ersten Handelspartnern des alten Singapur gehörten. Viele der kleinen Geschäfte in diesem Viertel werden zur Zeit renoviert. Die anderen sind vollgestopft mit typischen Produkten wie Lederwaren, Kunsthandwerk, Schmuck und viele Textilwaren. Wir gehen ein Stück der Khandahar Street, biegen dann in die Muscat Street und kommen zur Bussorah Street, einer kleinen Allee. Vom Ende aus haben wir wieder einen wunderschönen Blick auf die Moschee.


Von der Bussorah Street schlendern wir in die Richtung Jalan Sultan und kommen am Kampong Glam vorbei. Es ist sehr heiß und wir flüchten - wie viele Einheimische auch - in Sultans Plaza Mall. Hier finden wir hauptsächlich Stoffe, aber zur Abkühlung reicht die Unterbrechung aus. Wir kommen zur Victoria Street und sehen die Malabar Moschee und etwas weiter ist die Hon Wen Schule und dann erreichen wir endlich dir MRT-Station Lavender. Wir steigen ein und fahren bis Tanjong Pagar.

Angekommen in Tanjong Pagar machen wir eine kleine Pause im Starbucks Cafe. Von da aus gehen wir zur Telok Ayer Street. Als erstes sehen wir die Chinese Methodist Church. Diese erste methodistische in Singapur gegründete Kirche hat 1996 eine Auszeichnung (Architectural Heritage Award) für die gute Restaurierung verliehen bekommen.

Singapur - China Town

Der Suan Chor Kang Tempel wurde 1825 gebaut und im Jahre 1998 restauriert. Er steht in der Amory Street. Es folgen viele schöne kleine Häuser mit Ladengeschäften und kleine Arkadengänge, die uns vor der Sonne schützen. 1886 befand sich auf dieser Straße (Nr. 70) die erste englisch-chinesische Schule gegründet von einem Methodist-Missionar. Morgens wurde in englisch unterrichtet und nachmittags in chinesisch. Nach einem Jahr stieg die Schülerschar von 13 auf über 100 an, so dass ein neues Schulgebäude in der Coleman Straße gebaut wurde.

Wir kommen zu dem Ayer Green Park. Dort stehen einige bronzenen Statuen, wieder ein Ort der Stille und des Schattens mit Bänken, die zum Verweilen einladen. Wir wechseln auf die Telok Ayer Street und sehen den taoistischen Thian Hock Keng Tempel aus dem Jahre 1839-1842. Zu jener Zeit befand sich hier die Uferstraße. Ein Beispiel der chinesisch Baukunst.

Materialien aus aller Welt brachten die Chinesen damals zum Bau dieses Tempels mit. Dieser Tempel ist der Göttin des Meeres Ma-Chu-Po geweiht. Leider sind große Teile des Tempels mit Baugerüsten verdeckt, da er renoviert wird. Der Zugang ins Innere ist nicht möglich. So nehmen wir nur ein paar Bilder auf und gehen weiter.

Singapur - MRT

Die Al-Abrar Moschee - auch in der Telok Ayer Stree gelegen- wurde 1850-1855 von südindischen Muslimen erbaut. In der entgegengesetzten Richtung ist der Nagor Durgha Schrein, der 1828-1830 gebaut wurde. Ein schöner Kontrast der östlichen und westlichen Architektur in einem Gebäude.

Von hier aus ist es nicht weit bis zur MRT-Station Raffles Place. Auf dem Platz gibt es heute Abend ein Open Air Konzert. Die Musiker der Thomson Swing Band stimmen gerade ihre Instrumente. Wir setzen uns an den Rand und lauschen noch eine ganze Weile der Musik zu. Ringsum um den Platz bleiben immer mehr Menschen stehen, einige tanzen, einige wippen mit, andere summen die Melodie.

Singapur

Wir bleiben nicht bis zum Ende der Vorstellung, sondern nehmen die U-Bahn zum Clarke Quai. Da heute Freitag ist, sind alle Läden gerammelt voll. Im Brewerkz gibt es nur eine Warteliste, aber dazu haben wir keine Lust, wir gehen auf die andere Uferseite und finden noch ein freies Plätzchen in dem Lokal mit den rustikalen Sitzen, natürlich draußen direkt am Ufer des Singapur Rivers. Bis 21 Uhr ist "Happy Hour", da kostet das Bier nicht ganz so viel! Ein romantischer Abschluss.


Unser letzter Tag ist angebrochen. Wir packen unsere Sachen und checken aus. Da unsere Maschine erst am Abend zurückgeht, geben wir unser Gepäck an der Rezeption ab, denn wir wollen noch ein paar Kleinigkeiten für unsere Lieben daheim mitbringen. Außerdem geben wir unsere MRT-Karten in der U-Bahn-Station ab und bekommen das Pfandgeld zurück. So bummeln wir durch die Straßen Singapurs und nehmen Abschied.

Eigentlich wollten wir noch einmal bei dem Inder essen, aber er hat am Sonntag geschlossen. Schade!

Singapur 2010

In der MRT sind mir jedes Mal, wenn wir gefahren sind, lustige Schilder aufgefallen. Da wir noch Zeit hatten, hole ich meine Kamera heraus und nehme sie auf. Dann gehen wir zurück zum Hotel, holen unser Gepäck und fahren mit dem Taxi zum Flughafen.

Singapur im Januar 2010

Auch wenn wir schon zum zweiten Mal in Singapur gewesen sind, wir haben noch lange nicht alles gesehen und wir werden wiederkommen! Oft wurden wir von Einheimischen gefragt, wie lange wir bleiben. Erstaunt waren sie immer, wenn wir sagten, dass wir eine Woche in Singapur Urlaub machen. Die meisten Touristen bleiben nur ein, zwei Tage.

Singapur im Januar 2012


Ich kann nur jedem empfehlen, es lohnt sich, einen längeren Aufenthalt einzuplanen!

Die Bilder in diesem Bericht sind ein Mix aus unseren gesamten Reisen nach Singapur, denn wir haben auch 2010 und 2011 wieder einen Stop in Singapur gemacht.

Von Singapur aus haben wir auch einen Tagesausflug zu der nahen Insel Bintan gemacht, die zu Indonesien gehört. Den Reisebericht darüber findet Ihr hier:

Reisebericht Bintan Island

Ausführliche Live-Reiseberichte von unseren letzten Reisen findet Ihr in meinem Forum:

Live aus Singapur und Tioman 2015
Live aus Singapur 2013
Live aus Singapur 2011/2012
Live aus Singapur 2010

Hier habe ich ein Video von unserem Besuch 2011 in Singapur gemacht, weitere findet Ihr bei meinem Reisebericht von 2011 und auch 2 neue Videos in meinem Bericht von 2013:

  • Reiseberichte

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Reisebericht aus Singapur & Tioman

Live aus Singapur

Ein paar Tage in Singapur und danach eine Woche auf Tioman, das hat uns gefallen :-)
Live aus Singapur und Tioman

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